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ALTENER
EU-Programm für Salzburger Gemeinden
Inhalt:
- Das Programm
Projektpartner - Ziele - Meilensteine - Die Projekte aus Salzburg
Teilnehmer - Vorteile - Schlüsselprojekte - Erfahrungsaustauschtreffen
Projekt-Kurzinformation
Projektpartner:
In diesem ALTENER-Programm arbeiten Devon County Council, die Universität Exeter und das Salzburger Institut für Raumordnung und Wohnen (SIR) im Themenbereich Erneuerbare Energien zusammen.
Charakteristika des Programms:
Altener ist ein Politikprogramm und nicht als Förderprogramm im eigentlichen Sinn konzipiert (keine Investitionsförderung im engen Sinn). Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Beseitigung rechtlicher und verwaltungstechnischer Hemmnisse und Informationsdefizite bei den relevanten Zielgruppen.
Ziel des "Solar Devon und Salzburg" Programms ist es,
in 14 ausgewählten Gemeinden in Devon und Salzburg
- Barrieren für den Einsatz erneuerbarer Energien abzubauen- erfolgreiche, innovative Beispiele aus der Praxis zu verbreiten
- Erfahrungen mit Kommunen in beiden Regionen auszutauschen und zu koordinieren
- förderbare Folgeprojekte für Co-Finanzierung zu identifizieren und vorzubereiten (z.B.: EU-Programmen wie Ziel 2)
Meilensteine des Programms:
- Unterstützung von Vorzeigeprojekte im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien
- Erfahrungsaustausch in Devon und Salzburg
- Beseitigung von Informationsdefiziten durch den Aufbau einer Projektdatenbank und Internet Homepage. zur Verbreitung erfolgreicher, innovativer Projekten
- Folgeprojekte identifizieren und vorbereiten zur Gewähr eines fortlaufenden Prozesses in Anschluß an dieses Altener Programm.
Salzburg ist durch die 10, im Landesprogramm für energiebewusste Gemeinden, aktiven Modellgemeinden
- Elixhausen
- Grödig
- Neumarkt a.W.
- Mariapfarr
- Saalbach-Hinterglemm
- St.Johann i.P.
- St. Koloman
- Straßwalchen
- Wals-Siezenheim und
- Weißbach b. L.
in diesem ALTENER Programm vertreten.
Vorteile für die Salzburger Gemeinden:
Die Gemeinden erhalten die Chance sich und ihre vorbildlichen Projekte international darzustellen und ihre Leistungen zu präsentieren. (EU-Tagungen, Internet, Broschüren,...)
- Profilierung im Tourismus
- Imagegewinn nach innen und außen
- wirtschaftliche Impulse für örtliche Betriebe
- Förderbare Folgeprojekte (z.B.:Ziel 2)
Salzburgs Schlüsselprojekte
Chance für Mariapfarr
Das Energiefest zum "Tag der Sonne"
am Sa. 17. Juni 2000 war der erste Schritt
um die Solarenergie stärker zu thematisieren.
"Solar Devon und Salzburg" beinhaltet die Unterstützung von zwei bauliche Schlüsselprojekte im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien.
Jenes für Salzburg wird in das Gesamtkonzept für den "energiebewußten Kurort" Mariapfarr integriert. So soll z.B.: ein solaroptimierter Kurpavillion entstehen.
Die günstigen Rahmenbedingungen als sonnenreichster Ort Österreichs und der Auftakt zum Heilklimatischen Kurort bieten die ideale Voraussetzung.
Der Herausforderung als zukünftigen "EU-Solar-Modellgemeinde" begegnet Mariapfarr mit viel Engagement und Tatendrang und strebt nach einer Verknüpfung von Einzelinitiativen. Anfang April 2000 fanden unter dem Motto "Zukunft Mariapfarr" eine Ideen- und Projektwerkstatt sowie ein Bürgerinformationsabend statt.
Die Zusammenarbeit verschiedener Akteure (wie Gemeinde, Planer, Gewerbe, Landwirtschaft, Tourismus, Bildungseinrichtungen und weitere Schlüsselpersonen) bei der Vorbereitung von Projekten spielt in diesem Prozeß eine große Rolle.
Lernen am konkreten Modell anhand des Vorzeigeprojekt:
Biomasse Nahwärmeversorgung
Alpendorf St. Johann i. P.
Verlegung des Leitungsnetzes im Alpendorf
In der energiebewußten Klimabündnisgemeinde St. Johann im Pongau wurde ein weiteres Vorzeigeprojekt auf dem Sektor Energie aus Biomasse verwirklicht.
In der Zusammenarbeit mit Landesregierung Salzburg, Abt. 4 Bioenergie, der SEEGEN- Sbg. Erneuerbare Energie Genossenschaft und der Holzwärme Alpendorf GmbH entstand eine gemeinsame und umweltfreundliche Hackschnitzelheizung für 10 Hotelbetriebe.
Damit leistet das Alpendorf bzw. die Gemeinde ST. Johann i. P. einen herausragenden Beitrag zum Umweltschutz und zur Erreichung des Energieleitbilde des Landes. Insgesamt werden rund 400.000 Liter importiertes Heizöl durch den heimischen Brennstoff Holz ersetzt.
Ergebnis: Verbesserte Luftqualität und aktiver Klimaschutz.
Erfahrungsaustauschtreffen
Natur, Umwelt, Raum bilden die einmaligen Lebensgrundlagen für uns Menschen. Wie wir mit ihnen umgehen, prägt unsere Lebensqualität und die unserer Nachkommen.
Im Rahmen der EU-Erfahrungsaustauschtreffen im Programm "Solar Devon & Salzburg" wurde versucht die Betrachtung von Projekten im Hinblick auf energetische Zielsetzungen und ökologische Auswirkungen in den Vordergrund zu stellen. Der Bogen spannt sich von der wärmetechnischen Qualität von Gebäuden über Energiebereitstellung mittels Solarkraft, Waldhackgut und Biogas bis zu Gesamtkonzepten zur Umsetzung energiepolitischer Ziele und Verbreitungsstrategien.
Die Auseinandersetzung mit der Thematik hat das Problembewusstsein in den Gemeinde nachhaltig verbessert.
Im Dialog soll es auch zum grenzüberschreitenden Erfahrungsaustausch und zum Transfer erfolgreicher Strategien und Vorgehensweisen kommen.

