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Rotes Eichhörnchen

das rote Eichhörnchen ist Bestandteil der Salzburger Pflanzen-und Tierartenschutz-Verordnung

Bildquelle: pixelio.de

Eichhörnchen sind eine gut bekannte Tierart

Eichhörnchen sind baumbewohnende Nagetiere, die eine rot- bis schwarzbraune Rückenfärbung, eine etwas hellere Bauchseite und einen buschigen Schwanz besitzen. Sie sind baumlebend, haben einen schlanken Körper und einen etwa körperlangen, buschigen Schwanz. Eichhörnchen besitzen eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 20-25 cm und einer Schwanzlänge von 16-20 cm. Die Ohren, die Haarbüschel besitzen, weisen eine Länge von 2,5-3,5 cm auf und ragen weit aus dem Pelz heraus. Außerdem besitzen Eichhörnchen 5 Reihen Schnurrbarthaare. Die Augen sind gut ausgebildet. Das Farbsehen ist weniger ausgeprägt, jedoch können sie sehr genau Distanzen abschätzen, was besonders beim Springen besonders wichtig ist. wie bei allen Nagetierern sind die Zähne bei starker Beanspruchung nachwachsend.

Kräftige, lange Hinterbeine weisen die Tiere als guten Springer und Kletterer aus.  Zum Klettern ist die Hand besonders ausgebildet; der Daumen ist gut ausgebildet. Sie besitzen lange, gekrümmte, gut ausgebildete Krallen. Eichhörnchen haben einen angeborenen Klammerreflex, der beim Klettern wichtig ist und sie nicht vom Baum fallen läßt. Der Schwanz dient beim Klettern als Balanceorgan. Auch beim Springen über große Distanzen, z.B. von Baum zu Baum wird der Schwanz als Seitenruder und Stabilitätsorgan eingesetzt.
Hauptfeinde des Eichhörnchens sind der Baummarder, der Habicht und andere Greifvögel.


Diese Nagetiere sind in allen Waldarten beheimatet

Vertikal ist das Eichhörnchen von der Hügelzone bis an die Waldgrenze verbreitet. Die Obergrenze seines Vorkommens kann bis auf 2000m Seehöhe reichen. Die tagaktiven Eichhörnchen bewohnen Nadel-, Misch- und Laubwälder mit großfrüchtigen Gehölzen. Nach Angaben von Spitzenberger et.al (2001) sind Eichhörnchen von  Zapfen tragenden Nadelbäumen (Fichten und Kiefern), Buchen und Haselnuss abhängig. Auch Baum- und Strauchhecken, Parks und Obstgärten werden gerne aufgesucht.
Die Tiere ernähren sich von Knospen, Blüten, Samen, Früchten und Trieben. Gerne fressen sie auch Pilze, Insekten oder Vogeleier und die "Zapfen" von  Nadelbäumen. Bei Nahrungsüberfluss legen die Eichhörnchen Depots an, in denen e sie Nüsse, Zapfen u.dgl versteckt. Diese Depots liegen in der Erde am Fuß von Bäumen und sonstigen Stellen, um sie später leichter aufzufinden. Eybl-Eibesfeldt spricht vom Vorratsammeln als einer Instinkthandlung, die durch Schlüsselreize ausgelöst wird.

Eichhörnchen sind in Bezug auf ihre Nester nicht anspruchsvoll

Eichhörnchen bauen Nester oder bauen Vogelnester für die eigenen Ansprüche um; freie Spechthöhlen, auch Vogelnistkästen werden ab und zu angenommen. Die Nester werden mit Moos, Gras, Bast oder dgl. gepolstert.

Während des Winters sind sie wach, halten also keinen echten Winterschlaf. Bei großer Kälte kuscheln sich mehrere Tiere aneinander, wohl auch um Energie zu sparen, und verlassen tagelang nicht ihr Nest. Eichhörnchen wechseln im Frühjahr und Herbst das Haarkleid,wobei sie es jedes Mal nur unvollständig wechseln.
Eichhörnchen sind außer zur Paarungszeit Einzelgänger. Die Brunst dauert vom Frühjahr bis zum Sommer; Höhepunkt ist die Paarung. Nach einer Tragzeit von 38 Tagen werden zwischen drei und acht blinde, nackte Junge geboren. Die Jungen haben ein Geburtsgewicht von 8 - 12 Gramm. Erst nach etwa vierzig Tagen wird feste Nahrung aufgenommen, am 45. Tag verlassen die Jungen das Nest.



Eichhörnchen sind (noch) ungefährdet

Diese Tierart ist in Österreich so gut wie nicht gefährdet. Eine Gefährdung in Mitteleuropa scheint durch das Grauhönchen, einem Verwandten unseres Roten Eichhörnchens gegeben. Es handelt sich um eine, für Europa neue Tierart. Sie stammt aus Nordamerika und wurde Ende des 19 Jahrhunderts in Großbritannien und Italien eingeführt. Grauhörnchen (graue Eichhörnchen) besetzen die Habitate unseres Roten Eichhörnchens und tragen so zur Gefährdung bei. Grauhörnchen stehen an der Südgrenze Österreichs und es ist mit einer baldigen Ausbreitung auch hierzulande zu rechnen.

Nach neuen Erkenntnissen soll der auffallend rasche Rückgang der Europäischen Eichhörnchen und die gleichzeitige Expansion der Grauhörnchen in gemeinsamen Vorkommensgebieten – insbesondere in England – in erster Linie auf einen Virus zurückzuführen sein. Die sogenannten „Eichhörnchen-Pocken“ lösen eine hohe Sterblichkeit unter den roten Eichhörnchen aus, während die Grauhörnchen gegen den von ihnen eingeschleppten Erreger immun sind.

Nach der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN ist das Rote Eichhörnchen derzeit ungefährdet. Es ist aber wahrscheinlich, dass es in näherer Zukunft zur Kategorie der gefährdeten Arten gerechnet werden muss.

Das Rote Eichhörnchen ist im Osten und im Süden Österreichs dichter verbreitet als in Salzburg, Tirol, und Vorarlberg. Eichhörnchen sind EU-rechtlich und landesrechtlich im gesamten Bundesland geschützt.  

Literatur

Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Berner Konvention

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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