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Zauneidechse

Zauneidechse, Bildrechte: www.pixelquelle.de

Zauneidechse: Männchen

Weibchen

Zauneidechsen sind groß und kräftig


Die Zauneidechse ist eine kräftig gebaute, tagaktive Eidechse mit einer Kopf-Schwanz-Länge von 20-27 cm. Ihr Habitus ist gedrungen und kräftig, die Beine kurz. Der relativ große, hohe Kopf endet mit einer kurzen,l stumpfen Schnauzenpartie. Ihr Schwanz ist an derSchwanzwurzel ziemlich dick und verjüngt sich zum Schwanzende hin nur langsam. Auf dem braunen Rücken verlaufen zwischen den beiden Parietalbändern drei weiße teilweise aufgelöste Linienreihen

Zeichnung und Färbung der Zauneidechsen ist überaus vielfältig und kann je nach Unterart und cder geografischen Gruppe (Balkanische G.,  Kaukasische G. ) unterschiedlich sein. daneben gibt es noch Farbvarianten:

  • Rotrückige Tiere,
  • Tiere mit einfärbigem Rücken ohne Zeichnung mit unterschiedlich sein.
  • Männchen und Weibchen besitzen eine eher braune Grundfärbung Sie ernährt sich von Insekten, Spinnen, Tausendfüßern und Asseln.
  • Einfärbig schwarze Tiere

Bei der in Mitteleuropa vorkommenden Nominatform ist das Männchen bräunlich bis grün (Südwestdeutschland) gefärbt. Besonders zur Paarungzeit sind ihre Flanken leuchtend grün (s.u.).auf der Rückennmitte verläuft die weiße Okzipitallinie; beiderseits findetn sich an jeder Körperseite ein weiteres Band (Parietalband)

Diese Reptilienart benötigt zahlreiche Lebensraumstrukturen

Diese Art ist ein typischer Bewohner der Ebenen und meidet die Hochgebirgsregionen. In Salzburg kommt sie vor allem im Flachgau, Tennengau, und im Pinzgau entlang von Salzach und Saalach vor. Aus dem Pongau gibt es wenige Nachweise, aus dem Lungau keine. Lebensraum der Zauneidechse sind Mager-, Halbtrocken-, Trockenrasen und Auwälder; bevorzugte Lebensraumstrukturen sind Waldränder, Lichtungen, Böschungen und Dämme, Feld-,  Wiesen- und Wegraine besonders solche mit Süd- und Südwestlagen. Die Adulttiere decken ihren Wärmebedarf durch Sonnenbäder. Die Vorkommen der Zauneidechse zeichnen sich durch fehlende bis mäßige Strauch- und Baumschicht, jedoch stark entwickelte Krautschicht aus. GOLLMANN & GOLLMANN (2008) berichten über die Beobachtung des Tauchverhaltens der Zauneidechse. Nach ihren Angaben ist ein schnelles Schwimmen nicht ungewöhnlich. Die Autoren beschreiben dieses Tauchverhalten als für die Zauneiechse äußerst ungewöhnlich.

Die Männchen fallen zur Paarungszeit durch ihre grüne Färbung auf

Die Paarung der Tiere kann in der Zeit von Ende April bis Juni erfolgen; in dieser Zeit fallen die Zauneidechsenmännchen durch ihre smaragdgrüne Färbung auf. 4 Wochen später werden bis zu 5 pigmentschalige Eier abgelegt; als Eiablageplätze werden vegetationsfreie Stellen in gut grabbaren Böden an besonnten Plätzen gewählt.Je nach Sonneneinstrahlung schlüpfen die Jungen bis zu 2 Monate später .  Die Eier werden von den Jungen mittels Eizahn aufgebrochen. Sie erreichen nach der 2. Überwinterung die Geschlechtsreife.

Zauneidechsen sind gefährdet

Die Situation des Zauneidechsenbestandes ist nach GOLLMANN (2007) leicht abnehmend, die Habitatverfügbarkeit leicht gefährdet.. die Entwicklung des Habitatbestandes ist rückläufig,. es scheint keine direkte anthropogene Beeinflussung zu geben. Über Zuwanderung von Tieren aus ausländischen Populationen ist nichts bekannt,.

Die Ursachen für die Gefärdung  der Zauneidechse sind vielfältig. Meist handelt es sich um Struktur- und Biotopverluste durch Veränderungen der land- und forstwirtschaftlichen Produktionsweise wie Düngung, Umwandlung von Magerrasen in Intensivgrünland oder Ackerflächen, Aufforstung, Verbuschung oder Sukzession nach Einstellen von extensiver Mahd oder Beweidung und Flurbereinigung, die zum Rückgang des Zauneidechsenbestandes führen.Pflegemaßnahmen für die Zauneidechse sollen ein kleinräumiges Mosaik verschiedenenr Biotoptypenfördern, mit gut besonnten Teilflächen, ausreichender Deckung und Rohbodenstandorten für dieEiablage.
In der Roten Liste ist die Zauneidechse als gefährdet geführt (Tiedemann & Häupl 1994). Im Bundesland Salzburg unterliegt sie als gesetzlich vollkommen geschützte Art.  Auch  EU-weit ist diese Art geschützt.

Google-Bild

Literatur

Weiterführende Links

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Liste

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Berner Konvention

Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung

Reptilienlebensraum Magerwiese

Amphibiensterben und Klimawandel

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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