Das Salzburger Landesradverkehrsnetz - Planung, Bau, Betrieb
Inhalt:
- 1. Ziel und Stand der Realisierung
- 2. Finanzierung
- 3. Koordination von Planung und Bau
- 4. LAS WEGAS Radverkehrsinformationssystem
- 5. Weitere Grundlagen
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In Salzburg sind mehr als die Hälfte aller Fahrten mit dem PKW kürzer als 5km. Für diese Wege ist das Rad das optimale Verkehrsmittel.
Fußgänger und Radfahrer sind die umweltfreundlichsten, aber auch die schwächsten und am wenigsten geschützeten Verkehrsteilnehmer. Ihre Fortbewegung ist gesund, manchmal auch schneller. Radfahren macht Spaß. Deshalb fahren zunehmend viele Menschen mit dem Fahrrad: Zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen und vor allem in der Freizeit. Der Fahrradtourismus ist mittlerweile zum Fremdenverkehrshit geworden.
Anfang der 90er Jahre wurde das Referat Verkehrsplanung und Öffentlicher Verkehr des Landes Salzburg mit dem landesweiten Radwegebau beauftragt mit dem Ziel der Schaffung einer attraktiven regionalen Infrastruktur für den nicht motorisierten Verkehr. Durch die Trennung des Radverkehrs vom Autoverkehr sollte eine Mobilität mit Qualität und ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geleistet werden.
Über den Erfolg nach 20 Jahren wird hier berichtet. DIe Finanzierung. die Koorinierungstätigkeit, das Informationnystem und das Radwege- Bauprogramm 2012 sind im Folgenden kurz beschrieben.
Weiters wurde beim Lebensministerium das Radwegebauprogramm 2008- 2012 für das "Klima aktiv mobil" Förderprogramm eingereicht. Nachdem diese Investitionen durch die Verlagerung des Autoverkehrs auf den Radverkehr eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bewirken, wurde eine Förderung aus dem Klima- Energie- Fonds genehmigt.
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1. Ziel und Stand der Realisierung
An stark belasteten und schnell befahrenen Bundes- und Landesstraßen im Land Salzburg ist generell die Führung des Radverkehrs auf eigenen Verkehrsanlagen vorgesehen.
1991 wurde das Projekt "regionales Landesradverkehrsnetz" gestartet. Die Gemeinden des Flachgaus, Tennengaus, Pongaus und des Pinzgaus sollten durchgehend mit dem Rad befahrbar sein. Anschlüsse sind nicht nur nach Tirol sondern auch nach Bayern vorgesehen bzw. mittlerweile schon realisiert. Auch im Lungau wurde ein durchgehendes Radwegenetz geschaffen, welches durch den Murradweg mit der Steiermark verbunden ist (siehe Abbildung 1).

Abb. 1: Regionale Radverkehrsverbindungen in Salzburg
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Der Ausbau des regionalen Radverkehrsnetzes ist ein wichtiger Bestandteil der Landesverkehrspolitik. Ziel ist es, bis zum Jahr 2015 ein flächendeckendes,etwa 760 km langes Netz zu verwirklichen. Die bezirksweise Verteilung ist der Abbildung 2 zu entnehmen. Derzeit stehen bereits ca. 685 km unter Verkehr. Rd. 360 km wurden als geförderte Radwege errichtet, rd. 300 km bestehende Güterwege, Privatstraßen und wenig befahrene sonstige Straßenabschnitte sind in diesem Netz enthalten.

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Abb.3: Vergleich der Netzlängen
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Abb.4: Jährliche Ausgaben für das Landesradverkehrsnetz
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Im Rahmen des Projektes wurden zwischen 1991 und 2011 rd. 360 km Radwege mit einen Kostenaufwand von ca. 72 Mio € errichtet. Die jährlichen Investitionen sind in Abbildung 4 dargestellt. Vor Beginn des Projektes bis Ende 1990 wurden 27 km Landesradwege mit Kosten von ca. 2,6 Mio € gebaut.
Für die zeitgereichte Fertigstellung des Gesamtnetzes 2015 hat die Salzburger Landesregierung 2006 ein mehrjähriges Investitionsprogramm ( Abb. 5) beschlossen. Diesere weitere Ausbau des Landesradverkehrsnetzes ist ein wichtiger Teil des Maßnahmenprogrammes des Salzburger Landes Mobilitätskonzept 2006- 2015 (S-LMK).

Abb.5: Salzburger Landes- Radverkehrs Investitionsprogramm 2006.bis 2015
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2. Finanzierung
Die Finanzierung des Radverkehrsnetzes stellt eine freiwillige Leistung der Gebietskörperschaften dar. Gesetzliche Anknüpfungspunkte sind das Bundesstraßengesetz, das Salzburger Landesstraßengesetz und die Straßenverkehrsordnung.
Am 14.12.1994 wurden erstmals die "Sonderrichtlinien für das Salzburger Landesradverkehrsnetz" in Kraft gesetzt. Die Förderregelung stieß insbesondere wegen der Limitierung des Bundes auf 1,5 Mio. S je km bei den Gemeinden auf Probleme. Daher entschloss sich die Salzburger Landesregierung im Jahr 2004 die Limitierungen aufzuheben, somit gilt nun das in Abbildung 6 dargestellte Finanzierungsmodell.

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3. Koordination von Planung und Bau
Dem Referat 6/23, Verkehrsplanung und Öffentlicher Verkehr obliegt die Verantwortung für die Realisierung des Salzburger Landesverkehrsnetzes. Hierzu zählt u.a. die Festlegung der Routen und die Prioritätenreihung der Bauvorhaben sowie die Vorlage der jährlichen Bauprogramme.
Für Planung und Koordination der jährlichen Radwegebauprogramme bilden Termine und das Landesbudget den entscheidenden Rahmen. Auch die Gemeinden haben budgetäre Vorsorge und zu rechtzeitigen Verhandlungen mit den Grundeigentümern aufgefordert werden. Gebaut kann nämlich erst werden, wenn die Grundbesitzer zustimmen und alle Förderungen gesichert sind. Diese Aufgaben werden in enger Zusammenarbeit mit der Fachabteilung Verkehrsinfrastruktur und dem Referat Ländliche Verkehrsinfrastruktur der Abteilung 4 des Amtes des Salzburger Landesregierung durchgeführt.
Die Detailplanung und der Bau von unmittelbar an Landesstraßen L u. B liegenden Radwegen wird von der Fachabteilung Verkehrsinfrastruktur wahrgenommen bzw. überwacht. Radwege abseits der Straße (Parallelwege) errichten im allgemeinen das Referat Ländliche Verkehrsinfrastruktur des Amtes des Salzburger Landesregierung, manchmal auch die Gemeinden selbst.
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Abbildung: Bauarbeiten Geh- und Radweg Kraiwiesen Thalgauer Landesstraße
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4. Radverkehrsinformationssystem
Für den Aufbau, den Betrieb und die Erhaltung des Landesradverkehrsnetzes nach heutigen Maßstäben der Wirtschaftlichkeit ist die Zuhilfenahme eines modernen, EDV- gestützten Landesverkehrsinformationssystems unerlässlich. Mit LAS WEGAS, dem Informationssytem für ländliche Straßen, Wege und Brücken verfügt das Land Salzburg über ein ausgezeichnetes Hilfsmittel, welches die rasche und problemlose Erstellung der jährlichen Bauprogramme, die Beurteilung von Förderansuchen sowie die digitale Netzdarstellung unterstützt. Damit können die Entscheidungsträger, die Bürger und die Medien jederzeit detalliert zum Landesradverkehrsnetz informiert werden. Darüber hinaus stellt das Referat Verkehrsplanung und Öffentlicher Verkehr auf den Internet- Seiten des Landes umfassende Informationen zum Landesradverkehrsnetz zur Verfügung (www. salzburg.gv.at/rad.htm).

Abb.: 7 Las Wegas "Datenbank"
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Abb.: 8 Las Wegas "GIS Arbeitsoberfläche"
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5. Weitere Grundlagen
Radwege- Ausbauprogramme: Übersicht zu den jährlichen Investitionen
Klima-Energie und klima aktiv mobil - Förderprogramem des Lebensministeriums
Sicherheitsaudit für Landesrsdverkehrsnetz

