Feste feiern mit Stil und ohne Abfall
Abfallarme Feste lassen sich durch 2 Maßnahmen wirkungsvoll umsetzen.
- Abfallvermeidung durch Verwendung von Mehrweggeschirr, -besteck und Mehrwegflaschen, -kanister, -fässern etc und
- Konsequente Abfalltrennung
Ad1. Abfallvermeidende Maßnahmen
- Mehrweggeschirr, -besteck und -gläser bieten an:
- Manche Gemeinde für ihre örtlichen Vereine
- Zeltverleiher
- Becherservice:
Miete von Trinkbechern und -gläsern in verschiedene Größen. Die Becher werden gebraucht zurückgegeben und vom Verleiher gewaschen - Geschirrmobil:
Kann von der Stadtgemeinde Bischofshofen , dem AWV-Pongau, dem ARBÖ Bürmoos oder gewerblichen Zeltverleihern gemietet werden - Mehrweggebinde für GetränkePfandflaschen für Getränke, die nicht offen ausgeschenkt werden (z.B. Mineralwasser, Limonaden und sonstige alkoholfreie Getränke). Das Kriterium für Mehrweg ist die Wiederbefüllbarkeit, nicht das Material. Es gibt wiederbefüllbare Glas- und Kunststoffflaschen.
HINWEIS: Handspülen von Geschirr und Gläsern in Wasserbottichen ist aus hygienischen Gründen nicht zulässig.
Logistik und Organisation muss beim Einsatz von Mehrweggeschirr und -gläsern gut geplant werden. Folgendes ist zu klären:
- Welche Anschlüsse (z.B. Strom, Wasser, Abwasser) sind vorhanden bzw. werden für ein Geschirrmobil benötigt?
- Fettabscheider beim Geschirrmobil bzw. Maßnahmen zur Minimierung des Fetteintrags ins Abwasser überlegen (siehe TIPP)
- Wieviel Geschirr, Gläser etc. werden benötigt (Abhängig von Besucherzahl und Spülleistung)
- Soll ein Pfand eingehoben werden und in welcher Höhe?
- Ist das Pfand einheitlich für Geschirr, Becher und Flaschen?
- Organisation der Pfandrückgabe
- Ist eine eigene Rückgabestelle für gebrauchtes Geschirr etc notwendig?
TIPP: Fettreduzierung auf Geschirr
Reste vom Teller mit der Serviette gut auswischen und in die Biotonne kippen. Je besser der Teller abgeputzt ist, desto schneller erfolgt die händische Vorspülung.
Erfahrungen bei Zeltfesten haben gezeigt, dass trotz Bepfandung vor allem Gläser nicht zurückgegeben werden, sondern stehen bleiben. Diese zusätzlichen Einnahmen verringern die Kosten, die für die Miete von Geschirr und Spülmaschinen aufgewendet werden müssen.
Ad 2. Abfalltrennung
Abfalltrennung ist gesetzlich vorgeschrieben und muss auch bei Veranstaltungen berücksichtigt werden. Entsprechend der Verpackungsverordnung (BGBl 648/1996 idgF) muss z.B. Einweggeschirr und -besteck zurückgenommen (=getrennt gesammelt) und einer Verwertung zugeführt werden.
TIPP: Beratung:Nehmen Sie mit dem Abfallberater/ der Abfallberaterin Ihrer Gemeinde Kontakt auf um alle Fragen betreffend Abfallvermeidung, -trennung und -entsorgung zu klären.
Folgende Abfallbehälter sind jedenfalls bereit zu stellen:
| Abfalltonne | Was gehört dazu | Anmerkungen |
| Biotonne | feste Küchen- und Speisereste, Papierservietten | Zugabe von Gesteinsmehl reduziert Geruch |
| Karton-/Papier-behälter | Kartonverpackungen, Wellpappe, Papier | Der Kartonagenanfall ist meistens hoch, der Papieranteil eher so gering, dass eine eigene Papiersammlung nicht sinnvoll und notwendig ist |
| Gelbe Tonne | Kunststoffverpackungen wie z.B. Folien, Kanister, Verbundkartons, (Einweggeschirr und -besteck) | In der Stadt Salzburg gehören nur Flaschen in die gelbe Tonne |
| Blaue Tonne | Metallverpackungen wie z.B. Blechdosen aus dem Küchenbereich | Keine getrennte Sammlung in der Stadt Salzburg |
| Buntglasbehälter | Grüne und braune Wegwerf-Glasflaschen (z.B. Sektflaschen Bierflaschenbruch) | Der Anteil an Buntglas ist meist wesentlich höher als der von Weißglas |
| Weißglasbehälter | Flaschen und Konservengläser | u.U verzichtbar, Weißglas stört in geringen Mengen nicht bei Buntglas |
| Restabfalltonne | Alles was o.g. Abfallarten nicht zuordenbar ist | Bei konsequenter Abfallvermeidung und -trennung ist nur geringes Volumen notwendig |
| ÖLI, sonstiger Sammelbehälter | Altspeisefett | Altspeisefett |
TIPP: Nachhaltigkeit:
Bieten Sie Speisen und Getränke möglichst aus der Region und von regionalen Partnern an, wenn möglich aus biologischer Landwirtschaft. Falls Sie Kaffee anbieten: Bevorzugen Sie Kaffee aus ökologischem Anbau und fairem Handel und weisen Sie die Besucher darauf hin. Fairer Handel bedeutet, dass die Kaffeebauern einen gerechten Preis erhalten.

