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Siebenschläfer

Siebenschläfer sind derzeit bei uns ungefährdet

Siebenschläfer Foto: H.Duty

Siebenschläfer sind nachtaktive Nagetiere mit etwa 15 cm Kopf-Rumpf-Länge  und einer Schwanzlänge von 13 cm.  Sie besitzen ein oberseitig einfärbig aschgraues Fell und eine weiße Bauchseite. Der Schwanz ist buschig.

Siebenschläfer benötigen natürliche Lebensräume, sind aber auch Kulturfolger

Siebenschläfer sind von Nordspanien über den Balkan bis zur Wolga verbreitet. In Österreich sind sie über den gesamten Alpenraum einschließlich des Klagenfurter Beckens nachgewiesen. Im Nördlichen Alpenvorland, dem Grazer Becken und im Böhmischen Massiv  gibt es lokale Siebenschläfernachweise. Im Bundesland Salzburg kommt der Siebenschläfer im Alpenvorland sowie lokal im Pongau und Pinzgau vor.
Die Tiere besiedeln Laub- und Laub-Nadel-Mischwälder; reine Laubwälder werden bevorzugt. Laub-Nadelmischwälder sind suboptimal: hier ist die Besidlungsdichte geringer, die Körpermaße geringer und die Fortpflanzungsrate schlechter. Siebenschläfer scheinen an die die Buche gebunden. Nach Angaben von Spitzenberger at al.(2001) werden reine Fichtenbestände und Auwälder   gemieden. Sie benötigen alte höhlenreiche Bäume ("Totholz") als Biotopstruktur. Sie dringen auch in leerstehende Dachböden, Schuppen, Bienenhütten und Nistkästen ein. Während des Winterschlafes werden manchmal in Höhlen gefunden.

Vertikal ist der Siebenschläfer von der Tiefebene bis in die submontane Höhenstufe angesiedelt. Mit steigender Höhe nimmt die Häufigkeit seines Vorkomens rasch ab. Das höchste Vorkommen liegt in den Ennstaler Alpen bei 1550m.

Die Nahrung dieser Nagetiere ist vielfältig

Die Nahrung der Siebenschläfer setzt sich aus Eicheln, Bucheckern, Nüssen, Kastanien, saftigem Obst und Insekten zusammen. Oft plündert der Siebenschläfer Vogelnester. Im Herbst frisst er noch solange als möglich und hält ab  dem späteren Herbst Winterschlaf in selbstgegrabenen Erdhöhlen, manchmal auch in Baumhöhlen. Im Frühjahr paaren sich die Eltern bald nach dem Erwachen und bringen nach ca. 5-wöchiger Tragzeit bis zu sechs nackte, blinde Junge zur Welt, die schnell heranwachsen.

Siebenschläfer sind geschützt

Gesamtösterreichisch gesehen ist der Siebenschläfer keine gefährdete Art. Nach Angaben von ZULKA et al.(2005) ist die genannte Art mäßig häufig; ihre Bestandesentwicklung ist leicht abnehmend, ihre Habitatverfügbarkeit extrem positiv .

Die Art macht deutliche Bestandsschwankungen durch. In früherer Zeit wurden sie lokal als Forstschädling verfolgt. Heute zählt er bei uns EU-rechtlich als auch landesgesetzlich zu den landesweit geschützten Tierarten.

Literatur

Rote Liste

Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Berner Konvention

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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