EU-Flash Nr. 80 vom 13. Juni 2019

 Öffentliche Konsultation zu standardisierten Handyladegeräten

 EU-Kommission stellt Ladegerätevielfalt auf den Prüfstand

Das Mobiltelefon muss geladen werden, schnell ein Ladegerät borgen und erledigt? Ganz so einfach geht es leider nach wie vor nicht.

Zwar hat die Europäische Kommission 2009 eine Initiative gestartet, mit die Geräte aller Hersteller für Handys, Tablets, Notebooks und andere akkubetriebene Mobilgeräte einheitliche Ladegeräte erhalten sollten: Damals wurde durch eine freiwillige Vereinbarung von über 80 % der Mobilfunkhersteller die Zahl der Arten von Mobiltelefonladegeräten zunächst erheblich verringert. Dieses Memorandum of Understanding, das von zahlreichen IT-Unternehmen unterzeichnet wurde, schrieb die Micro-USB-Ladebüchse als Standard vor.
Die Laufzeit der freiwilligen Vereinbarung endete jedoch 2014, und seitdem konnte keine erneute Einigung auf eine gemeinsame Vorgangsweise der Hersteller zur Eindämmung der Anschlussvielfalt bei Mobiltelefoniegeräten erzielt werden.

Auch wenn die EU-Kommission grundsätzlich einen freiwilligen Ansatz befürwortet, sind nun raschere Fortschritte notwendig. Die EU-Kommission hat daher vorbereitetende Arbeiten eingeletet, mit denen unterschiedliche Lösungsansätze für eine konsumentenfreundliche und ressourcenschonende Lösung für Ladegeräte von Mobiltelefonen am EU-Binnenmarkt zur erreichen.

Die EU-weite Konsultation dient der Beurteilung des Regelungsbedarfs aus der Sicht von Wirtschaft, Wissenschaft, Konsumentenverbänden, Umweltorganisationen, Behörden und Ämtern sowie betroffener Bürgerinnen und Bürger.
Die Beiträge will die EU-Kommission bei der Erarbeitung möglicher Lösungsansätze einbeziehen. Der Fragebogen ist auf Deutsch verfügbar.

Beiträge können bis zum 2. Juli 2019 eingereicht werden.

Hier geht es zur Konsultation:

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