Glucken
Glucken sind nachtaktive Schmetterlinge von unterschiedlicher Größe, die zumeist auffallend gefärbt sind. Sie weisen einen kräftigen Körperbau und eine dichte Behaarung auf. Die Männchen dieser Falterart fliegen sehr schnell, die Weibchen sind eher träge. Die Männchen besitzen Fühler mit engen, doppelten Verzweigungen, die Weibchen haben kurze zweireihig gekämmte Fühler. Die bunten Raupen sind ebenfalls mehr oder minder dicht behaart; die Verpuppung erfolgt in festen Kokons.
Lasiocampidae besitzen rückgebildete Mundgliedmaßen, sie nehmen keine Nahrung auf. Reine Lebenszeit der Falter beträgt dementsprechend nur wenige Tage. Rechnet man die Entwicklungszeit vom Ei bis zum Falter zusammen, handelt es sich um den langlebigsten Schmetterling, da verschiedene Arten sehr langlebige Puppenstadien besitzen. Glucken fliegen durchwegs in einer Generation von etwa Mai bis November.
Diese Schmettlingsfamilie kommt weltweit vor; unter ihnen sind Land- und Forstwirschafts- sowie Gartenschädlinge zu finden. Die Palette der Futterpflanzen reicht von verschiedenen Obstgehölzen sowie Brombeeren, Apfel, Schlehen, Weißdorn, sowie Eiche, Birke, Kiefer, Tanne und andere. Bemerkenswert ist die gute Anpassungsfähigkeit der Falter an ihren Lebensraum (z.B. Baumstamm, Schutz vor Feinden).
Bevorzugter Lebensraum der Glucken sind Hochmoore, Hecken, Waldränder, Obstgärten, Streuobstwiesen und Waldwiesen, aber auch Eichenwälder.
Hauptgefährdung der Glucken ist Biotopverlust: entwässerte oder abgetorfte Hochmoore, Hecken, die der Meliorisierung zum Opfer fallen, sowie Waldränder, die bis an den Baumbestand heran gemäht werden und dessen Ökoton beseitigt wird, sowie aufgeforstete Waldwiesen, sind eine Gefährdung für diese Schmetterlingsart.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
Washingtoner Artenschutzabkommen
Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten
| Kostenloser Suchmaschineneintrag | ||
|
|

