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Salzburgs Badegewässer


Seit 1998 werden in Österreich die Proben von Badegewässern auf ihre Bakteriengehalte hin untersucht. Diese werden als Kolonie bildende Einheiten (KBE) angegeben. Gesucht wird nach „Gesamtkoliformen Bakterien“ und „Fäkalkoliformen Bakterien“. Je geringer die Anzahl der Kolonie bildenden Einheiten, desto sauberer ist das Badegewässer.

Top-Badegewässer Waldbad Anif und Winklersee Flachau
In Salzburg wurde eine Liste erstellt, an welchen Badeplätzen das Wasser am besten ist. Die besten Werte erreichten das Waldbad Anif und der Winklersee Flachau. Knapp dahinter folgen das Strandbad Fuschl, das Strandbad Hof, das Strandbad Perwang, die Badestelle Hirschpoint/Hintersee, der Prebersee, der Badeplatz St. Gilgen, das Strandbad St. Gilgen sowie die Badeplätze am Zeller See. Wie gut die getesteten Badeplätze in Salzburg sind, macht ein Vergleich der Zahlen klar. Der Richtwert beträgt 500 KBE pro 100 Milliliter, der Grenzwert 10.000 KBE/100 ml. Der Median der gemessenen Werte bei den genannten Seen lag bei 30 bzw. 36 KBE.

Insgesamt gilt: Sind Gewässer ökologisch, so sind auch weniger Bakterien zu finden. Seen mit größeren Einzugsgebieten, wärmere Seen und oftmals auch kleinere Seen haben von Natur aus etwas höhere Keimbelastungen und sind oftmals auch anfälliger für Einschwemmungen durch Niederschläge oder Gewitter. Die beobachteten Keimzahlen geben keinen Grund zur Besorgnis und bestätigen ungetrübtes Badevergnügen.


Sichttiefe ist ein wichtiges Sicherheitskriterium
Ein weiteres Kriterium für die Sicherheit in Badeseen ist die Sichttiefe. Diese wird mit einer weißen Metallscheibe bestimmt, wobei die Tiefe, bei der die Scheibe gerade nicht mehr erkannt werden kann, als Sichttiefe notiert wird. Der Grenzwert beträgt einen Meter und ist im Hinblick auf Badeunfälle, bei denen das rasche Auffinden von ertrunkenen Personen für das Überleben entscheidend sein kann, wichtig. Die großen Seen Salzburgs haben während der Badesaison Sichttiefen von drei bis zehn Metern. Probleme bereiten gelegentlich Gewässer mit hohem Anteil an braunem Moorwasser. Hier kann nach starken Regenfällen der Moorwasseranteil weiter zunehmen.

Der Grenzwert von einem Meter wurde aufgrund dieser natürlichen Ursachen öfter beim Bürmooser See (28 Mal), Ritzensee (27 Mal) und Autobahnsee Viehhausen (sieben Mal) nicht eingehalten und ist daher keine Überschreitung. Es wird empfohlen, bei trüben Badegewässern besonders auf Nichtschwimmer und schlechte Schwimmer zu achten und Kopfsprünge zu unterlassen.

Als Badesaison gilt in Österreich der  Zeitraum vom 15. Juni bis 31. August. In dieser Zeit werden in Salzburg von der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bakteriologisch-serologische Untersuchungen bei 37 Badestellen an 25 Badegewässern durchgeführt. Die Untersuchung umfasst den Ortsaugenschein, die Feststellung der Sichttiefe und die Entnahme von Wasserproben zur bakteriologischen Untersuchung.

Salzburger Badestellenkatalog
Das Bundesland Salzburg besitzt insgesamt etwa 600 größere und kleinere Seen oder solche Gewässer, die umgangssprachlich als Seen bezeichnet werden. Neben den großen Salzburger Seen Mattsee, Obertrumer See, Grabensee, Wallersee, Fuschlsee, Faistenauer Hintersee, Wolfgangsee und Zeller See bereichern etwa 30 kleine natürliche oder künstlich geschaffene Seen die Freizeitlandschaft. Der Großteil weiterer Seen sind kleinere, meist entlegene auch im Sommer kalte Bergseen. Sie befinden sich in hohen und höchst gelegenen Gebirgsregionen.

Nachdem Salzburgs größter Fluss, die Salzach, aufgrund der kalten und trüben Gletscherwässer auch im Sommer nicht zum Baden einlädt, werden zum Baden kleinere Flüsse mit großen Sand- und Schotterflächen für Erholung und Freizeit genutzt. Es sind dies die Lammer, die Königsseeache und der Almbach im Wiestal, die Taugl bei Bad Vigaun und die Vorder-kaserklamm an der Saalach.

Die Badestellenseite des Gewässerschutzes gibt nähere Hinweise zu den Salzburger Badegewässern.

Baden und Erholung an den öffentlichen Gewässern ist auch in Österreich allgemeines Recht und als Gemeingebrauch ausdrücklich unentgeltlich erlaubt. An die Vollständigkeit darf kein Anspruch gestellt werden. Manche "Insider-Plätzchen" sollen auch solche bleiben.

Salzburger Fluss-Badeplätze
Fünf Fluss-Badeplätze werden häufig besucht. Es sind dies das Felsenbad bei Faistenau im Almbach, die Mündung der Königsseeache in die Salzach in Rif, die Taugl bei der Römerbrücke in Bad Vigaun, die Lammermündung in Golling und das Naturerholungsgebiet Vorderkaser in St. Martin bei Lofer.



Rückfragen: Gewässerschutz