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Erfahrungen aus Nordrhein-Westfalen Den Höhepunkt des Abends wird ein Vortrag von Armin Laschet, dem für Integration zuständigen Minister von Nordrhein-Westfalen, darstellen. Laschet gilt als einer, der nicht schön redet, nicht die Augen verschließt und Integration als „Fördern und fordern“ begreift. Er wird die Erfahrungen und Strategien der Integrationspolitik von Nordrhein-Westfalen referieren und dabei auch sein soeben erschienenes Buch „Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance“ (Kiepenheuer & Witsch, 2009) vorstellen. Das „Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration“ (MFGGI) in Nordrhein-Westfalen – in der Verbindung dieser Politikfelder einzigartig in Deutschland – bündelt „die wichtigsten Zukunftsfelder unter einem Dach“. „Unser Ziel“, so „Hausherr“ Armin Laschet, ist eine neue Kultur des Füreinander und Miteinander. Die Bevölkerungsstruktur unserer Gesellschaft verändert sich, unser Land wird älter. Wir brauchen deshalb neue Ideen für das Zusammenleben der Generationen.“ Ein über die Grenzen von NRW hinaus wirkendes Signal, das diese Haltung überzeugend und nachhaltig dokumentiert, ist die die vom MGFFI getragene Vergabe des „Robert-Jungk-Zukunftspreises NRW“, der u. a. in Zusammenarbeit mit dem „Städtenetzwerk NRW“ und der „Robert-Jungk-Stiftung“ in Salzburg seit 1999 alle zwei Jahre erfolgt. Für den Preis, der in diesem Jahr unter dem Motto „Wie wollen wir leben?“ steht, haben sich nicht weniger als 274 Initiativen beworben, viele davon auch beispielgebend für ein neues Miteinander der Kulturen. Mit „Die Aufsteigerrepublik. Zuwanderung als Chance“ (Kiepenheuer & Witsch, 2009) hat Armin Laschet kürzlich ein kenntnis- und faktenreiches Buch über Herausforderungen und Perspektiven gelingender Integration(spolitik) vorgelegt, die Klarheit ohne Stammtisch-Parolen fordert und Leitlinien für eine gelingende Integration formuliert. Laschet plädiert u. a. dafür, eine im Interesse aller liegende „Aufstiegsverheißung“ zu verwirklichen, in der „jeder Mensch seine individuellen Chancen ergreifen, Möglichkeiten nutzen und zugleich auf entsprechende gesellschaftliche Unterstützung rechnen kann.“ S. 283) Armin Laschet, seit 2005 Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, wurde 1961 in Aachen geboren. Nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in München und Bonn war er u. a. als wissenschaftlicher Berater der Präsidentin des Deutschen Bundestages, als Chefredakteur, Geschäftsführer und Verlagsleiter tätig. 1994-1998 war er Mitglied des Deutschen Bundestages, 1999-2005 Mitglied des Europäischen Parlaments, wo er sich vorrangig mit Fragen der internationalen Politik beschäftigte. Seit 2000 ist er Mitglied des Vorstands der Europäischen Volkspartei (EVP) und seit 2008 des Bundesvorstandes der CDU Deutschland.
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Zukunftswerkstatt mit 50 Experten und Betroffenen „Integration durch Arbeit und Bildung“ - so lautete das Thema einer Zukunftswerkstatt des Landes Salzburg, die kürzlich in Hallein unter Leitung der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen stattgefunden hat. Mehr als 50 Experten sowie Betroffene erarbeiteten Vorschläge, wie die Chancen von Menschen mit Migrationshintergrund am Arbeitsmarkt verbessert werden können. Beteiligt waren Fortbildungseinrichtungen wie das BFI und die Volkshochschule, das Arbeitsmarktservice, die Wirtschaftskammer sowie einschlägige Beratungseinrichtungen wie der Verein „Viele“ oder das BürgerInnenservice Neumarkt, die Sprachekurse für Frauen mit Migrationshintergrund anbieten. Auch zwei Betriebe der Region, die Firma Bosch in Hallein sowie die Firma Schlotter in Adnet, waren vertreten.
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Integration Jugendlicher Ein zentraler Aspekt galt der Integration Jugendlicher. So wirkten auch vier Halleiner Schulen – die Berufsschule Hallein, die HAK/HAS Hallein, die Modefachschule und die Polytechnische Schule und – sowie diverse Jugendeinrichtungen von Jugendzentren über Streetwork bis hin zu Jugendbeschäftigungsinitiativen mit. Wichtig war, die Erfahrungen, das Know How und die Ideen aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzubringen, so die Moderatoren Hans Holzinger und Walter Spielmann. Und da nicht nur für, sondern mit Betroffenen gearbeitet werden sollte, waren selbstverständlich auch Migrantenorganisationen vertreten, etwa der türkische Unternehmerverband Salzburg, die Jugendorganisation „work@migration“ sowie das Migrationsprojekt „Isidor“ an den Salzburger Krankenanstalten (SALK).
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