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Große Moosjungfer

Die Große Moosjungfern ist eine sehr gefährdete, seltene Libellenart.  Die Tiere sind kräftig gebaut.  Die Männchen besitzen auf der Abdomenoberseite einen gelben Fleck. Die Weibchen fallen durch ihren großen, dottergelben Abdominalfleck auf.

Große Moosjungfern benötigen Gewässer als Lebensraum

Bevorzugter Lebensraum der großen Moorjungfer sind  nach Angaben von RAAB et al. (206) Sie besiedelt bevorzugt Gewässer mit einer größeren freien Wasserfläche. Nahrungshabitate sind extensiv genutzte Wiesen.
Die erwachsenen Tiere fliegen von etwa Mitte Mai bis Mitte Juli und sind in dieser Zeit an den Fortpflanzungsgewässern zu beobachten.  Als solche werden nährstoffreiche Zwischenmorgewässer,  anmoorige Teiche,  Übergangsmoore und Schottergrubengewässer im Verlandungsstadium genutzt. Die männlichen Tiere sitzen gerne auf Grashalmen oder den Fruchtständen des Wollgrases.
Die Paarung zeigt meist keine Auffälligkeiten; die Tiere sitzen als Paarungsrad zumeist eine Viertel Stunde  an der Ufervegetation. Die Eiablage erfolgt an Gewässerabschnitten mit geringer Tiefe mit dunklem Untergrund freie Wasser. Daraus schlüpfen etwa 6 Wochen später die Larven. Sie lebt vor allem im Röhrichtbereich bis 50 cm Tiefe. EineKoeoexistenz mit Fischen ist nicht möglich. Die Larven sind gedrungen und besitzen dorsal am Hinterleib  kleine Rückendorne. Die Larvalzeit dauert etwa 2 Jahre.  Erst dann entwickelt sich die fertig ausgebildete Libelle.


Große Moosjungfern sind stark gefährdet

Diese Libellenart ist durch hohe Lebensraumansprüche während ihrer langen Entwicklungszeit und die Gefährdung ihrer Biotope durch die Methoden der modernen  Landwirtschaft (Trockenlegung, Düngung usw.) stark gefährdet. Sie sind auch durch starke Beschattung der Larvengewässer durch Gehölzaufwuchs, aufwachsendes Schilf, weiters durch Eutrophierung und Fischbesatz stark gefährdet.

Die Große Moosjungfer steht nach ZULKA auf der Roten Liste geschützter Tierarten (RL=2). In Österreich ist diese Art vom Aussterben bedroht. Sie steht somit im Mittelpunkt internationaler Schutzbemühungen. Beim Vorkommender großer Populationen dieser Art müssen Natura 2000 - Schutzgebiete ausgewiesen werden.

Große Moosjungfern kommen im Bundesland Salzburg nach Angaben der Biodiversitätsdatenbank des Landes Salzburg im Zehmemoos (Gem. Bürmoos), im Natura 2000-Gebiet Wengermoor (Gemeinde Köstendorf) sowie im Landschaftsschutzgebiet Mandlinger Moor (Stadtgemeinde Radstadt) vor. Diese Libellenart ist EU-rechtlich  als auch durch Landesgesetz vollkommen geschützt .

Literatur

Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Biodiversität in Österreich

Umweltbundesamt

Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

Insektenlebensraum Wald

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