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Bildung

  

Seit dem Berichtsjahr 2004/05, d.h. innerhalb von fünf Jahren, wurde das Angebot an Kinderbetreuungs- einrichtungen um 19,3 % oder 73 Einrichtungen auf einen Stand von 452 im Kindergartenjahr 2009/10 erweitert. Dabei ist es vor allem bei den alterserweiterten Einrichtungen (+ 71,1 % bzw. 54 Einrichtungen) und den Krabbelstuben (+ 38,5 % bzw. 20 Einrichtungen) zu einer Ausweitung des Angebots gekommen.

  Bücherrücken

Dementsprechend wurden in diesen beiden Einrichtungsarten im Berichtsjahr 2009/10 auch deutlich mehr Kinder betreut als noch 2004/05, und zwar in den alterserweiterten Einrichtungen um 62,2 % und in den Krabbelstuben um 41,4 % mehr. Insgesamt erhöhte sich die Zahl der betreuten Kinder von 2004/05 auf 2009/10 um 7,5 % auf 18.219 Kinder. Dabei stellt der Kindergarten trotz eines leichten Rückgangs um 1,3 % auf 13.039 betreute Kinder weiterhin die weitaus wichtigste Betreuungsform für Kinder im Vorschulalter dar.

Die Zahl der SchülerInnen ist in Salzburg ausgehend von 85.366 im Schuljahr 2004/05 auf 82.629 im Schuljahr 2009/10 kontinuierlich gesunken, was einem Rückgang von über 3 % entspricht. Vom Rückgang besonders betroffen waren mit einem Minus von 10,6 % die allgemeinbildenden Pflichtschulen, was in den sinkenden Geburtenzahlen und im Trend zu einer qualifiziert(er)en Ausbildung begründet ist. Regen Zuspruch erhielten in den betrachteten fünf Jahren die berufsbildenden Pflichtschulen (Lehrausbildung) und die berufsbildenden höheren Schulen; in diesen beiden Schulformen ist die Zahl der SchülerInnen von 2004/05 auf 2009/10 um jeweils rund 10 % auf jeweils über 10.800 SchülerInnen angestiegen.

Im Wintersemester 2009/10 waren 14.608 Studierende an der Paris Lodron Universität Salzburg inskribiert. Die Zahl der Studierenden hat damit im 5-Jahresvergleich um 40,5 % zugenommen, wobei ein Teil dieser starken Zunahme auf den Wegfall der Studiengebühren (im Regelfall) zurückzuführen ist.
Auch die privaten Universitäten florieren: Die Paracelsus Medizinische Universität startete den Studienbetrieb im Herbst 2003 und hat mittlerweile (Wintersemester 2009/10) 335 Studierende. Die Universität Schloss Seeburg nahm die Lehrtätigkeit im Wintersemester 2008/09 mit 54 Studierenden auf, im zweiten Jahr sind es bereits 107.

Zuwächse verzeichneten auch die anderen Bereiche des tertiären Bildungssektors: An den Fachhochschulen wurden im Wintersemester 2009/10 insgesamt 2.267 Personen unterrichtet, das entspricht (ohne die früher als berufsbildende Akademien geführten Studiengänge im Gesundheitswesen) einem Plus von 26,5 %. An der Universität Mozarteum Salzburg waren im Wintersemester 2009/10 in Summe 1.419 und damit um 5,7 % mehr HörerInnen inskribiert als fünf Jahre zuvor, und die Zahl der Lehramtsstudierenden an der Pädagogischen Hochschule stieg im genannten Zeitraum um 5,9 % auf 613 Personen.

Über ein kräftiges Wachstum konnten sich auch die Einrichtungen der Erwachsenenbildung freuen. Konkret war im Studienjahr 2009/10 die Zahl der KursbesucherInnen an der Salzburger Volkshochschule (mit Zweigstellen in vielen Salzburger Landgemeinden) mit 21.380 um 12,2 %, am Wirtschaftsförderungsinstitut mit 16.386 um 32,8 % und am Berufsförderungsinstitut mit 5.333 um 28,8 % höher als vor fünf Jahren. Die starken Wachstumsraten beim Wirtschaftsförderungs- und Berufsförderungsinstitut sind vor allem auf die deutliche Zunahme der Teilnehmerzahlen im Berichtsjahr 2009/10 zurückzuführen. Dies dürfte auch darin begründet sein, dass im Krisenjahr 2009 ArbeitnehmerInnen vermehrt an Fort- und Weiterbildungskursen teilgenommen haben.

 

Bildung (Berichtsjahr bzw.       Veränderung
Wintersemester 2009/10 zu 2004/05) 2009 gegenüber
2004 in %

Kinderbetreuungseinrichtungen insgesamt 452 19,3
    davon Krabbelstuben 72 38,5
                Kindergärten 228 - 0,4
                Horte 22 0,0
                alterserweiterte Einrichtungen 130 71,1
Zahl der Kinder in diesen Einrichtungen 18.219 7,5
    davon in Krabbelstuben 1.089 41,4
                    Kindergärten 13.039 - 1,3
                    Horten 1.157 0,8
                    alterserweiterten Einrichtungen 2.934 62,2
Schulen insgesamt(1) 436 1,2 (2)
    darunter
        Allgemeinbildende Pflichtschulen 301 0,3
        Allgemeinbildende höhere Schulen 26 4,0
        Berufsbildende Pflichtschulen 13 - 7,1
        Berufsbildende mittlere Schulen 58 0,0
        Berufsbildende höhere Schulen 30 0,0
SchülerInnen insgesamt 82.629 - 2,9 (2)
    darunter in
        Allgemeinbildenden Pflichtschulen 41.357 - 10,6
        Allgemeinbildenden höheren Schulen 13.367 3,7
        Berufsbildenden Pflichtschulen 10.875 9,6
        Berufsbildenden mittleren Schulen 5.658 - 3,0
        Berufsbildenden höheren Schulen 10.849 10,1
Ordentliche HörerInnen
    an der Universität Salzburg 14.608 40,5 (3)
    an der Universität Mozarteum Salzburg 1.419 5,7
Studierende an Privatuniversitäten
    Paracelsus Medizinische Privatuniversität 335 285,1 (4)
    Privatuniversität Schloss Seeburg 107 . (4)
Studierende an der Pädagogischen
    Hochschule(5), RegelstudentInnen 613 5,9
        darunter Frauen 533 9,4
Fachhochschulen
    Studierende 2.267 26,5 (6)
    Studienabschlüsse (2008/09 zu 2003/04) 605 161,9 (7)
Erwachsenenbildung-KursbesucherInnen
    Volkshochschulen 21.380 12,2
    WIFI 16.386 32,8
    BFI 5.333 28,8
Musikum Salzburg
    SchülerInnen 9.442 0,3
    LehrerInnen 359 - 2,7
Öffentliche Büchereien
    Bibliotheken und Zweigstellen 123 7,0
    Medien(8) 706.349 16,9
    Entlehnungen 1.859.030 21,8

  

(1) Schulen, die mehrere Schultypen umfassen, sind mehrfach gezählt.
(2) Vergleich ohne die inzwischen als FH-Studiengänge geführten berufsbildenden Akademien im Gesundheitswesen und ohne Sozialakademie (2001/02 als FH-Studiengang gestartet)
(3) Der starke Zuwachs wird vor allem durch den Wegfall der Studiengebühren für einen großen Teil der Studierenden ab dem Sommersemester 2008 verursacht.
(4) Der Studienbetrieb der Medizinischen Privatuniversität wurde 2003/04 mit dem ersten Semester begonnen; Studierende an der Privatuniversität Schloss Seeburg gibt es erst ab 2008/09.
(5) bis 2006/07 als Akademie der Lehrer- und Erzieherbildung geführt
(6) Vergleich ohne die früher als berufsbildende Akademien geführten Studiengänge im Gesundheitswesen
(7) Vergleich ohne die früher als berufsbildende Akademien geführten Studiengänge im Gesundheitswesen und ohne Studiengang Soziale Arbeit (Abschlüsse erst nach 2003/04)
(8) Druckwerke, audio-visuelle Medien und Spiele

  

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Rückfragen: Dr. Gernot FILIPP