Naturnahe Gartengestaltung
Naturnahe Gartengestaltung beginnt mit der Auswahl standortangepasster (heimischer) Pflanzen. Diese sind im Allgemeinen robuster und nicht auf chemische Schädlingsbekämpfung angewiesen. Eine weitere wichtige Voraussetzung ist ein gesunder Boden, der mit konsequenter Kompostwirtschaft erreicht bzw. erhalten wird. Für die Erhaltung des natürlichen Gleichgewichts sind naturnahe Elemente im Garten wie z.B. eine Hecke aus heimischen Gehölzen, ein Stück Blumenwiese, Totholzhaufen, Trockensteinmauern oder Feuchtbiotope als Nützlingsquartiere besonders wertvoll. Sie verwandeln den Garten in einen Lebensraum für Mensch und Tier.Wiese statt Rasen
Es kann sehr spannend sein, zumindest einen Teil des Gartens in eine Blumenwiese (zurück-) zu verwandeln. Als Grundvoraussetzung dafür muss in größeren Zeitabständen gemäht werden. So sollte die erste Mahd erst Ende Juni bis Mitte Juli erfolgen, wenn die Blumen und Gräser bereits ausgesamt haben. Die Wiese wird sich im Laufe mehrerer Jahre verändern bis sich ein naturnäheres Gleichgewicht eingestellt hat. Wer weniger Geduld hat, muss die Grasnarbe aufreißen und entfernen und die gewünschten Wildkräuter einsäen. Wildsamen können auch aus der näheren Umgebung selbst gesammelt und dann im Garten ausgesäet werden.
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.salzburg.gv.at/themen/nuw/naturschutz/pflanzentierlebensraumschutz/garten.htm
Hecken
Hecken aus heimischen Gehölzen erhöhen die biologische Vielfalt Ihres Gartens. Sie sind Lebensraum vieler Tiere, darunter viele Nützlinge (beispielsweise Igel). Größere Hecken erfreuen sich auch bei Kindern großer Beliebtheit, weil sie herrliche Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten bieten. Als Sichtschutz sind Hecken aus heimischen Gehölzen den Thujen und anderen Coniferen vorzuziehen.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.salzburg.gv.at/heckenfunktion oder www.wwf.at/Naturschutztipps/hausundgarten/hecken/index.html
Kompost statt Torf
Gesunde Pflanzen brauchen einen gesunden Boden. Regelmäßige Kompostgaben sorgen für ein gesundes Bodenleben und kräftiges Pflanzenwachstum. Idealerweise sollte der selbst hergestellte Kompost aus den eigenen Küchen- und Gartenabfällen im Garten verwendet werden. Wer Gartenerde kauft, sollte auf torffreie Substrate achten. Torf ist über Jahrtausende langsam gewachsen. Durch seinen Abbau werden Moore zerstört, die zu den am meist gefährdeten Lebensräumen weltweit gehören.
Moore speichern nicht nur Wasser, Kohlenstoff und Nährstoffe, sondern sind auch Lebensraum vieler streng geschützter Tierarten: WWF-Hintergrundinformation
Firmen, die torffreie Erden anbieten, finden Sie auf www.umweltzeichen.at unter Produkte/Garten/Naturerde und Naturdünger.
Natürliche Schädlingsbekämpfung statt Gift
Schädlingsbekämpfung beginnt mit der Auswahl standortgerechter, robuster Pflanzen und einem gesunden Bodenleben. Auch die Wahl widerstandfähiger Sorten und günstige Aussaat- und Pflanztermine helfen gesunde Pflanzen zu ziehen. Biologischer Pflanzenschutz umfasst auch die Schonung bzw. Förderung von Nützlingen, etwa durch Angebote an Futterpflanzen und Nistmöglichkeiten, das Liegenlassen von Reisig, Laub- und Steinhaufen oder das Abräumen von Staudenbeeten erst im Frühjahr.
Treten Schädlinge auf, sollte nicht gleich zur Giftspritze gegriffen werden. Insektizide wirken unspezifisch und töten Schädlinge wie Nützlinge ab. Abhilfe schaffen auch Pflanzenauszüge, -brühen und Schmierseifenlösungen.
Weitere Tipps und Informationen zur natürlichen Schädlingsbekämpfung finden Sie auf www.naturimgarten.at unter Publikationen/Broschüren.

