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Käfer


Diese Ordnung ist evolutiv sehr alt

Spargelkäfer

Spargelkäfer  Quelle: www.sechsbeine.de        



Käfer sind auf allen Kontinenten anzutreffen

Die Käfer sind die weltweit größte Insektenordnung mit über 300000 Arten. Ihre Körpergröße reicht von ganz klein (0,3 mm) bis etwa 7 cm, maximal etwa 16 cm. Die Artenzahl nimmt in Europa nach Süden hin zu und betragen in Mitteleuropa etwa 8000 Arten.

Die Käfer sind seit dem Beginn des Perms bekannt, also seit etwa seit 280 Millionen Jahren. Sie kommen in allen tiergeografischen Regionen vor: man findet sie in den Polargebieten, in den Wüsten. Sie besiedeln fast alle terrestrischen Biotope, Hochmoore, Bäche, Quellen, Kleinstgewässern, auch im Sandlückensystem kann man sie finden. Diese Ordnung im System der Insekten ist mit einigen Arten im Süßwasser vertreten (z.B.Schwimmkäfer) und fehlen im freien Meer; Bewohner der Meeresufern leben in Tang, Detritus und im Sandlückensystem (z.B. Kurzflügler) zu finden.


Die Käferarten weisen die verschiedenartigsten, unterschiedlichsten Ernährungsarten auf


Pilzfressende Arten  ernähren sich von Pilzhyphen und Pilzsporen.
Holzfressende Arten nehmen Holzreste wie Wurzel, Stamm und Rinde auf ( z.B. Prachtkäfer und Bockkäfer). Diese Arten können auch das Ulmensterben verursachen.
Dungfressende Arten (z.B. Pillendreher) ernähren sich vom Dung Pflanzen fressender Säuger (Schafe, Rotwild, Pferde)
Neben räuberischen Arten (Laufkäfer, Sandlaufkäfer), gibt es Aasfresser, die in Nestern sozialer Insekten oder in der Bodenstreu leben. Bei den Käfern gibt es fleischfressende Arten : Manche Laufkäferarten ernähren sich von Kaulquappen von Amphibien und Schnecken; Marienkäfer fressen Blatt- und Schildläuse. Diese Arten verdauen die Nahrung wird oft enzymatisch außerhalb des Körpers vor.

Unter den Käfern finden sich zahlreiche Schädlinge:  Obst-, Landwirtschafts- und Forstschädlinge: Borkenkäfer, Rebenstecher, Fichtenrüsselkäfer, Blattroller, Apfelblütenstecher, usw.  Rindenbrütende Borkenkäferarten  unterbrechen den Saftstrom von Bäumen, Holzbrüter zerstören die Holzstruktur von Bäumen. Buchdrucker  und Kupferstecher erzeugen typische verzweigte Gänge im Holz, in denen die Käferlarve lebt. Verschiedene  Borkenkäferarten befallen besonders geschwächte Bäume werden von den  befallen werden: Fichtenmonokulturen sind besonders gefährdet; Mischwälder sind weniger gefährdet, da diese Lebensraum für zahlreiche andere Tiere wie Vögel, z.B. Spechte sind, und in dieser dort ein „gesünderes“ biologisches Gleichgewicht herrscht.

Die Organe der verschiedenen Arten sind vielfältig ausgebildet

Käfer besitzen einen sklerotisierten Körper mit gut beweglichem Kopf. Vielfach haben sie kräftige, beißende Mundwerkzeuge und vielgestaltige Antennen (Fühler). sein: fadenförmig, gekämmt, gesägt, geißelförmig, usw.  Käfer besitzen Komplexaugen und ein bis zwei kleine Nebenaugen.  Die häutigen Flügel sind unter Flügeldecken verborgen und werden nur zum Flug entfaltet. Die Beine sind als Laufbeine oder als Schwimm- oder Grabbeine ausgebildet.

Verschiedene Arten besitzen Schrillorgane (eine scharfe Kante wird gegen eine geriefte Kante gestrichen), die sie in der Feindabwehr einsetzen.  Manche Käfergruppen setzen Leuchtorgane bei der Kommunikation und Partnerfindung ein (Leuchtkäfer z.B. Glühwürmchen).

Käfer machen 2-6, selten mehrere Larvenstadien durch. Käferlarven besitzen beißende Mundwerkzeuge leben oft räuberisch (Beisp. Gelbbrandkäferlarve). Anschließend an das Larvenstadium schließt sich das Puppenstadium an; zumeist eine Gliederpuppe, oft auch eine Mumienpuppe (Marienkäfer.) Die Verpuppung erfolgt außerhalb des Wassers (z.B.: Gelbbrandkäfer).

Die Atmung der Käfer erfolgt über Tracheen, die der wasserlebenden Arten indirekt über Luftvorvorräte (Luftblase wird als Vorrat unter den Flügeldecken als Vorrat „verstaut“) , durch ständiges Auftauchen und Luftholen; wasserlebende Larven (Gelbbrandkäfer) besitzen Kiemen.

Verschiedene Arten sind "importiert" und teilweise bei uns schon etabliert

Leider gibt es unter den österreichischen Käferarten einige Neozoen, die teilweise aus Asien, teilweise aus Mittelamerika zu uns eingeschleppt worden sind. Jüngstes Beispiel ist der Maiswurzelbohrer (Diabrotica virgifera) aus Mittelamerika, der sich in Europa vom Flughafen Belgrad ausgebreitet hat; diese Neozoen gefährden die Vielfalt unserer Käferfauna, weil sie erstens bei uns keine Feinde besitzen und zweitens die Habitate unserer einheimischen Käfer besetzen und damit konkurrenzieren.

Die Ordnung "Käfer" ist teilweise gefährdet

Verschiedene Käferarten sind gefährdet; Käfer haben eine große ökologische Toleranz; viele Arten sind durch Biotopverluste, wie Gefährdung des Lebensraumtyps „Auwald“ und Methoden der Land- und Forstwirtschaft gefährdet. Salzburgs Käfer sind z.T. geschützt; 7 Arten sind EU-rechtlich europaweit und auch bei uns landesgesetzlich vollkommen geschützt.

Literatur

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