Wolfsmilchschwärmer
Der Wolfsmilchschwärmer gehört zur Familie der Schwärmer. Es handelt sich bei ihm um einen dämmerungs- bis nachtaktiven Falter, der ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammt; er ist über die Alpen bei uns eingewandert.
Es handelt sich bei ihm mit 60-75mm Flügelspannweite um einen relativ großen Falter. Seine Vorderflügel sind braungrünlich mit einem rosa getönten Mittelfeld, die Hinterflügel besitzen dagegen auf weißem Grund ein rotes, schwarz gesäumtes Feld. Insgesamt soll diese auffällige Färbung der Feindabschreckung dienen. Noch auffälliger ist die schwarz-gelb gefleckte Raupe gezeichnet, die außerdem noch weiße Flecke mit roten und gelben Rücken- und Seitenlinien besitzt. Die Raupe frisst die giftige Zypressenwolfsmilch.
Diese Schmetterlingsart kommt auf naturnahen Trocken- und Magerrasen mit größeren Beständen von Zypressen-Wolfsmilch vor. Sie ist in wärmeren, nicht intensiv bewirtschafteten Landschaften anzutreffen. Vertikal kann man die Falter bis in Höhen von etwa 2000m finden.
Die Eiablage erfolgt in kleinen Gelegen an Endtrieben der Futterpflanze. Die jungen Raupen leben zunächst in Verbänden, die sich später auflösen und vereinzeln.
Sie fliegt von Mai bis Juli in einer Generation, kann aber auch eine zweite Generation bilden, die ab Ende August anzutreffen ist. Die Verpuppung findet im Herbst statt, die Herbstpuppen überwintern in einem Kokon; manche Puppen überwintern mehrere Jahre.
Der Wolfsmilchschwärmer ist hochgradig gefährdet und gilt bei uns im Bundesland Salzburg laut Roter Liste als vom Aussterben bedroht. Einerseits durch die Seltenheit der Biotoptypen Trocken- und Magerrasen, die Intensivierung der Landwirtschaft, andererseits dadurch, dass die Futterpflanze seiner Raupe als Unkraut bekämpft wird, was zusätzlich zu seiner hochgradigen Gefährdung beiträgt.
Wolfsmilchschwärmer sind im Bundesland Salzburg landesweit durch die Bestimmungen der Tier- und Pflanzenarten-Schutzverordnung geschützt.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
Washingtoner Artenschutzabkommen
Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten
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