Aufgaben SAGES

Der Salzburger Gesundheitsfonds (SAGES) ist ein Fonds mit eigener Rechtspersönlichkeit, der in Folge der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über die Organisation und Finanzierung des Gesundheitswesens durch Landesgesetz im Bundesland Salzburg eingerichtet wurde und die Rechtsnachfolge des bisherigen Salzburger Krankenanstalten-Finanzierungsfonds (SAKRAF) antritt.

Regelungen über die Organisation, die Mitwirkung des Bundes und der gesetzlichen Krankenversicherung in den Organen und Gremien des Landesgesundheitsfonds und seine Aufgaben finden sich in zudem in der Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG Zielsteuerung-Gesundheit, im Bundesgesetz zur partnerschaftlichen Zielsteuerung-Gesundheit und im Salzburger Gesundheitsfondsgesetz.

Mit diesen Bestimmungen verpflichten sich Bund, Land und Sozialversicherungen zu einer partnerschaftlichen Vorgangsweise bei der Umsetzung der Ziele der Gesundheitsreform 2012 und bekennen sich zu einer den zukünftigen Erfordernissen gerecht werdenden Ausrichtung der Gesundheitsversorgung und zur Sicherstellung der langfristigen Finanzierbarkeit. Dies soll insbesondere durch

  • neue Strukturen im Dienste der Patienten,
  • eine neue Finanzierung,
  • Transparenz und bessere Qualität für Patientinnen und Patienten,
  • mehr Prävention und Gesundheitsförderung,
  • umfassendes Monitoring,
  • neue Entscheidungsstrukturen,
  • gemeinsame integrierte Versorgung, Planung und Steuerung,
  • die Erhöhung des Grades der Verbindlichkeit der Gesundheitsplanung und
  • den Aufbau einer sektorenübergreifenden Finanzierung
     
    erreicht werden.

     
    In diesem Prozess kommen dem SAGES ua. folgende Aufgaben zu:
  • die Umsetzung von leistungsorientierten Vergütungssystemen unter Berücksichtigung aller Gesundheitsbereiche auf Basis entsprechender Dokumentationssysteme (Kernbereich) sowie die landesspezifische Ausformung des in Salzburg geltenden leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierungssystems (Steuerungsbereich);
  • die Abgeltung von Betriebsleistungen der Fondskrankenanstalten für Fondspatienten, wobei zwischen stationären Leistungen, ambulanten Leistungen, Nebenkosten, Gewährung von Förderungen für Investitionsvorhaben und Gewährung von Zuschüssen für Projekte, Planungen und krankenhausentlastende Maßnahmen unterschieden wird;
  • die Beratung des Entwurfs des Landes-Zielsteuerungsvertrages und die Empfehlung zu dessen Abschluss;
  • die Koordination, Abstimmung und Festlegung aller aus dem Landes-Zielsteuerungsvertrag einschließlich des Finanzrahmenvertrages resultierenden Aufgaben;
  • die Erstellung von Jahresarbeitsprogrammen;
  • die Mitwirkung am bundesweiten Monitoring;
  • die Angelegenheiten des Gesundheitsförderungsfonds;
  • die Wirtschaftsaufsicht über Fondskrankenanstalten;
  • Anhörungsrecht vor der Erlassung der Verordnung über die Festsetzung der Pflegegebühr bzw. des Eurowertes je LKF-Punkt und der Sondergebühr;
  • medizinische Datenqualitätskontrolle durch Prüfärzte.