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Historische Entwicklung

Die Frage nach dem Kreislauf des Wassers beginnt mit der Geschichte der Menschheit . Da Wasser eine entscheidende Lebensgrundlage für den Menschen bedeutete und er oft in dessen Nähe siedelte , war er auch schon sehr früh gezwungen , Steigen und Fallen des Wasserspiegels an Flüssen und Seen sowie Regenzeiten zu beobachten.

Erste schriftliche Zeugnisse, die wir als Vorläufer der modernen Hydrographie ansehen können, finden wir ab ca. 2800 v. Chr. bei den Ägyptern, später bei den Griechen und Römern.

Im “Salzburger Land“ kann man schon in den alten Aufzeichnungen zur „Salzburger Chronica“ anno 1666 über das Hochwasser vom 15.-17. August 1598 lesen,  „daß die Wasser so hoch angeloffen sind wie der Stein und Merkzeichen im Lueg bei Werfen zu erkennen gibt “

L. Hübner  berichtet in seiner "Beschreibung der hochfürstlich-erzbischöflichen Haupt- und Residenzstadt Salzburg und ihrer Gegenden verbunden mit ihrer ältesten Geschichte",aus dem Jahre  1792 über zahlreiche Salzachhochwässer und ihre verheerenden Folgen.

Regelmäßige Beobachtungen begannen in Salzburg nachweislich um 1820 in Oberndorf und 1850 in Salzburg mit der Ablesung von Wasserständen der Salzach bei Hochwasser. An einigen anderen Gewäsern wurde 1880 damit begonnen.

Extreme Naturereignisse wie Trockenheiten und Hochwässer, insbesondere das Donauhochwasser 1890 waren wesentliche Anlässe zur Gründung des Hydrographischen Zentralbüros in Wien im Jahre 1893.

Die k.u.k. Hydrographische Landesabteilung Salzburg wurde am 1. Juli 1895 gegründet und wie in allen Kronländern dem Baudepartement zugeordnet. Der damalige Departementsvorsteher Beer bekam den provisorischen Bauadjunkten Franz Pichler zugeteilt, der als der erste Hydrograph im Salzburger Baudienst angesehen werden kann. Es folgte die Anwerbung der örtlichen Beobachter und Einrichtung von 55 Regenmeßstationen sowie die Sicherstellung des Amtsaufwandes.  Vorerst lehnte der Landtag, der vom Innenministerium bereits 1894 um Mitwirkung ersucht wurde, jede Mitarbeit aus Personal- und Geldmangel ab, trug aber dann doch ab 1897 zu jährlichen Aufwand von rund 4000 Gulden bereits 200 Gulden bei.

In den darauffolgenden 100 Jahren wurde durch initiativ vorangetriebenen Meßstellenausbau , ständige Modernisierung des hydrographischen Meßnetzes und durch freiwillige und uneigennützige Mitarbeit vieler Beobachter die Basis zur Erforschung des Wasserkreislaufes im Land Salzburg geschaffen.

Heute ist das „lebendige Wasser“ als unentbehrlicher Rohstoff erkannt und die Frage nach dem quantitativen Wasserkreislauf zu einer globalen Angelegenheit geworden.

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