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Alpenbock

Der Alpenbock ein Vertreter der Bockkäfer und in Salzburg geschützt sind Bildquelle: pixelio.de

Alpenbock                                        Bid: www.pixelio.de

Der Alpenbock ist leicht erkennbar

Der Alpenbock ist eine unserer prächtigsten Bockkäferarten. Er wird bis zu 40 mm lang mit  etwa doppelt so langen Fühlern (Antennen) beim Männchen, beim Weibchen kaum körperlang. Diese Antennen sind weiß-schwarz gestreift; daran ist diese Art leicht anzusprechen. Die Flügeldeckenoberseite ist hell- bis graublau mit schwarzen Flecken.

Die Fleckung der Tiere hinsichtlich Form und Größe kann unterschiedlich sein. Auch fast helle und ganz schwarze Tiere kommen vor. Durch seine Körperfärbung und -zeichnung ist der Alpenbock ausgezeichnet getarnt; Alpenböcke kommen bevorzugt auf alten, sonnenexponierten Buchen vor.Hier findet auch die Ei- und Larvalentwicklung des Alpenbocks statt. Brutlebensraum ist stehendes Totholz; Totholz im liegenden Zustand wird nur im  unverpilzten Zustand angenommen. Die Larvalentwicklung des Alpenbocks wird in der Literatur mit 2-3 Jahren angegeben. Die Larven verpuppen sich im Frühjahr; die fertigen Käfer schlüpfen im Sommer.

Diese Käferart ist durch Umbruch der Wälder gefährdet

Die Hauptflugzeit der Käfer ist bei normalem Witterungsverlauf Juli bis August. Heute ist dieser Käfer durch das Aufräumen vieler Wälder von Tot- und Bruchholz stark gefährdet. Ein Einbringen nicht lebensraumtypischer Gehölze wie z.B. Fichten an Buchenstandorten stellt eine eklatante Gefährdung dieser schönen Käfer dar, weil das Substrat für die Ei- und Larvenentwicklung fehlt. Außerdem sind Kahlschläge und großflächiger Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Sinne des Alpenbocks abzulehnen.
Wichtige Förderungs- und Erhaltungsmaßnahmen wären eine nachhaltige Buchenverjüngung, Förderung und Erhaltung von Buchen und Altbuchenbeständen in besonnter Lage.

Der Alpenbock ist in Salzburg durch die Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung  und die FFH-Richtlinie der EU vollkommen geschützt.  Außerdem galt der Alpenbock als das "Tier des Jahres 2002".

Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Biodiversität in Österreich

Umweltbundesamt

Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

Insektenlebensraum Wald


Rückfragen:
M.Hubka