Widderchen (Zygaenidae)

Grünwidderchen Bildquelle: www.sechsbeine.de
Widderchen umfassen viele tagfliegende Arten, die aufgrund morphologischer Merkmale den Nachtfaltern zugerechnet werden. Widderchen sind hauptsächlich in der Alten Welt verbreitet und in Europa mit mehreren Arten vertreten. Ihre Flügel besitzen zumeist eine lebhaft bunte Färbung und metallischen Glanz. Sie umfassen bekannte Arten wie das Grünwidderchen (potenziell gefährdet, RL-Ö=4)), das Blutströpfchen und viele andere bekannte Arten. Die Antennen der Widderchen sind keulen- oder kolbenförmig verdickt oder besitzen Kammzähnung. Die Färbung vieler Widderchenarten stellt eine Schreckfärbung gegenüber Feinden dar („Mimikry“) und soll ihre Giftigkeit anzeigen.
Die Falter fliegen in einer Generation. Bevorzugte Fluggebiete der einzelnen Zygaenaarten sind geschützte, heiße Hänge, Sonnenplätze mit Schlehengebüschen, feuchte Wiesen, Berg- und Moorwiesen, Laubwaldränder, Waldschläge, Sumpfgebiete, trockene, buschige Wiesen, Magerrasen und ähnliche. Widderchen sind ausgezeichnete Indikatorarten für verschiedene magere Wiesen und Saumbiotope.
Die Schmetterlinge überwintern zumeist als Raupe; diese ist kurz, dick und weist oft dichte Behaarung auf. Die Raupen benötigen je nach Art Schlehe, Pflaume, Aprikose, Flockenblume, Ampfer, Thymian, Hornklee oder andere als Futter.
Die Puppen sind zumeist in einem bräunlich-weißen bis gelblichen Kokon, in der Erde, an Stängel oder Halmen bzw. Zweigen ihrer Futterpflanze zu finden.
Widderchen sind nach der Roten Liste teilweise stark gefährdet: einerseits intensive Landwirtschaft, Umwandlung von Blumen- in Futtergraswiesen durch intensive Düngung, andererseits die Trockenlegung feuchter Wiesen und Sumpfgebiete, aber auch der Verlust von Biotopen wie Waldränder, Hecken oder Magerrasen gefährden bei uns das Vorkommen der Widderchen.
Literatur
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