Logo Land Salzburg
von A bis Z

Berechnungsgrundlagen

Worin unterscheidet sich der Salzburger Kataster von anderen?

Der SEMIKAT als Länderkataster ist räumlich weniger stark gegliedert als ein Kataster für eine einzelne Gemeinde, aber feiner aufgeteilt als einer für das gesamte Bundesgebiet.

Er wird durch die Abteilung Umweltschutz geführt. Das bedeutet, dass alle zugänglichen Informationen (wie Erfahrungen aus der Sachverständigentätigkeit, Untersuchungen anderer Stellen, Veröffentlichungen in der einschlägigen Literatur) laufend einfließen und die Berechnungsgrundlagen dadurch mit der Zeit immer genauer und umfassender werden.

Welche Emittenten sind erfasst?

Derzeit werden die wichtigsten durch den Menschen (in erster Linie die bei Verbrennungsprozessen) verursachten Emissionen berücksichtigt, nämlich die durch Industrie- und Gewerbebetriebe, Fremdenverkehr (Beherbergungsbetriebe), Heizwerke, private Haushalte (für Raumheizung und Warmwasserbereitung) sowie Verkehr (Straßenverkehr, land- und forstwirtschaftliche Maschinen, Flugverkehr, usw.).

Welche Stoffe werden berechnet?

Berechnet werden einerseits die Emissionen der "klassischen" Luftschadstoffe Schwefeldioxid (SO2), Kohlenmonoxid (CO) und Staub bzw. Feinstaub (PM10), weiters von Stickstoffoxiden (NOX) und Nichtmethan-Kohlenwasserstoffen (NMVOC), aus denen durch Sonnenlicht Ozon gebildet wird. Andererseits auch die Emissionen der Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Zudem wird noch der Verbrauch der Energieträger (Brennstoffe und Kraftstoffe) berechnet, deren Verbrennung diese Emissionen verursacht.

Was kann ich aus den Daten herauslesen – und was nicht?

Die Berechnungen beruhen zum Teil auf statistischen Daten und allgemeinen Kennzahlen. Für das gesamte Land Salzburg ist zu erwarten, dass die Ergebnisse recht genau mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmen, wie auch Vergleiche mit Berechnungen auf Basis anderer Methoden (z.B. der Bundesländerinventur des Umweltbundesamtes oder der Salzburger Energiebilanz) zeigen. Je kleiner aber das betrachtete Gebiet ist (z.B. eine einzelne Gemeinde), desto größer wird die mögliche Abweichung in den Berechnungen.

Aus den Emissionen lassen sich beim derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht direkt entsprechende Immissionskonzentrationen (also die Luftgüte) berechnen.

Was geschieht weiter?

In Zukunft sollen – neben der laufenden Aktualisierung des Datenbestands – die Berechnungsgrundlagen verfeinert, weitere Emittentengruppen (wie z.B. Lackieranlagen) und gegebenenfalls zusätzliche Stoffe (wie z.B. Feinstaub) aufgenommen werden.

Durch die Möglichkeit zur raschen Durchführung der jeweils benötigten Auswertungen kann der SEMIKAT als Grundlage für die Planung und die Beurteilung der Umweltverträglichkeit verschiedenster Maßnahmen (z.B. Förderungsmaßnahmen, Gesetzesänderungen, einzelne Projekte) dienen.