Heckenwollafter

Heckenwollafter sind äußerst seltene, tagaktive Vertreter der Glucken. Sie sind mittelgroße, wärmeliebende Falter mit einer Flügelspannweite bis 60 mm. Die Habitate des Heckenwollafters sind Auwälder, Waldrandbereiche, Hecken, Gehölzgruppen und extensive feuchte Wiesenbereiche, die von Weißdorn besiedelt werden. Diese Schmetterlingsart lebt an warmen Standorten mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit im Flachland und bis 1300m im Gebirge.
Diese Falter zeichnen sich durch einen breiten rüssellosen Kopf aus. Die behaarten Raupe leben gesellig in einem Gespinstnest, das sie zum Fressen verlassen.
Sie fliegen in einer Generation von März bis Mitte April.
Diese Schmetterlingsart ist österreichweit höchst gefährdet (RL-Ö=2). Vor allem intensive Landwirtschaft (Düngung, Umwandlung in Futtergraswiesen), aber auch Trockenlegung vieler feuchter und nasser Lebensräume und Meliorisierung trägt zur Gefährdung dieser Schmetterlingsart bei . Laut Roter Liste des UBA ist sie in Salzburg bereits nicht mehr auffindbar; auch in anderen Bundesländern gilt diese Schmetterlingsart als verschollen bis hochgradig gefährdet.
Der Heckenwollafter ist derzeit im Bundesland Salzburg nicht nachgewiesen. Aus EU-rechtlichen Überlegungen wurde er dennoch in die Tier- und Pflanzenartenschutz-Verordnung übernommen. EU-weit genießt er den Schutz der FFH-Richtlinie Anh.II und Anh.IV.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
Washingtoner Artenschutzabkommen
Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten
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