Schwarzer Apollo

Der schwarze Apollo ist verwandt mit dem Apollofalter; systematisch wird er zur Familie der Ritterfalter (Papilionidae) gerechnet. Äußerlich unterscheidet er sich vom Apollofalter dadurch, dass die roten Augenflecken auf den Vorder- und Hinterflügeln fehlen. Außerdem finden wir beim Schwarzen Apollo sexuellen Dimorphismus, d.h. dass sich Männchen und Weibchen äußerlich unterscheiden: Das Weibchen weist eine deutlich ausgeprägte schwarze Fleckung auf Vorder- und Hinterflügeln gegenüber dem Männchen auf.
Gesamthaft ist der Schwarze Apollo von den Pyränäen über die Alpen, den Balkan, Mittel- und NO-Europa, Griechenland, Appenin , bis Iran, Irak und Ural verbreitet. Der Schwarze Apollo lebt bevorzugt auf frischen Wiesen, Laub- und Mischwaldlichtungen, felsigen und grasigen Hängen oder Schluchten. Dieser Tagfalter gilt als mesophile Waldart, alsoals Bewohner der inneren und äußeren Säume und der Mantelstrukturen. Seine Futterpflanze, auf der auch die Eier abgelegt werden, ist der Lerchensporn. In Salzburg sind Schwarze Apollos an die Strukturen der Kalkalpen gebunden, aber auch punktuell in den Hohen Tauern zu finden. Schwarze Apollos fliegen in einer Generation von Mai bis Juli. Die Raupen des Schwarzen Apollos ähneln denen der Apollos und sind schwarz mit zwei Reihen orangeroten Punkten. Der Schwarze Apollo überwintert als voll entwickelte Raupe in der Eihülle oder außerhalb.
Der Schwarze Apollo gehört zu den gefährdetsten Schmetterlingen. Er steht in der Bundesrepublik Deutschland auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten auf der Stufe 1 (stark gefährdet), in Salzburg steht er laut Embacher (1996) auf der Gefährdungstufe 3 (gefährdet). Er ist im Bundesland Salzburg durch die Fauna Flora Habitat Richtlinie (FFH), Anhang IV geschützt.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
Washingtoner Artenschutzabkommen
Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten
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