Zaunkönig
Diese Vogelart ist landesweit geschützt

Zaunkönig Bildquelle: www.gartenspaziergang.de
Der Zaunkönig ist der kleinste Vogel Europas
Der Zaunkönig gehört zur gleichnamigen Familie „Zaunkönige“, die mit 60 Arten weltweit verbreitet sind. Diese Art kommt von Nordamerika bis über die paläarktische Region des Erdballs vor und zählt zur Ordnung Sperlingsvögeln. Er ist einer der kleinsten Vögel Europas mit einem Gewicht von etwa 10 Gramm. Seine Gestalt ist rundlich; die Vögel sind oberseits braun, Flügel, Schwanz und Flanken sind schwach quergebändert. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt, unterseits etwas heller; das kurze Schwänzchen wird oft hochgestellt. Auffällig ist sein lauter schmetternder Gesang, in den lange Strophen und Triller eingebaut sind. Zaunkönige sind schlechte Flieger, sie besitzen daher nur kurze Flügel.
Der Zaunkönig bevorzugt reich strukturierte Lebensräume
Diese Vogelart benötigen deckungsreichen Flächen mit einer ausgeprägten Strauchschicht und Wurzelanwürfen; Bruchholz oder Asthaufen sind wichtige Lebensraumstrukturen. Er besiedelt strukturreiche Laub- und Laub-Nadel-Mischwälder und meidet einförmige Forste . Er auch bewohnt Gärten und Parks mit verwilderten, deckungsreichen Ecken.
Die Nester sind seitlich offene, dickwandige Kugelnester aus Moos, Ästen, Nadeln und Federn. Diese werden im Dickicht von Wäldern mit zahlreichen Schlupfwinkeln, im Wurzelwerk, Felsnischen und im Uferbereich von Gewässern versteckt. Das Männchen legt in seinem Revier bis zu zehn „Spielnester“ an, eines wird vom Weibchen angenommen.
Zaunkönige besorgen ihr Brutgeschäft früh im Jahr
Die Vögel haben bis zu zwei Jahresbruten. Legebeginn ist April bis Anfang Mai. Der Vogel legt 5-7 kleine, weiße, rötlich bis schwarz gesprenkelte Eier ins Nest; das Weibchen brütet. Nach etwa 14-17 Tagen schlüpfen die Jungen. Die Eltern füttern die Nestlinge noch ca. 15-18 Tage. Danach bleiben die Jungen noch einige Zeit im Familienverband beisammen. Zaunkönige ernähren sich hauptsächlich von Spinnen, Weberknechten, und kleinen Insekten sowie deren Eiern. Ihre Beute suchen sie vor allem in Bodennähe, im Wurzelwerk und im Reisig. Ihr kleiner spitzer Schnabel erlaubt es ihnen, Futter auch in kleinsten Ritzen und Fugen zu suchen.
Zaunkönige sind Teilzieher
Nur ein Teil der Tiere überwintert, der andere Teil zieht bis Nordspanien, Südfrankreich und Norditalien. Die überwinternden Vögel suchen auch während der kalten Jahreszeit Insekten. Bevorzugt halten sie sich dann in Gewässernähe in Tieflagen auf. In strengen Wintern können die Verluste bis zu 80 % betragen.
Diese Vogelart ist erfreulicherweise ungefährdet
Zaunkönige sind eine europaweit häufig vorkommende Vogelart.Sie gelten derzeit als ungefährdet. Ihr Bestand gilt als relativ stabil. Nach FRÜHAUF(2005) in ZULKA; H.P. et al. (2005) ergibt sich folgendes Bild: Die Bestandessituation ist beim Zaunkönig als "häufig", die Bestandes- und Arealentwicklung als "stabil", die Habitatverfügbarkeit als "sehr hoch" und die die Habitatentwicklung als "schwach positiv" beschrieben.Direkte athropogene Beeinflussung ist nicht gegeben. Ungünstig wirken sich übertriebene „Waldhygiene“- Maßnahmen und Uferverbauungen aus, die zu einer Dezimierung der Bestände führen.Trotz dieses erfreulich positivenTrends zählt der Zaunkönig landesrechtlich zu den vollkommen geschützten Tierarten.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere



