Spitzmäuse
Die Familie der Spitzmäuse ist mit mehreren Arten im Bundesland Salzburg vertreten:

Spitzmäuse sind in Europa und Asien beheimatet
Diese sehr kleine, tag- bis nataktiven Säugetiere sind mausähnlich. Die Tiere sind in Eurasien sehr verbreitet und fehlen in den Polargebieten, in Australien, Neuseeland, Südamerika, den Westindischen Inseln sowie einigen pazifischen Inseln. In Salzburg sind sie häufig. Diese Tierart hat ihr Versteck unter Steinen, im Gebüsch, selbstgegrabenen Höhlen und Maulwurfsbauten. Sie sind kleine bis sehr kleine Insektenfresser, die mit den Maulwürfen und Igeln verwandt sind; die Tiere besitzen eine spitze, rüsselartige Schnauze. Ihre Nahrung Insekten, Spinnen und andere Wirbellose wie Regenwürmer und erwischt manchmal auch sehr kleine Fische.
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Zwergspitzmaus
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RL
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Bestand vorhanden, gefährdet
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RL-Öst.=3
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Alpenspitzmaus
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RL
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Verantwortlichk. in besonderem Maße gegeben
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Waldspitzmaus
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RL
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gute Bestandessituation, gute Habitatverfügbarkeit
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Sumpfspitzmaus
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RL
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negative Bestandesentwicklung, schwach positive Habitatverfügbarkeit, schwach negative Habitatentwicklung
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RL-Öst.=3
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Wasserspitzmaus
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RL
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starker Rückgang, Sehr geringe Habitatverfügbarkeit, stark negative Habitatentwicklung,
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RL-Öst.=3
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Gartenspitzmaus
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RL
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Bestand vorhanden, Habitatverfügbarkeit gleich bleibend bis positiv
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Diese Tierart ist sehr aktiv
Sie halten keinen Winterschlaf, sondern sind auch im Winter aktiv. Spitzmäuse leben auf Hochtouren, das heißt, ihr Stoffwechselumsatz ist sehr hoch. Sie müssen praktisch ständig fressen, um nicht zu verhungern. Zwischen den ca. 10 über Tag und Nacht verteilten, täglichen Aktivitätsperioden rasten sie im Nest bzw. in unterirdischen Verstecken. Spitzmäuse sind Einzelgänger (außer zur Paarungszeit) und leben territorial.
Die einzelnen Arten stellen verschiedene Ansprüche.an ihre Lebensräume
Nach Spitzberger & Bauer (2001) haben Spitzmäuse je nach Art unterschiedliche ökologische Habitatsprüche. Gemeinsam sind ihnen die Bevorzugung von feuchten bis nassen Biotopen wie Auen, Überschwemmungsbereiche, Bächen, Quellfluren, Gebirgsbächen, Verlandungszonen usw.
Gerne werden auch offene Wälder angenommen. Wichtig sind reichliche Strukturierungen, wie Heckenzüge, Bachbette mit Felsblöcken und Kolken, Bäche. Verschiedene Spitzmausarten benötigen breite, vegetationslose, sauerstoffreiche und schnell fließende Gewässer.
Wasserspitzmäuse nehmen oligotrope, sumpfige, nasse Wiesen und Moore gerne an. Garten- und Alpenspitzmäuse bevorzugen Verlandungszonen, Feuchtgebiete, überschwemmte Flussauen. Garten-, Sumpf- und Zwergspitzmause sind Bewohner offener Fichten-/ Lärchenwälder. Wasser- und Sumpfspitzmäuse können schwimmen und tauchen. Sie ernähren sich von wasserlebenden Insekten und Steinfliegen-, Schmetterling-, Eintagsfliegen-, und Schnakenlarven. Zu ihrer Nahrung zählen auch „ausgewachsenen“ Fliegen, Weberknechte sogar Regenwürmer.
Spitzmäuse besitzen einzigartige Kommunikationsaformen
Untereinander kommunizieren die Tiere durch Rufe und den Geruch. Aufgrund des Geruchs finden auch Männchen und Weibchen zusammen. Sie besitzen sehr viele Drüsen, die verschiedene Funktionen im Sozialsystem haben. Aufgrund dieser Drüsen schmecken Spitzmäuse beispielsweise für Katzen unangenehm - sie spielen zwar damit, lassen die Spitzmäuse ungefressen liegen. Nach etwa 3-4 Wochen Tragzeit werden die blinden, nackten Jungen zur Welt gebracht. Die Mutter säugt die Jungen bis zum 26. Tag, nach etwa 3 Monaten können Spitzmäuse bereits geschlechtsreif sein. Spitzmäuse werden nicht alt: meist leben sie nur einige Monate bis 1 1/2 Jahre.
Spitzmäuse sind gefährdet und daher geschützt
Sie sind gefährdet durch verschiedene anthropogene Eingriffe wie Entwässerung von Feuchtgebieten , Eingriffe in den Wasserhaushalt von Bächen und Flüssen und wasserbauliche Maßnahmen , Gewässerverschmutzung, Gewässerkanalisierung und Uferverbauung.
Spitzmäuse sind EU-rechtlich als auch bei uns landesweit durch landesrechtliche Bestimmungen geschützt.
Literatur
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