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Landschaftsinventar

romantischer Bach im Wald

idylischer Bach im Waldviertel  Bildquelle: www.pixelio.de

Die für den Naturschutz zuständigen Behörden haben allgemeine Naturschutzanliegen, die einzelnen Schutz- und Pflegevorhaben und die Ergebnisse der Biotopkartierung zu dokumentieren. Zur Bestandsaufnahme aller für den Naturschutz und die Naturpflege maßgeblichen Umstände ist von der Landesregierung ein "Landschaftsinventar" zu erstellen und zu führen. Es stellt somit eine Grundlage für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege dar und ermöglicht Hilfestellung für die Erstellung von Gutachten, Bearbeitung von Raumordnungsprojekten, Ortschroniken usw.


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Bereichskataster

Das Landschaftsinventar umfasst auch die Vorstufen zur Biotopkartierung wie (ältere) Vegetationskartierungen, den Kleingewässer(Tümpel)kataster, den Fließgewässerkataster, den Moorkataster, den Trockenstandortekataster und den Naturwälderkataster. Diese Kataster werden als historische Quellen beibehalten und sukzessive durch die Biotopkartierung neu bearbeitet bzw. ergänzt.

Ansprechpartner: Berta Kien



Kleingewässerkataster Salzburg (Herbst 1987)

Die Erhebungen erfolgten 1978 -1986.

Die Untersuchung selbst gliedert sich in folgende Bereiche:


1. Beschreibung

Größe, Tiefe, Exposition, Einbauten, Einleitungen, Zu- und Abflüsse, Uferbeschaffenheit. Zur verbalen Beschreibung mit Angaben der Koordination kommen zeichnerische Darstellungen, fotografische Aufnahme und eine einfache Lageskizze hinzu.


2. Chemisch-physikalischer Teil

Sichttiefe (mit genormter Secci-Scheibe)
Bestimmung von:Elektrischer Leitfähigkeit, pH-Wert
Gesamthärte
Karbonathärte
Sauerstoff, Ammonium, Nitrit, Chlorid, Eisen
Kaliumpermanganat


3. Botanische Untersuchung

aquatische Zone (Wasserpflanzen)
amphibische Zone (Röhrichtpflanzen)
terrestrische Zone (Weichholzzone)


4. Zoologische Untersuchung

Mit Hilfe eines Planktonnetzes bzw. eines Stocknetzes wurden Proben des Zooplankton bzw. der Bodenlebewesen gezogen, anschließend fixiert und im Labor ausgewertet. Die Häufigkeit der Arten wurde in sieben Häufigkeitsstufen angegeben. Amphibien-, Reptilien- und Vogelbeobachtungen wurden notiert.

In einer Zusammenfassung wird eine subsumierende Beschreibung zur Beurteilung des Zustandes des Tümpels gegeben und der Behörde eine eventuelle Unterschutzstellung empfohlen.



Fließgewässerkataster Salzburg (Patzner 1987)

Die Erhebungen erfolgten 1982-1989.

Darstellung der Befunde und Bewertung:

Für die Beschreibung und Bewertung der ökologisch und landschaftlich relevanten Daten werden je nach örtlichen Gegebenheiten der Höhenlage, der Geologie und Geomorphologie einzelne Bachabschnitte unterschieden.

Geologie und Geomorphologie

2.

Ökologische Aspekte
den allgemeinen Verlauf des Fließgewässers
die Vegetation im und am Bachlauf (theoretische Beschattung)
die Beschreibung des Bachbettes (Ufer, Breite, Tiefe, Sohle, Strömung, Einbauten, Einleitungen, Ausleitungen)
Proben (Organismen, Wasser) und beobachtete Fauna

3.

Landschaftlicher Aspekt
die Rolle der Bachlandschaft im Landschaftsbild
Wandermöglichkeiten, Bedeutung im Fremdenverkehr
positive und negative Besonderheiten (Farben, Lichtverhältnisse, Wasserfälle, Aussichtspunkte, Hochspannungsleitungen, Straßen, Verbauungen, Müllablagerung usw.)

Zur Bewertung dienen folgende Kriterien:

Natürlichkeit
Vielfältigkeit
Eigenart
Harmonie
Erreichbarkeit


Gesamtbeurteilung:


In Zusammenschau der ökologischen und landschaftsästhetischen Qualität der einzelnen Bachabschnitte wird schließlich der gesamte Bachlauf einer von drei Kategorien zugeordnet:


Kategorie I - ökologisch und landschaftlich hochwertige Bäche, deren Erhaltung absoluten Vorrang besitzt

Kategorie II - Ökologisch und landschaftlich mäßig oder abschnittsweise beeinträchtigte Fließgewässer

Kategorie III - Fließgewässer, die als Biotop beeinträchtigt und landschaftlich wenig attraktiv sind





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