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Ringelnatter

Diese Reptilienart kommt in fast ganz Europa vor

Ringelnatter

Ringelnatter                                     Bildquelle: pixelio.de

Ringelnattern sind an ihrer Zeichnung erkennbar

Sie sind ungiftig und tagaktiv, große, kräftige Wassernattern. Die Weibchen sind länger und kräftiger als die unterscheiden sich in Länge und Größe von den Männchen. Ihre Körperfarbe ist schiefergrau, grün- oder olivgrau. Daneben findet man melanotische(gänzlich verdunkelt bis ganz schwarz gefärbte) Indviduen. Am Hinterkopf ist bei den meisten Unterarten eine gelbe, weiße oder orangerote, halbmondförmige Zeichnung ("Halbmondfleck") sichtbar.
Ringelnattern fressen Frösche, Kröten, Schwanzlurche, Fische, seltener aber auch Eidechsen und Mäuse. Die Beute wird gepackt und lebend verschlungen, ohne sie vorher zu erdrosseln. EDER et al. (1988) berichten von einer Beobachtung, dass eine Ringelnatter Beute einer Regenbogenforelle wurde.

Ringelnattern sind euryök; sie bewohnen natürliche und halbnatürliche Lebensräume

Sie ist die häufigste Schlange Mittel- und Südeuropas. Sie kommt in ganz Europa mit Ausnahme  von Island, Irland und dem Hohen Norden vor. Südostlich liegt ihre Verbreitungsgrenze im Nordiran,  und ostwärts am Baikalsee. Die in Österreich vorkommende Unterart ist Natrix natrix natrix. Ringelnattern kommen in allen Bundesländern unterschiedlich stark vor..

Ihre  Bevorzugte Lebensräume sind gewässernah und strukturierte Uferbereiche von Seen, Teichen und Bächen, Bruchwälder, Auen und Moore; Die Wasserlebensräume der Ringelnattern sind stehende Permanentgewässer mit Flachwasser- und Verlandungszonen. Sie nehmen auch Überschwemmungsflächen von Bächen, Flüssen und Quellen sowie Gräben und Kanälen an. . Sie weisen einen außeralpinen Verbreitungstypusist außeralpin in Beckenlandschaften. Vertikal ist das Verbreitungsoptimum bei 600m die Ringelnatter bevorzugt in Höhenlagen von etwa 200 bis 1900 Meter anzutreffen, die optimale Höhenlage liegt bei 600 Meter. Sie ist ein Bewohner der planar/kollinen, sub- und tiefmontanen Höhenstufe. Ringelnatterfundorte in mäßig geneigten Hanglage sind südlich ausgerichtet.

Ihre Sekundärlebensräume sind Gärten, Wiesen, Steinbrüche und Streuobstwiesen. Die Ringelnatter kann ganzjährig beobachtet, gehäuft im Zeigraum Mitte Mai/Anfang Juni.

Die Tiere  versammeln sich  sich nach der ersten Häutung zur Paarung an einem geeigneten Paarungsplatz. Ein einzelnes Weibchen legt im Juli/August 20-50 weichschalige Eier in Komposthäufen und verrottenden Laub- oder Schilfhaufen mit ausreichender Temperatur für die Brut Die Jungen, die das Ei mittels Eizahn öffnen, schlüpfen 4-8 Wochen später.

Die Tiere setzen auf passive Verteidigung

Bei Bedrohung ziehen sie sich ab einer Annäherung von 8m gemächlich in ein nahes Versteck (Kleinsäugerbauten,Hohlräume zwischen Steinen) zurück. da sie sich bei dieser "Flucht" sehr langsam im Gras bewegen, werden sie oft vom Feind gar nicht wahrgenommen.
Als passive Verteidigung entleeren die Tiere oft ihre Postanaldrüsen samt Darminhalt und setzen damit auf die Schreckreaktion des Feindes. Dieses Sekret aus den Analdrüsen ist sehr übelriechend und läßt sich nur schwer abwaschen.
Als weitere defensive Verteidigung werden "Ringeln und "Totstellen" beschrieben. Eine solche Akinese (Unbeweglichkeit) ist bei solchen Rubern zielführend, die ausschließlich bewegte Objekte angreifen.   Als "Ringeln" wird jene Verhaltensweise bezeichnet, wenn sich die Tiere zusammenrollen und den Kopf unter den Körperschlingen verstecken. In dieser Stellung können sie bis zu 20 min verharren. Dieses Ringeln bedeutet immer das Ende einer Reaktionskette.(Zischen oder Angreifen).

Beim "Totstellen" ringeln sich die Tiere zusammen und lassen bei völlig entspannter Muskulatur die Zunge seitlich heraushängen. Dieses Verhalten kann bis zu einer Stunde dauern. Sobald keine Bedrohung mehr wahrgenommen werden konnte, züngeln sie mehrfach und suchen kurze Zeit später ein Versteck auf. Totstellende Tiere lassen auch oft bei geöffnetem Maul Blut austreten.

Ringelnattern sind anthropogen bedingt gefährdet

Die Gefährdungsfaktioren der Ringelnattern sind vielfältig: Biotopverluste, Zerstörung vieler Gewässer und Gewässerstrukturen, intensive Teichwirtschaft, Flurbereinigung und Trockenlegung.
Bei der Ringelnatter ist zwar ein aktueller Bestand vorhanden, die Bestandesentwicklung ist aber stark negativ; Seit 1980.beträgt die Arealeinengung 8% Die Tiere können nach Angaben von GOLLMANN (2007) die vorhandenen Habitate extrem gut ausnützen, die Entwicklung der Habitatsituation ist aber stark negativ.

Ringelnattern sind nach der Roten Liste der Gefährdeten Tierarten (Tiedemann & Häupl, 1994) als gefährdet eingestuft (RL-Ö=3); auch im Bundesland Salzburg sind sie nach Meinung der genannten Autoren als gefährdet eingestuft. Sie sind surch die Tier- und Pflanzenarten-Schutzverordnung im gesamten Bundesland Salzburg vollkommen geschützt.

Literatur

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Weiterführende Links

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Liste

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Berner Konvention

Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung

Reptilienlebensraum Magerwiese

Amphibiensterben und Klimawandel

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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