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Die Wespenspinne

Wespenspinne                               Bildquelle: www.pixelio.de

Seit Beginn der 90er Jahre "erobert" eine neue, vorher nicht heimische Tierart das Bundesland Salzburg: die Wespenspinne.

Charakteristika: Die Wespenspinne ist unverkennbar. Sie erreicht eine Körperlänge von 15-20mm (Weibchen) bzw. einschließlich der Beine eine Gesamtkörpergröße von bis zu 5cm und ist damit die größte hierzulande natürlich vorkommende Netzspinne. Auffällig ist die gelbe Färbung des Hinterkörpers mit schwarzen und weißen Querstreifen, was ihr auch den Namen "Zebraspinne" eingetragen hat. Die Unterseite zeigt zwei gelbe Längsstreifen.Auch das Netz weist eine Besonderheit auf: Die Nabe des Radnetzes ist bei typischer Ausbildung mit einem dichten weißen Gespinst überzogen, das wie eine weiße Scheibe wirkt. Darunter und darüber befindet sich ein zickzackförmiges weißes Gespinstband, das sogenannte "Stabiliment".

Nahrung und Habitat: Hinsichtlich ihrer Beute ist die Wespenspinne nicht wählerisch, das Spektrum umfaßt alle Insektenarten, die überwältigt werden können. Die Hauptnahrung stellen - wohl auch aufgrund der parallelen Entwicklung - Heuschrecken dar.

Hinsichtlich ihres Habitats bevorzugt die Wespenspinne Flächen, die nicht oder sehr spät gemäht werden, wobei sich der Bogen von Trockenrasen über Streu- und Feuchtwiesen, schmale Wiesensäume, Straßen- und Wegböschungen, Bracheflächen bis zu Hausgärten und Zäunen spannt. Die beste Beobachtungszeit erstreckt sich über die Monate Juli bis September.

Verbreitung und Beobachtungsaktion: Die Wespenspinne befindet sich in Österreich seit Ende der 80er Jahre in Ausbreitung. In den benachbarten Bundesländern Kärnten und Oberösterreich ist die Besiedlung schon sehr weit fortgeschritten. In Salzburg existiert derzeit nur für den Flachgau ein dichteres Netz von Fundmeldungen. Aus dem Tennen- und Pongau sind nur Einzelbeobachtungen bekannt. Um den Wissensstand über diese neue Tierart im Bundesland Salzburg zu verbessern, wurde 1997 von der Landesgruppe Salzburg der Österreichischen Naturschutzjugend (önj) eine Beobachtungsaktion mit eigens aufgelegten Erhebungsbögen ins Leben gerufen, die vom Naturschutzfachdienst unterstützt wird.





Rückfragen: Mag G.Nowotny