Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Schwarzblauer Bläuling)

Bild: Mario Maier, www.europeanbutterflies.com
Der Dunkle Wiesenknopf - Ameisenbläuling ist ein kleiner Tagfalter, bei dem die Flügeloberseite des Weibchens einheitlich braun, die des Männchens unterseitig dunkel ockerfarben, oberseitig stark verdunkelt ist. Das Vorkommen dieses Schmetterlings ist selten und lokal. Er gilt in Europa als gefährdet. Seine Gesamtverbreitung in Europa reicht von Nordspanien , Ostfrankreich über Mitteleuropa bis zum Ural. Ränder von feuchten Gräben und Gewässern gelten als potenzielle Lebensräume dieser Bläulingsart.
Der Schmetterling heftet die Eier an die Blüten des Großen Wiesenknopfs, der die Futterpflanze dieses Tagfalters darstellt. Seine Raupen leben zunächst auf dieser Pflanze, dann in Symbiose mit der Knoten-Ameise . Sie verpuppen sich auch in deren Nestern, von der sie die Brut fressen.
Der dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling fliegt in einer Generation von etwa Mitte Juni bis Mitte August. Als Lebensraum gelten Feuchtwiesen, auf denen seine Futterpflanze häufig vorkommt (z.B. bestimmte Pfeiffengras- und Glatthaferwiesen), bevorzugt aber auch trockene Straßenränder. Diese Art gilt als hygrophil, also eine Art, die Feuchthabitate wie Riede, Quellhorizonte, Nass- und Feuchtwiesen mit kühlem Mikroklima besiedeln. Diese Tagfalterart bevorzugt mäßig nährstoffreiche , z.T lichte Hochstaudenfluren und feuchte Wiesen mit Großem Wiesenknopf. Diese Schmetterlingsart gibt es in Salzburg u.a. in Adnet/Weidach, auf der Vorderfager in Elsbethen, im Wengermoor, sowie im NSG Obertrumer See.
Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist gefährdet (RL-Ö=2) durch Überdüngung, Einsatz von schweren Landmaschinen, Bebauung, Herbizideinsatz und Entwässerung. Dunkle Ameisenbläulinge und deren Larven sind EU-weit durch die Bestimmungen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, Anhang II und IV geschützt. Zu seiner Erhaltung ist nach Auffassung des Umweltbundesamtes (Zulka et al. 2005) erhöhter Schutzbedarf gegeben durch Kartierungen als Grundlage für gezielte Schutzmaßnahmen, sowie Vertragsnaturschutz.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
Washingtoner Artenschutzabkommen
Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten
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