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Interreg IV B – Projekt
Transalpine Transport Architects

Seit 2010 ist das Land Salzburg Partner im Projekt TRANSITECTS. Es wird von der Europäischen Union über das Programm zur territorialen Zusammenarbeit „Interreg IV B“ kofinanziert.

    Offizielles Logo des EU-Güterverkehrsprojektes TRANSITECTS - in kleiner Auflösung
Ziel von TRANSITECTS ist die Entwicklung attraktiver Verkehrs- und Logistiksysteme und deren Umsetzung durch Markteinführung. Im Brennpunkt steht die Eisenbahn als Rückgrat einer umweltschonenden und nachhaltigen Transportkette. Durch innovative intermodale Lösungen sollen Engpässe auf alpenquerenden Verkehrskorridoren und unerwünschte Effekte hoher Verkehrsbelastung entschärft werden. Offizielles Logo des EU-Programmes Alpine Space bzw. Alpenraumprogramm

Projektdauer    Juli 2009 bis Juni 2012
Projektleitung Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung - DV
Projektkoordination Logistik Kompetenz Zentrum Prien
Projektpartner Österreich: Verkehrsministerium -BMVIT, Land Kärnten, Land Salzburg, Land Tirol,
Italien: Ministerium für Umwelt, Meer und Landschaftsschutz, Europäische Akademie Bozen, Agentur für Transport und Logistik Region Ostlombardei, Region Friaul – Julisch Venetien, Handelskammern Veneto, Region Venetien, Region Lombardei,
Deutschland: Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung, Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin und Brandenburg, Regionalverband Donau-Iller, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
Slowenien: Ministerium für Verkehr.
Website www.transitects.org
Alpenraumprogramm www.alpine-space.eu


Teilvorhaben Salzburg: Einzelwagenbedienkonzept  Feierlicher Start der Kooperation Rail Cargo Austria AG mit der Salzburger Lokalbahn für Einzelwagenverkehre in der Region am 11.10.2011 - kleines Bild. Weitere Bilder in der Presseinformation des Landes - siehe Link auf Pressmeldung vom 11.10.2

Künftig sollen neue Wege der Zusammenarbeit von öffentlichen und privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen - EVU zur Sicherung der "letzten Meile" (Bahnanschlüsse bei Betrieben und öffentliche Ladestellen) im regionalen Einzelwagengüterverkehr beschritten werden. Die Salzburger Kooperation von EVU soll ein "good-practise – Beispiel" von europäischem Interesse werden, insbesondere für den verkehrssensiblen Alpenraum.

Hauptaktivität von Salzburg in TRANSITECTS ist, eine ganzheitliche Analyse der eisenbahnbetrieblichen Bedingungen für Anschlussbahnen und öffentliche Ladestellen im Alpenraum durchzuführen. Aufbauend darauf soll in Salzburg ein Konzept für EVU erarbeitet werden, um die Bedienung der Anschlussbahnen und Ladestellen durch EVU zu sichern. Das Konzept wird unter Federführung des Landes Salzburg gemeinsam mit dem staatlichen Güter-EVU Rail Cargo Austria - RCA und privaten EVU - z.B. Salzburger Lokalbahn – SLB ausgearbeitet. Die praktische Umsetzung erfolgt schrittweise zur Sicherung der letzen Meile im gesamten Land Salzburg, durch entsprechende Verträge zwischen den EVU.

Kooperation von Eisenbahnverkehrsunternehmen sichert letzte Meile - Presseinformation vom 11.10.2011   pdf 1MB


Warum ist die "letzte Meile" so entscheidend?

Nach wie vor haben in Österreich drei Viertel aller Bahngütertransporte ihren Ausgangs- oder Zielpunkt bei Anschlussbahnen von Gewerbe und Industrie. So ist unsere Bahnlandschaft für den Gütertransport im europäischen Vergleich als eine der am besten regional verankerte anzusehen.

Letzte Meile: Ab-Werk-Abholung per Güterzug

Bei der letzten Meile handelt es sich um das Holen und Bringen einzelner Waggons oder Wagengruppen zu den Gleisanschlüssen der Betriebe und zu öffentlichen Ladestellen in der Region. Sie beginnt ab dem sogenannten Bedienknoten, wo die kompletten Züge für größere Distanzen (Ganzzüge) in einzelne Wagenlieferungen für die Region aufgeteilt bzw. umgekehrt - zusammengestellt werden. Die letzte Meile ist kostenintensiv, schließlich benötigt man dafür mindestens eine Lokomotive samt Personal für die Bedienung und den Wagenservice. Der ganze Vorgang muss zudem in die Werkslogistik integriert werden.

Eisenbahnunternehmen verlieren Interesse an der letzten Meile

In vielen europäischen Staaten haben sich die EVU nahezu komplett aus der Bedienung von Anschlussbahnen und Ladestellen mit kleineren und mittleren Frachtmengen zurückgezogen. Die Gefahr dafür besteht auch in Österreich: Die staatliche Rail Cargo Austria hat 2010 angekündigt, die Bedienung zahlreicher regionaler Güter-Bahnanschlüsse zu reduzieren oder gar einzustellen . Mittelfristig würden damit viele Anschlussbahnen der Stilllegung ausgeliefert.

Erosion der Anschlussbahnen und öffentlichen Ladestellen verhindern

Es besteht Potential, die Kosten für die letzte Meile entscheidend zu verringern - zum Beispiel beim Personaleinsatz und bei den Abläufen wie Rangieren und Wagenübernahme. TRANSITECTS möchte die Stärken großer EVU (z.B. RCA) und die Stärken regional aktiver, teils privater EVU (z.B. SLB) bündeln - durch Zusammenarbeit der EVU. Die Stärke von RCA ist ihr "Netz", das heißt, der Betrieb in allen österreichischen Bedienknoten ist durch entsprechende Lokomotiven und Personal gesichert und jederzeit durchführbar. Die Stärke der regionalen EVU ist der vergleichsweise flexible Zugang zum Kunden an der Anschlussbahn oder der Ladestelle – mitunter aufgrund der Bereithaltung von Lokomotiven in unmittelbarer Nähe der Kunden.