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Salzburg Images – LandesGeschichte

Das Land und Erzstift Salzburg bis zur Säkularisierung


Bis ins späte 18. Jahrhundert hinein regierten die Erzbischöfe als Landesherren das Land im Sinne des fürstlichen Absolutismus. Als Regierung stand ihnen das Domkapitel zur Seite und als Versammlung der Stände der Landtag. Das Domkapitel setzte sich aus 24 Domherren, die wenigstens 14 adelige Ahnen nachweisen mussten, zusammen. Sie standen allen zentralen Stellen - ähnlich den heutigen Politikern - vor. Die tatsächliche Amtsführung war aber dafür ausgebildeten Laien übertragen.
    
Bild Blick auf den Salzburger Dom Bildrechte Franz Neumayr


Die Mitglieder der Landschaft hatten sich 1327 zum ersten Mal zu einem Landtag versammelt. Während die kulturellen Leistungen Salzburgs fortwährend wuchsen, begann hingegen die politische Bedeutung des Landes gegen Ende des 16. Jahrhunderts abzunehmen. So versuchte Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau (1587 bis 1612) als letzter Landesfürst, durch einen Angriffskrieg auf Berchtesgaden 1611 sein Territorium zu erweitern, was aber misslang. Er bleibt jedoch wegen der Neugestaltung der gesamten Salzburger Innenstadt rund um den neuen Dom sowie wegen der Erbauung des Schlosses Mirabell unvergessen.

Allgemein bekannt ist heute auch noch Markus Sittikus von Hohenems (Erzbischof von 1612 bis 1619), auf den der Neubau des Salzburger Domes und der Bau von Schloss Hellbrunn zurückzuführen ist. Dem Welschtiroler Paris Graf von Lodron (1619 bis 1653) gelang es auf Grund seines diplomatischen Talentes, das Land weitgehend unversehrt durch den 30-jährigen Krieg zu führen. In seine Zeit fällt auch die Neugründung der Salzburger Universität 1622. Erzbischof Johann Ernst Graf Thun (1687 bis 1709) ließ in Salzburg die Dreifaltigkeits-, die Ursulinen- und die Kollegienkirche sowie das Priesterhaus und das St.-Johann-Spital (heutiges Landeskrankenhaus) erbauen. Unter den beiden letzten Kirchenfürsten Sigismund von Schrattenbach (1753 bis 1771) und Hieronymus Graf Colloredo (1772 bis 1803) konnte Salzburg dem ständigen Druck des bayerischen und österreichischen Nachbarn nur mehr schwer standhalten. Es gelang allerdings, die territoriale Integrität bis zum Ende des Jahrhunderts zu behaupten. Erzbischof Hieronymus führte das Land nochmals zu einer großen Blüte in Wirtschaft und Wissenschaft. Schließlich wurde im Jahr 1803 das geistliche Fürstentum säkularisiert, womit die weltliche Herrschaft der Salzburger Fürsterzbischöfe endete.