Aktuelle Informationen

aus dem Bereich der Kinderbetreuung


  • Förderung von Raumfiltern und CO2-Sensoren

    SARS-CoV-2 stellt die Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen vor unerwartete und gänzlich neue Herausforderungen. Die Übertragung kann sowohl über direkte Tröpfcheninfektion als auch über luftgetragene Partikel erfolgen. Mittlerweile wurde erkannt, dass vor allem in unzureichend belüfteten Innenräumen das Risiko einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 erhöht ist. Neben der Beachtung der Hygieneregeln kann daher das Infektionsrisiko durch konsequente Lüftung deutlich reduziert werden. In der Außenluft werden potenziell virushaltige Partikel in Verbindung mit den fast immer vorhandenen Luftbewegungen rasch verdünnt. Dadurch ist das Risiko einer Übertragung von SARS-CoV-2 durch Aerosole im Außenbereich gering. In Innenräumen entstehen Strömungen durch Luftzufuhr und -verteilung beim Öffnen von Fenstern und Türen („freies" Lüften) und über technische Lüftungseinrichtungen. Eine Belastung der Raumluft mit virenbeladenen Aerosolen lässt sich darüber hinaus durch den Einsatz von geeigneten Luftreinigungsgeräten reduzieren und sind eine Ergänzung für einen prophylaktischen Gesundheitsschutz.

    Detaillierte Informationen zur Lüftung von Gruppenräumen sowie zum Einsatz von Luftreinigern finden Sie in den Positionspapieren des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). 

    Konsumentenbroschüre Raumluftreiniger
    Positionspapier zur Lüftung von Schul- und Unterrichtsräumen
    Positionspapier zu lüftungsunterstützenden Maßnahmen durch Einsatz von Luftreinigern

    Als mobile Luftreiniger im Sinne dieser Förderung werden alle Geräte verstanden, bei denen die Raumluft durch ein im Raum aufgestelltes Reinigungsgerät geleitet wird und die Reinigung der Luft über Filter (Hochleistungs-Schwebstofffilter, HEPA-Filter der Filterklassen H 13 und H 14 oder Hochleistungs-Partikelfilter, EPA-Filter der Filterklassen E 11 und E 12) erfolgt. Eine Herstellerempfehlung wird nicht abgegeben. Diese Filter können mit SARS-CoV-2-Viren beladene Partikel sowie nicht aerosolgebundene Krankheitserreger effektiv herausfiltern.

    Das Land Salzburg übernimmt jetzt 50 Prozent der Anschaffungskosten (bis max. € 1.750,- pro Gerät und Gruppenraum), die restlichen 50 Prozent sind vom Träger, also der Gemeinde oder dem privaten Träger, zu finanzieren.

    Der Einsatz von Luftfiltern ist auch nach Abklingen der Pandemie sinnvoll, da die getroffenen Aussagen sinngemäß auch im Zusammenhang mit der Übertragung anderer Viren in Innenräumen gelten und Luftverunreinigungen wie Partikel (Feinstaub), Bakterien und Pollen reduziert.

    Ebenfalls zu 50 Prozent gefördert werden die in der Anschaffung günstigeren, aber sehr effektiven CO2-Ampeln. Das Gerät blinkt bei schlechter Luft und signalisiert, wenn die Luftqualität wieder in Ordnung ist und unterstützt so die richtige Lüftung der Gruppenräume.

    Die Empfehlung des BMK (Arbeitskreis Innenraumluft) ist die schrittweise Installation von Hybridlüftungsanlagen bei neuen und zu sanierenden Gebäuden bzw. lüftungsunterstützende Maßnahmen bei bestehenden Objekten. Jene Kinderbildungs- und –betreuungseinrichtungen, die im laufenden Kindergartenjahr in solche Maßnahmen investiert haben, werden ebenso mit 50% bis max. € 1.750,- pro Gruppenraum gefördert.

    Die detaillierten Richtlinien zur Anschaffung und Abwicklung der Förderung werden bis Mitte Mai 2021 erstellt und veröffentlicht.

    Stand: 29.04.2021

    Schreiben von Landesrätin Klambauer vom 23.04.2021