Bestandessituation felsenbrütender Vögel

Felswände sind markante Strukturen in der Landschaft. Einige Vogelarten haben sich an das Leben in und an Felswänden angepasst und finden hier Nahrung (Mauerläufer, Felsenschwalbe), vor allem aber Brutplätze in geschützten Felsnischen (u.a. Wanderfalke, Uhu, Kolkrabe, Steinadler). Da die Vögel in Nestnähe sehr empfindlich reagieren, können Störungen im Bereich der Felswände insbesondere zur Brutzeit (je nach Art im Zeitraum Februar bis Juli) die Vögel vertreiben und/oder den Bruterfolg zunichte machen.
Um bei potenziellen Störungen (z.B. Wegebau, Einrichtung von Paragleit- und Drachenflugstrecken bzw. Klettersteigen) Bescheid über das etwaige Vorkommen dieser Vogelarten zu wissen, wurde von Naturschutzseite 1994 mit einer Kartierung des Bundeslandes begonnen, die alle potentiellen Felsenbrüterstandorte erfassen soll und bis Ende 2002 ganz Salzburg abdeckt. Die Untersuchungen wurden von den Ornithologen Mag.Dr. Leo Slotta-Bachmayr und Mag. Sabine Werner durchgeführt.
Im Zuge der Erhebungen wird ein Felswandkataster eingerichtet, der u.a. über Lage und Aussehen der Felswand, Vorkommen etwaiger Brutvogelarten bzw. Anzahl der Brutpaare, Schutzstatus und -priorität Auskunft gibt und die vorhandene Störungsintensität bewertet.

