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Schmetterlinge

Distelfalter  Bildquelle: www.pixelio.de

Distelfalter                                                            Bildquelle: www.pixelio.de


Die Ordnung "Schmetterlinge" umfasst sehr viele Arten

Die Schmetterlinge sind innerhalb der Insekten eine relativ große Gruppe mit weltweit etwa 150000 Arten, von denen in Mitteleuropa etwa 3600  Arten vorkommen. Entwicklungsgeschichtlich sind die Schmetterlinge sind seit ungefähr dem Ende des Jura, also seit 200 Mill. Jahren bekannt und haben es auf einen großen Farb- und Formenreichtum gebracht ! Ihre Flügelspannweite schwankt zwischen 4 - 120 mm.

Schmetterlinge sind leicht erkennbar

Schmetterlinge sind vierflügelig, wobei die Vorderflügel größer als die Hinterflügel sind; Vorder und Hinterflügel schlagen synchron. Ihre Antennen (Fühler) können je nach Art verschiedenartig gebaut sein: die Formen reichen von keulenförmig über gebürstet und verzweigt. Schmetterlinge besitzen Facettenaugen, die punktförmigen Ocellen fehlen. Außerdem fällt bei den meisten Arten ein langer Saugrüssel auf, die Mundwerkzeuge sind saugend-leckend.

Die Flügel sind von verschiedenartigen Schuppen bedeckt; Lichtbrechung an den Schuppen verleiht den meisten Schmetterlingen ihre Farbe (Strukturfarbe). Die Schuppen sind Weiterentwicklungen der Haare der Köcherfliegen.

Oftmals findet sich bei den Schmetterlingen auch ein speziell ausgebildetes Hörorgan (Tympanalorgan), das sie als Schutz vor Fledermäusen einsetzen, um so rechtzeitig die Flucht ergreifen zu können. Besonders ausgeprägt ist es bei den Eulenfaltern. Mittels dieses Tympanalorgans können auch einige Arten selbst Ultraschall erzeugen und das Ortungssystem des Fressfeindes stören.

Die Imagines (erwachsenen Tiere) sind tag- oder nachtaktiv. Nachtaktive Falter werden durch Licht angelockt. Schmetterlinge entwickeln sich im Allgemeinen ausgehend von Eiern, über eine Raupe, machen dann ein Puppenstadium durch, das verschieden lang dauern kann, bis zum fertigen Falter. Zumeist frisst die Raupe soviel Vorrat an, der im Puppenstadium aufgezehrt wird. Die Puppe kann unscheinbar sein bis zu auffällig gefärbt, um auf ihre Giftigkeit hinzuweisen und Fressfeinde zu warnen.

Bevorzugte Lebensräume der Schmetterlinge sind Hecken, Waldmantelsäume, trockene, warme Wiesen, sonnige „Leitn“, ungedüngte, magere Wiesen mit großer Blumenvielfalt, aber auch Laub- und Mischwälder sowie Laubwaldlichtungen.

Ganz allgemein sind Schmetterlinge gefährdet, Gefährdungsursachen sind Vernichtung von Biotopen, wie Hecken, Waldränder, Blumenwiesen und Magerwiesen. Die Methoden der modernen Land- und Forstwirtschaft wie Düngung, oftmalige Mahd, Umwandlung von Blumen- in Futtergraswiesen, Umbruch von Laubwälder in schnellwüchsige Fichtenforste, Aufforstung von Waldlichtungen und Mahd bis zum Waldrand sind weitere Ursache n für die Gefährdung der Tiere.

Literatur

Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Biodiversität in Österreich

Umweltbundesamt

Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

Insektenlebensraum Wald

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