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Wechselkröte

Wechsekröte sind in Salzburg selten

Wechselkröte (Bufo viridis) Bildquelle: Internet

Wechselkröten fallen durch ihr grünes Fleckenmuster auf

Dieser Froschlurch ist mittelgroß und kommt hauptsächlich von etwa 100 m bis etwa 1100 m Meereshöhe vor. Er hat einen breiten Kopf, waagrecht elliptische Pupillen und besitzt ein grünes Fleckenmuster auf hellem Grund; die Weibchen besitzen eine etwas kontrastreichere Zeichnung und sind etwas größer  als die Männchen, deren Fleckenmuster verwaschen  wirkt.

Die Wechselkröte kommt in Österreich hauptsächlich in Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark vor. In Oberösterreich und Tirol ist sie regional anzutreffen. Beobachtungen in Salzburg stammen vom Hintersee (Gem.Faistenau) aus dem Jahr 1980 und Leogang (1981, 1983 und 2005) aus dem GLT Grießener Moor am Pass Thurn  und der Stadt Salzburg.  

Die Nahrung der Wechselkröte setzt sich aus Ameisen, Rüsselkäfern, Laufkäfern und anderen Insekten, Spinnen, Nacktschnecken und Würmern zusammen. Ihre Feinde sind vor allem Greifvögel; junge Wechselkröten fallen oft Staren, Enten und Hühnern zum Opfer; die Larven werden oft von Libellenlarven gefressen.

Diese Amphibienart besiedelt mangels anderer Lebensräume auch Sekundärstandorte

Die Wechselkröte bevorzugt Ruderalfluren, Grünland, Ackerland sowie anthropogen beeinflusste Standorte der Kulturlandschaft mit Lebensraumstrukturen wie Feld- und Wiesenraine, Feldgehölze, Hecken sowie Lesesteinhaufen. Ursprünglich ein Bewohner von Wildflusslandschaften besiedelt die Wechselkröte – da diese natürlichen Lebensräume weitgehend verschwunden sind – oft auch Sekundärstandorte wie Schotterabbaugebiete und  Steinbrüche. Bei den genutzten Gewässern handelt es sich meist um stehende Permanentgewässer mit Flachufern und Verlandungsbereichen.


Die Paarung der Wechselkröte ist etwa um die Jahresmitte

Die Paarungsrufe der Wechselkröten sind während der Dämmerung und der Nacht zu hören und sind ein melodisches Trillern "ürr...ürr...ürr..", das etwa viermal pro Minute abgegeben wird. Die Fortpflanzungszeit erstreckt sich von Anfang April bis Juni.  Die Tiere setzen die 2-4m langen Laichschnüre am Gewässerboden oder an den Wasserpflanzen ab. Die Eier sind braunschwarz; pro Laichschnur sind etwa 2000 - 15000 Eier enthalten. Die Entwicklungszeit ab Eiablage dauert etwa 3-6 Tage, die gesamte Larvalentwicklung bis zu fertigen Kröte nimmt 3-4 Monate in Anspruch. Nach etwa 3 Jahren erreichen die Tiere die Geschlechtsreife. Die Wechselkröte kann mit der Kreuzkröte bastardieren.

Diese Tierart ist österreichweit stark gefährdet

Wechselkröten sind schwer gefährdet. Es st ein  aktueller Bestand vorhanden, die Entwicklung der Bestandessituation ist jedoch rückläufig. Einerseits besitzt diese Art  eine gleich bleibende Habitatverfügbarkeit, andererseits ist die Habitatentwicklung stark negativ. Direkte anthropogene Beeinflussung ist in nächster Zeit nicht zu erwarten. Über Zuwanderung von Individuen ausländischer Populationen ist nichts bekannt. die Verantwortung Österreichs ist nach GOLLMANN (2007) in den Vorposten in inneralpinen Tallagen begründet.

Biotopzerstörung, Beeinträchtigung der Lebensräume auch die Nahrungstiere und Zerstörung der Laichplätze sind die Hauptursachen für die Gefährdung der Wechselkröte.Als Bewohnerin stark anthropogen bedingter Lebensräume ist sie durch die Intensivierung der wirtschaftlichen Nutzung und landwirtschaftlichen Überprägung besonders bedroht.   Sie ist österreichweit stark gefährdet (Tiedemann & Häupl 1994). Schutzmaßnahmen sind die Optimierung und Erhaltung von Erdaufschlüssen, Trockenrasen und Ödland. Auch das Offenhalten ihrer Lebensräume wirkt sich positiv auf ihr Vorkommen aus.
Wechselkröten sind im Bundesland Salzburg durch die Bestimmungen der  Salzburger Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung und der FFH-Richtlinie der EU vollkommen geschützte Art..

Rufe der Wechselkröte

Literatur




Weiterführende Links

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Liste

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Berner Konvention

Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung

Reptilienlebensraum Magerwiese

Amphibiensterben und Klimawandel

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt


Rückfragen: Mag. Michael Hubka