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Nord- (Eurasischer) Luchs

  • Lynx lynx lynx  (Skandinavien, Westeuropa, europ.Teil Russlands bis Sibirien)
  • Lynx lynx carpathica (Karpaten, Slowakei, Polen, Tschechien)
  • Lynx lynx dinniki (Kaukasien, Iran, Türkei)
  • Lynx lynx sardiniae (Sardinien , möglicherweise ausgerottet)
  • Lynx lynx balcanica (Kroatien,. Mazedonien, Bosnien - Herzegowina,Albanien, Griechenland
  • Lynx lynx wardi (Altai, Kaukasus, Russland)
  • Lynx lynx koslovi (Südrussland bis Transbaikalgebiet, Nordmongolei)
  • Lynx lynx stroganovi (Russland, Teile Sibiriens und Nordmandschurei)
  • Lynx lynx wrangeli  (Russland; Ostsibirien, Jakutien)
  • Lynx lynx orientalis (Russland, Transkaukasien, Nordiran)
  • Lynx lynx isabellinus (Russland, Turkmenistan, Ostafghanistan, Nordpakistan, Indien, Himalaya und Tibet)  

Nordluchs           JensBredehorn/pixelio

 Südwärts ist der Nordluchs bis Kleinasien, dem Iran und dem Irak, über das tibetanische Hochland bis Nordindien verbreitet. Seine Vorkommen in Mittel- und Südeuropa sind spärlich und nur punktuell; hier kommt er in 10 distinkten Subpopulationen vor. In Liechtenstein gilt die Art als regional ausgestorben. Die Größe der europäischen Population beträgt (ohne Russland) schätzungsweise 8000 Tiere.

Das Verbreitungsgebiet in Asien zieht sich wie ein breiter Streifen über das südsibirische Waldland und erstreckt sich vom Ural über Ostrussland bis zum Pazifik im Osten.  

Die russische Luchspopulation wird auf 30 000 – 35 000 geschätzt. In China ist die genaue Populationsgröße unbekannt, doch die Regierung nimmt an, dass sie wegen Lebensraumverlustes stark rückläufig ist. In der Mongolei wird die Populationsstärke mit 10000 Individuen angenommen, während das Vorkommen in der inneren Mongolei unsicher ist.

Luchse wurden vor etwa 100 Jahren in Österreich ausgerottet. Durch eine bestehende, langsame Verbesserung ihrer Lebensräume wandern Luchse seit etwa den 90er-Jahren wieder zu. In Salzburg wurde nördlich des Tauerntunnels ein überfahrenes Luchsmännchen gefunden, um Jahrtausendwende wurde im Nationalpark Kalkhochalpen ein Tier gesichtet und mittels Fraßspuren und -resten zweifelsfrei identifiziert.

Nach einer GIS-Studie bieten die westösterreichischen Bundesländer (damit auch Salzburg) die besten Vorrausetzungen für eine erfolgreiche Wiederbesiedelung. Hier könnten lokale Populationen begründet werden, die als Ausgangspunkt für eine weitere Besiedelung dienen.

Die Chance einer erfolgreichen Wiederbesiedelung Westösterreichs wird nicht zuletzt von gezielten Managementmaßnahmen abhängen. Diese wären Schaffung von Grünbrücken oder gezielte Umsiedlungsmaßnahmen zur Unterstützung der Zuwanderung. Vorraussetzungen hiefür wäre sicherlich eine langfristige Planung und stetiger Meinungsaustausch zwischen Behörden, Naturschutzverbänden sowie Wissenschaftern unter Einbeziehung der betroffenen Landwirten und Jäger.   

Luchse sind stark gefährdet. Es sind einerseits anthropogene Gefährdungen wie Kollisionen mit Verkehrsmitteln, illegale Abschüsse in Folge der Konflikte mit dem Menschen, andererseits Lebensraumverlust durch Verinselungen und Lebensraumisolation durch Straßen- und Autobahnbau sowie verstärkter Siedlungsdruck.

Nach Angaben der „Roten Liste gefährdeter Tiere Österreichs“ ist die Bestandessituation mäßig, die Bestandessituation etwa gleich bleibend, die Bestandesentwicklung ungefähr gleich bleibend. Die Habitatverfügbarkeit ist positiv, die Entwicklung der Habitatsituation ungefähr gleich bleibend. Laut Roter Liste ist direkte anthropogene Gefährdung durchaus vorhanden.  

Luchse sind durch nationale Gesetze und Verordnungen sowie durch verschiedene Verordnungen und Richtlinien der EU (FFH-RL, Berner Konvention) und internationale Abkommen (Washingtoner Artenschutzabkommen) weltweit geschützt.





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