Waldbaumläufer
Waldbaumläufer sind die Schwesternart des Gartenbaumläufers

Waldbaumläuer Bild: Holger Duty
Waldbaumläufer gehören zur Familie der Baumläufer, sind kleiner als Sperlinge, vom Aussehen ähnlich dem Gartenbaumläufer und manchmal schwer von diesem zu unterscheiden. Sein Bauch ist reinweiß und der Schnabel im Gegensatz zum Gartenbaumläufer kurz und ebenfalls abwärts gebogen. Sein Rücken ist ebenfalls braun mit weißen Streifen und Flecken, der Bürzel rotbraun.
Die im Norden und Osteuropa vorkommende Unterart besitzt einen sauber wirkenden Überaugenstreif, der bei der europäischen Unterart etwas verwaschen wirkt. Geringe Unterschiede zum Gartenbaumläufer zeigt er jedoch auch im Flügelmuster.
Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Westeuropa bis Ostasien
Waldbaumläufer sind viel weiter verbreitet als der Gartenbaumläufer; sie sind Brutvogel in fast ganz Europa mit Ausnahme Spaniens außerhalb der Pyrenäen, Westfrankreichs, manchen Mittelmeerinseln, Südgriechenland und im Norden Skandinaviens. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Waldgürtel Asiens bis nach Ostasien .
Die Vögel kommen vom Tiefland bis an die Waldgrenze vor, sie brüten in Wäldern aller Art, auch reinen Nadelwäldern, gelegentlich Laubwäldern. In manchen Parks und Gärten mit Nadelbaumbestand kommen sie gemeinsam mit dem Gartenbaumläufer vor.
Im Gegensatz zum Gartenbaumläufer sind sie auch in dichteren Beständen zu finden.
Waldbaumläufer sind ungefährdete Brutvögel
Waldbaumläufer sind regelmäßiger Brutvogel in Österreich. Sie legen ähnliche Nester an wie letzterer, ebenfalls in Baum- und Rindenspalten. Sie nehmen aber auch spezielle Nistkästen an. Ihr Legebeginn ist April, sie legen zumeist 5-7 weiße, rötlich-braun gesprenkelte Eier, die das Weibchen etwa 2 Wochen lang bebrütet. Nach dem Schlupf werden die Nestlinge nochmals etwa 2 Wochen von beiden Eltern gefüttert. Die Vögel haben 1-2 Jahresbruten. Außerhalb der Brutzeit streifen sie mit Meisentrupps umher.
Waldbaumläufer ernähren sich von Insekten, deren Larven, Spinnen und pflanzliches Material wie Sämereien und Flechten. Im Winter sind die Vögel auch Besucher an den Futterhäuschen.Der Ruf der Vögel ist ein hohes, vibrierendes, scharfes "srii", das aneinandergereiht sein kann; bei Erregung ruft sie "sri-tsi-tsi"; im Flug hört man ein "tsi-tsi-tsi", der Gesang sind helle Gesangsstrophen, die mit einem Triller enden.
Die Vögel sind an ihre Habitate gut angepasst
Soweit erfasst, sind Waldbaumläufer derzeit in Österreich ungefährdet. Das dürfte auch mit der Toleranz gegenüber Nadelholzbeständen zu erklären sein. Seine Bestandessituation ist nach Angaben von FRÜHAUF (2005 in ZULKA et al (2005) "sehr häufig", während die Bestandesentwicklung abnehmend, die Arealentwicklung stabil und die Habitatverfügbarkeit sehr hoch sind; die Entwicklung der Habitate des genannten Vogels wird als gleich bleibend beschrieben.
Waldbauzmläufer sind in Salzburg weit verbreitet
FRÜHAUF (2005) beschreiBT keine direkte anthropogene Beeinflussung auf den Waldbaumläufer. Zum Schutz dieser Art besteht nach den Angaben der Autoren starke Verantwortlichkeit, da 5-6% des europäischen Bestandes in Österreich brüten. Handlungsbedarf ist hinsichtlich der Erhaltung langer Umtriebszeiten gegeben.
In Salzburg sind viele ältere Meldungen, neuere gibt es aus der Antheringer und Achertinger Au, dem NWR Kesselfall, dem NWR Stoissen, dem Jägersee bei Kleinarl, den Natura 2000 Gebieten Wenger-Moor . Trotz dieser guten Bestandssituation sind Waldbaumläufer im gesamten Bundesland Salzburg durch die Bestimmungen der Tier- und Pflanzenarten-Schutz-VO landesweit geschützt.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere

