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Iberischer Luchs (Lynx pardinus)

Iberische Luchse sind stark gefährdet. Sie kommen in kleinen, verstreuten Populationen im Südwesten der Iberischen Halbinsel vor. Die letzten Zählungen ergaben 84 – 143 Tiere in 2 reproduzierenden Populationen. In Portugal gilt er als verschollen oder ausgestorben.    
Verbreitungsgebiet des Iberischen Luchses     (c) IUCN

Der iberische Luchs lebt in mediterranen Wäldern und Macchie und fehlt in Eukalyptus- und Pinienplantagen, wo seine Beutetiere nur sehr spärlich vorkommen. Er bevorzugt dichtes Buschwerk als Versteck und offenes Grasland zur Jagd. Seine Hauptbeute sind Wildkaninchen, die 80% - 100% seiner Nahrung ausmachen. Andere Nahrungstiere, die ab und zu genommen werden, sind verschiedenen andere Nager, Gänse, Enten und Jungwild.

Die Gefährdung des iberischen Luchses ergibt sich aus Habitatveränderungen und -zerstörung, die ihn über Jahrhunderte bedroht haben. In letzter Zeit ist es der Überbesatz an Wild, Viehbestand, sowie Straßen- und Forstwegebau.

Aktuell ist der Iberische Luchs als Anhang 1 Art des Washingtoner Artenschutzabkommens, im Anhang 2 der Berner Konvention sowie im Anh.2 und Anh.4 der FFH-Richtlinie geführt. Außerdem ist der Iberische Luchs durch nationale Gesetze in Portugal und Spanien vollkommen geschützt. Überdies steht er auf den nationalen Roten Listen Spaniens und Portugals. In Portugal sieht der Nationale Aktionsplan zur Rettung des Iberischen Luchses eine Wiedereinbürgerung vor. Außerdem wird seitens der IUCN der Schutz weiter Gebiete geeigneter Habitate als Lebensraum neuer Luchspopulationen empfohlen.





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