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Traditionsreiche Geschichte an Bodenschätzen

  • Bodenschätze brachten Fürsterzbischöfen jahrhundertelang Reichtum
  • Namensgebung durch Bergbau: Salz vom Dürrnberg bei Hallein
  • Gold- und Silberbergbau in den Hohen Tauern
  • Abbau von Marmor, Kalk, Gips, Zementmergel, Magnesit, Scheelit und zahlreicher Natursteine noch heute von Bedeutung
  • Neue Bodenschätze sind Heilwässer und die Wasserkraft
Bergkristalle


Nur noch Geschichte sind die einst reichen Bodenschätze, deren Bergbaue dem Land den Namen (Salz vom Dürrnberg bei Hallein) und den Fürsterzbischöfen jahrhundertelang Reichtum gebracht haben: Gold- und Silberbergbau in den Hohen Tauern (Gastein, Rauris, Schellgaden) sowie Kupfer-, Eisen- und Zinkerzbergbau. So wurden die Pongauer und die Pinzgauer Tauern als "das kleine Peru der alten Welt" bezeichnet, als im 15. Jahrhundert "in der Gastein" und "in der Rauris" ein regelrechter Goldrausch einsetzte. Der Holzreichtum und die günstigen Transportmöglichkeiten auf den Flüssen waren weitere wichtige Voraussetzungen für die Berg- und Hüttenwirtschaft. Der Salzburger Marmor aus Adnet und vom Nordfuß des Untersbergs hat vielen profanen und weltlichen Bauten ihren besonderen Schmuck und ihre Identität verliehen. Noch heute bedeutend ist der Abbau von Marmor sowie von Kalk, Gips, Zementmergel, Magnesit, Scheelit und zahlreicher Natursteine, stillgelegt ist wie der Salz- auch der Kohlenbergbau.

Österreichs Armut an Kohle hat insbesondere in Salzburg schon ab dem Ersten Weltkrieg zu einem forcierten Ausbau der Wasserkraft für die Elektrizitätsgewinnung geführt. So entstand in den reich vergletscherten Hohen Tauern zwischen 1938 und 1952 das größte Alpenkraftwerk Europas, die Tauernkraftwerke. Diese sind mit den drei Stauseen zugleich unentbehrlicher Stromlieferant und Touristenattraktion. Die Salzach selber wurde erst spät in den systematischen Ausbau einbezogen, was sich aus landschaftlicher Sicht einerseits für die Planung und Gestaltung als vorteilhaft erwies und andererseits dank des gestärkten Umweltbewusstseins die Aussparung gewisser Abschnitte der Salzach ermöglichte. Eine Reihe von Verkehrserschließungen kam im Zusammenhang mit Kraftwerksbauten zustande oder wurde dadurch erleichtert.

Neue Bodenschätze sind Heilwässer - seit Langem genutzt im Gasteiner Tal, inzwischen aber auch an weiteren Orten. Eine Spezialität der Nutzung der Natur sind zahlreiche Wasserkraftwerke, voran die während des Zweiten Weltkrieges erbauten großen Speicherkraftwerke in Kaprun, die Speicherkraftwerke der ÖBB im Stubachtal oder die Laufkraftwerke von Salzburg AG und Verbund an Salzach und Saalach sowie zahlreiche Kleinkraftwerke, die nach der Wasserkraft nun auch die Holzverfeuerung (Pellets) nutzen.