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Bockkäfer

Bockkäfer   Bildquelle: pixelio.de

Bockkäfer               ©:Linda Dahrmann/www.pixelio.de

Bockkäfer sind an ihren langen Gliederantennen leicht zu erkennen

Bockkäfer sind Holz bewohnende,tag-,  dämmerungs- bis nachtaktive Käfer und gehören zur Überfamilie Blattkäfer. Ihr Körperbau ist mittelgroß bis groß mit langen, schlanken Beinen. Sie fallen durch ihre Gliederantennen auf. Das Männchen besitzt lange, auffällige Antennen. Die Käfer können auffällig gefärbt sein, die Palette reicht von metallisch-grün (Moschusbock), gelbpunktiert (Großer Pappelbock), grünpunktiert auf schwarzem Untergrund (Weberbock), bis zu gelber Streifung auf schwarzem Untergrund  (Widderbock). In Mitteleuropa gibt es etwa 250, weltweit etwa 2700 Arten; die Hauptaktivitätszeit der Bockkäfer erstreckt sich von Juni bis August.

Sie haben eine lange Entwicklungzeit

Bockkäferweibchen legen normalerweise einige Dutzend, manchmal sogar mehrere hundert Eier. Die Entwicklung vieler Arten dauert mehr als 1 Jahr, bei manchen Arten bis 3 Jahre. Normalerweise entsteht eine Generation pro Jahr. Die Käfer überwintern als Larve. Bockkäferlarven sind rund, walzenförmig, selten etwas plattgedrückt, weißlich oder gelblich, beinlos, fleischig, weich, mit bräunlichem Kopf. Die Larven entwickeln sich in Holz, Kraut und Wurzeln. Bockkäferlarven sind Holzschädlinge und können lebendes und totes Holz oft  Schaden befallen.
Die Verpuppung erfolgt oft in den so genannten „Puppenwiegen“ unter der Rinde. Bockkäferlarven können aber auch mit Holzimporten zu uns eingeschleppt werden und hier schlüpfen. Die Larve des Hausbocks lebt als „Kulturfolger“ in Dachstühlen, die dann schließlich zusammenbrechen können.

Einige Arten müssen bis zu ihrer Geschlechtsreifung einen Reifefraß an Blättern, Trieben oder Rindenbast durchführen. Einige im Bast oder Holz  lebende Arten bzw. deren Larven können für den Baum sehr schädlich werden. Die mit dem Holz aufgenommene Zellulose  wird durch eine spezielle Enzymausstattung des Mitteldarmes mit Hilfe von Darmbakterien und/oder Einzellern  verdaut.

Moschusbock

Moschusbock                     Bildquelle: www.pixelio.de

Bockkäfer benötigen naturbelassene Lebensräume

Die erwachsenen Käfer erscheinen zu Beginn des Sommers und leben auf Bäumen, Sträuchern, Blüten und liegenden Hölzern. Zumeist schwärmen sie bei Sonnenschein, andere auch bei Abenddämmerung. Hauptlebensräume der Bockkäfer sind Auen, Feuchtgebiete, alte Kopfweiden an Bächen, Eichenwälder, aber auch Parks mit alten Eichen, Trockenstandorte, Bergwälder, Waldlichtungen,  und waldnahe Wiesen.

Sie sind durch Sammeltätigkeit und Lebensraumverlust gefährdet

Bockkäfer waren früher wegen ihrer Schönheit bei den Sammlern sehr beliebt und sind teilweise deswegen heute gefährdet. Durch Lebensraumverlust von Auen, Trocken- und Magerstandorte mit reichlich Blumen und Blüten, die Beseitigung des so wichtigen Waldrandsaumes und aufgeräumte Wälder, aber auch die künstliche Entwässerung feuchter Lebensräume sind Bockkäfer heute besonders gefährdet. Viele der Bockkäferarten sind abhängig von bestimmten Holzvorkommen oder von Altholzbeständen. Das Belassen von Totholz im Wald wirkt sich positiv auf die Bockkäferbestände aus.

Im Bundesland Salzburg sind alle Bockkäferarten mit Ausnahme des Hausbocks nach den Bestimmungen der Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung landesweit gesetzlich geschützt;  somit ist auch jede Sammeltätigkeit streng untersagt. Der Alpenbock gilt sogar als geschützte Art im Sinne der FFH-Richtlinie, Anh.II u.Anh.IV

Literatur


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Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Washingtoner Artenschutzabkommen

Biodiversität in Österreich

Umweltbundesamt

Blumenwiesen als Lebensraum für Insekten

Insektenlebensraum Wald

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Rückfragen:
M.Hubka