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Das Salzburger Landesradverkehrsnetz - Planung, Bau, Betrieb

Inhalt:

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In Salzburg sind mehr als die Hälfte aller Fahrten mit dem PKW kürzer als 5 Kilometer. Fast jeder zweite Salzburger arbeitet auch an seinem Wohnort. Für diese Wege ist das Rad das optimale Verkehrsmittel.


Fußgänger und Radfahrer sind die umweltfreundlichsten, aber auch die am wenigsten geschützten Verkehrsteilnehmer. Ihre Fortbewegung ist gesund, manchmal auch schneller. Radfahren macht Spaß. Deshalb fahren zunehmend mehr Menschen mit dem Fahrrad: Zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen und in der Freizeit. Der Fahrradtourismus ist zum Fremdenverkehrshit geworden.

Anfang der 90er Jahre wurde das Referat Verkehrsplanung und Öffentlicher Verkehr des Landes Salzburg mit dem landesweiten Radwegebau beauftragt: Ziel ist die Schaffung einer attraktiven regionalen Infrastruktur für den nicht motorisierten Verkehr. Durch die Trennung des Radverkehrs vom Autoverkehr soll Mobilität mit Qualität erreicht und ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geleistet werden.

Über den Erfolg der letzten 20 Jahren wird hier berichtet: Finanzierung, Koordinierung, Informationssystem und das Radwege- Bauprogramm 2012 sind im Folgenden kurz beschrieben.

Beim Lebensministerium wurde das Radwegebauprogramm 2008 - 2012 für das "klima:aktiv mobil" Förderprogramm eingereicht. Nachdem diese Investitionen durch die Verlagerung des Autoverkehrs auf den Radverkehr eine Reduktion der Treibhausgasemissionen bewirken, wurde eine Förderung aus dem Klima-Energie-Fonds genehmigt. Auch für die kommenden Jahre wird eine "klima:aktiv"-Förderung angestrebt.

1. Ziel und Stand der Realisierung

An stark belasteten und schnell befahrenen Bundes- und Landesstraßen im Land Salzburg ist generell die Führung des Radverkehrs auf eigenen Verkehrsanlagen vorgesehen.

1991 wurde das Projekt "regionales Landesradverkehrsnetz" gestartet. Die Gemeinden des Flachgaus, Tennengaus, Pongaus und des Pinzgaus sollten durchgehend mit dem Rad befahrbar sein. Anschlüsse sind nicht nur nach Tirol sondern auch nach Bayern vorgesehen bzw. mittlerweile schon realisiert. Auch im Lungau wurde ein durchgehendes Radwegenetz geschaffen, welches durch den Murradweg mit der Steiermark verbunden ist (siehe Abbildung 1).

Radwege Bauprogramm 2013

Abb. 1: Regionale Radverkehrsverbindungen in Salzburg

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Der Ausbau des regionalen Radverkehrsnetzes ist ein wichtiger Bestandteil der Landesverkehrspolitik. Ziel ist es, bis zum Jahr 2015 ein flächendeckendes, etwa 760 km langes Netz zu verwirklichen. Die bezirksweise Verteilung ist der Abbildung 2 zu entnehmen. Derzeit stehen bereits ca. 685 km unter Verkehr. Rd. 360 km wurden als geförderte Radwege errichtet, rd. 300 km bestehende Güterwege, Privatstraßen und wenig befahrene sonstige Straßenabschnitte sind in diesem Netz enthalten.

Abb.3: Vergleich der Netzlängen

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Abb.4: Jährliche Ausgaben für das Landesradverkehrsnetz

Im Rahmen des Projektes wurden zwischen 1991 und 2011 rd. 360 km Radwege mit einen Kostenaufwand von ca. 72 Mio € errichtet. Die jährlichen Investitionen sind in Abbildung 4 dargestellt. Vor Beginn des Projektes bis Ende 1990 wurden 27 km Landesradwege mit Kosten von ca. 2,6 Mio € gebaut.

Für die zeitgerechte Fertigstellung des Gesamtnetzes 2015 hat die Salzburger Landesregierung 2006 ein mehrjähriges Investitionsprogramm (Abb. 5) beschlossen. Dieser weitere Ausbau des Landesradverkehrsnetzes ist ein wichtiger Teil des Maßnahmenprogrammes des Salzburger LandesMobilitätskonzept 2006-2015 (S-LMK)



              Investitionsprogramm 2006 - 2015

Abb.5: Salzburger Landes-Radverkehrs Investitionsprogramm 2006 bis 2015

2. Finanzierung

Die Finanzierung des Radverkehrsnetzes stellt eine freiwillige Leistung der Gebietskörperschaften dar. Gesetzliche Anknüpfungspunkte sind das Bundesstraßengesetz, das Salzburger Landesstraßengesetz und die Straßenverkehrsordnung.

Am 14.12.1994 wurden erstmals die "Sonderrichtlinien für das Salzburger Landesradverkehrsnetz" in Kraft gesetzt. Die Förderregelung stieß insbesondere wegen der Limitierung des Bundes auf 1,5 Mio. S je km bei den Gemeinden auf Probleme. Daher entschloss sich die Salzburger Landesregierung im Jahr 2004 die Limitierungen aufzuheben, somit gilt nun das in Abbildung 6 dargestellte Finanzierungsmodell

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3. Koordination von Planung und Bau

Dem Referat 6/21, Straßenbau und Verkehrsplanung obliegt die Verantwortung für die Realisierung des Salzburger Landesverkehrsnetzes. Hierzu zählen u.a. die Festlegung der Routen und die Prioritätenreihung der Bauvorhaben sowie die Vorlage der jährlichen Bauprogramme.

Für Planung und Koordination der jährlichen Radwegebauprogramme bilden Termine und das Landesbudget den entscheidenden Rahmen. Auch die Gemeinden haben budgetäre Vorsorge zu tragen und sind zu rechtzeitigen Verhandlungen mit den Grundeigentümern aufgefordert. Gebaut kann nämlich erst werden, wenn die Grundbesitzer zustimmen und alle Förderungen gesichert sind. Diese Aufgaben werden in enger Zusammenarbeit mit der Fachabteilung Verkehrsinfrastruktur und dem Referat Ländliche Verkehrsinfrastruktur der Abteilung 4 des Amtes des Salzburger Landesregierung durchgeführt.

Die Detailplanung und der Bau von unmittelbar an Landesstraßen L u. B liegenden Radwegen wird von der Fachabteilung Verkehrsinfrastruktur wahrgenommen bzw. überwacht. Radwege abseits der Straße (Parallelwege) errichten im allgemeinen das Referat Ländliche Verkehrsinfrastruktur des Amtes des Salzburger Landesregierung, manchmal auch die Gemeinden selbst.

lis

Abbildung: Bauarbeiten Geh- und Radweg Kraiwiesen, Thalgauer Landesstraße

4. Weitere Grundlagen

Radwege- Ausbauprogramme: Übersicht zu den jährlichen Investitionen

Klima-Energie und klima:aktiv mobil - Förderprogramem des Lebensministeriums

Sicherheitsaudit für Landesradverkehrsnetz