Baumschläfer

Baumschläfer sind Bewohner natürlicher Habitate
Baumschläfer sind kleine, nachtaktive Nager mit einer Kopf-Rumpf- bzw. Schwanz-Länge von 9 cm; ihre Ohren sind klein, der Schwanz buschig behaart. Baumschläfer sind einheitlich dunkelgrau gefärbt; sie sind als westpaläarktisches Element Bewohner von Laub- und Laubmischwäldern mit gut entwickeltem Unterwuchs und ausgeprägter Strauchschicht, wobei feuchte, unterwuchsreiche Habitate bevorzugt werden. Dort bewohnen sie Baumhöhlen und Vogelnistkästen. Sie bauen ihre Nester in Bäumen und Büschen. Sie kommen bis in größere Hohen vor; als Kulturfolger kommen sie, wo sie auch in Hütten eindringen. Vertikal leben Baumschläfer von der planar/kollinen bis in die submontane Höhenstufe. Ein aktueller Nachweis in Salzburg stammt aus dem Raum Maria Alm im Pinzgau, einige ältere Vorkommen gibt es sowohl im Hochköniggebiet als auch im Seengebiet im Flachgau. Baumschläfer ernähren sich im allgemeinen von Schmetterlingen, deren Raupen, Käfern, Vogeleiern und kleinen Wirbeltieren. Sie fressen auch Samen, Knospen und Früchte. Die Tiere bringen im Sommer zwei bis sechs Junge zur Welt, die relativ rasch selbständig werden.
Baumschläfer sind selten und daher geschützt
Da es keine Bestandsaufnahmen zu dieser Art gibt, können keine Aussagen über die Gefährdung des Baumschläfers in Österreich getroffen werden werden. Ihr Auftreten in Salzburg ist jedoch sehr lokal und äußerst selten.Gemäß den Angaben der "Roten Liste gefährdeter Tierarten Österreichs" (ZULKA et al. 2005) ist der Bestand des Baumschläfers in Österreich extrem selten, seine Bestandesentwicklung zeigt einen schwachen Rückgang, die Habitatverfügbarkeit mäßig gering; insgesamt zeigen sich mäßige anthropogene Beeinflussungen. Baumschläfer sind durch die Berner Konvention und die FFH-Richtlinie, in Salzburg landesrechtlich geschützt. Für die Erhaltung dieser Art ist gemäß Roter Liste (ZULKA et al.(2005)) Schutzbedarf gegeben.
Literatur
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