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Edelfalter

Abbiss-Scheckenfalter 	 Foto:Archiv Naturschutzabt.Sbg

Die Familie der Edelfalter umfassen weltweit mehr als 6000 Arten und damit etwa ein Drittel aller Tagfalter.  Die Imagines (adulte Falter) weisen zum Teil  prächtige Farbmuster auf, z.B. der Trauermantel ( (RL-Ö=3), der Große Eisvogel  (RL-Ö=2), oder der Große ((RL-Ö=3) und Kleine Schillerfalter (RL-Ö=3), der Admiral (RL-Ö= +), der Kaisermantel  u.a.  Auch mehr oder weniger unscheinbare Arten wie die verschiedensten Satyrinae finden wir in dieser Familie. Als Besonderheit der Edelfalter wäre zu nennen, dass ihre Vorderbeine reduziert sind und sie nur 4 ausgebildete Beine besitzen (2 Beinpaare), während die meisten übrigen Insekten Sechsbeiner sind. Außerdem ist ihr Rüssel gut ausgebildet.

Edelfalter sind tagaktiv, gute Flieger und lieben besonnte Biotope. Hier besuchen sie gerne verschiedene Blüten. Die Raupen vieler Arten leben gesellig. Sie fressen an den verschiedensten Blättern und Gräsern. Bei den Satyridae sind die Raupen mit Längsstreifen versehen, die ihnen im Gras eine bessere Tarnung verleiht.

Edelfalter durchlaufen z.T. 2-3 Generationen pro Jahr. Das Überwinterungsstadium ist artspezifisch entweder die Puppe oder die junge oder halberwachsene Raupe oder das Imago. Die Raupen sind oft auffällig gefärbt und tragen oft lange Dornen. In Mitteleuropa kommen etwa 85 Arten vor.

Mohrenfalter 	Foto:Archiv Naturschutzabt Sbg

Zu den Edelfaltern zählt man unter anderem folgende bekannte Schmetterlinge : Den kleinen und großen Fuchs , das Tagpfauenauge, das Waldbrettspiel (Pararge aegeria), den Distelfalter (Vanessa cardui), den Admiral (Vanessa atalanta), den Kaiserden gromantel (Argynis  paphia), den Eschenscheckenfalter (Eyphydryas maturna), das Ochsenauge (Maniola jurtina), den Weißbündigen Mohrenfalter (Erebia ligea) und viele andere bekannte Tagfalter.

Die Gefährdungsursachen der Edelfalter sind vielfältig: sie sind einerseits in einer zunehmenden Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft begründet, aber auch ein zunehmender Lebensraumverlust durch Umwandlung von Laubwäldern in schnellwüchsige Fichtenforste, eine Beseitigung des lebensnotwendigen Waldmantelsaums als Lebensraum für Raupen und Puppen, Umwandlung der wichtigen Magerwiesen in Fettwiesen und ein Beseitigen von Gebüschen und Hecken, Heranmähen bis an den Waldrand, auch eine Überdüngung der Wiesen, wodurch es zu einer „selektiven“  Umwandlung von Blumen- und Magerwiesen, also der Nahrungsquelle und Lebensraum für Schmetterlinge, in grüne Gras- bzw. Futterwiesen bzw. ein Ausrotten der Wiesenunkräuter trägt Schuld an ihrem Verschwinden.

Alle Edelfalter sind landesweit geschützt. Der Eschenscheckenfalter ist zusätzlich Bestandteil der Fauna-Flora-Habitat-RL  (FFH-RL) Anh.II u.Anh.IV, die übrigen Nymphaliden landesweit durch die Salzburger Pflanzen- und Tierartenschutz- Verordnung 2001.

Literatur

Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Biodiversität in Österreich

Umweltbundesamt

Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

Insektenlebensraum Wald

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