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Turmfalke

 Turmfalke Bild: M. Heng                       

Turmfalke                               Bild: M. Heng


Turfaken sind relativ kleine Raubvögel

Turrmfalken gehören zur Familie der Falken; sie sind etwa mittelgroß, kleiner als Krähen mit einer Länge von etwa 35 cm, einer Flügelspannweite von 75 cm undeinem durchschnittlichen Gewicht von 200g (Männchen) und 230g (Weibchen). Der Vogel ist schlank mit langem Schwanz und langen, spitzen Flügeln, die an der Flügelspitze etwas abgerundet erscheinen und im ausgestreckten Zustand an der Flügelbasis schlank. Kopf und Nacken des Männchens sind grau, beim Weibchen braun. Der Oberschnabel besitzt einen scharfen Zahn. Nahrung der Turmfalken sind Kleinsäuger, vor allem Mäuse, aber auch kleine insektenfressende Säugetiere wie Spitzmäuse und Maulwurf; daneben fressen sie aber auch Insekten, Reptilien und Kleinvögel, Kleinvogeljagd (Tauben) ist besonders bei den Stadtbrütern unter den Turmfalken zu finden.   
Erwachsene Männchen besitzen einen rotbraunen Rücken mit kleinen dunklen Flecken, der Schwanz ist hellgrau mit schwarzer Endbinde. Das Weibchen  sind rostbraunen Rücken sie sowie der Kopf und der quergebänderte Schwanz rostbraun. Der Bauch ist stärker gefleckt als beim Männchen.
Die Jungvögel sind dem Weibchen ähnlich, jedoch auf der Unterseite mehr und dichter gestreift als das Weibchen, oberseitig sind die Jungen quergestreift.  

Turmfalken bauen kein eigenes Nester, sie legen ihre Eier in Mauerlöcher, Felsspalten und - nischen, aber auch in aufgelassenen Krähen- und Elsternnester. Die Eiablage erfolgt  im April bzw. Mai. Sie legen 3-7 gelblichweiße, rotbraun gesprenkelte Eier und haben 1 Jahresbrut. Das Weibchen bebrütet die Eier, während das Männchen für die Nahrung sorgt. Die Brutdauer beträgt zwischen 3-4 Wochen, die weitere Nestlingszeit 28-32 Tage. Bei Störung der Vögel am Nest kann man einen ganz charakteristischer Ruf ti,ti,ti, ein Erregungslaut hören.

Diese Art ist ein europaweit, auch über Asien und in Nordafrika mit Ausnahme der Wüstengebiete vorkommender Brutvogel. Turmfalken sind hinsichtlich des Lebensraumes sehr genügsam und anpassungsfähig: Sie bewohnen offene Landschaften, Auen, sowie Moore mit Büschen und Bäumen und kommen auch im Gebirge vor. Ihr Jagdgebiet sind Städte, Agrarlandschaft, Ödland, Steinbrüche und Sportplätze.

Turmfalken sind österreichweit  aktuell ungefährdet, können aber durch den Einfluss des Menschen durch Biotopverlust und Bestandsabnahme seiner Nahrungstiere (ebenfalls Biotopverlust und Bejagung) zur gefährdeten Art werden. Ab Mitte der 90er Jahre hat durch die Verbesserung der Habitatsituation und Verfügbarkeit zusätzlicher Nistplätze wieder zugenommen (ZULKA et al., 2005). Handlungsbedarf ist gegeben durch weitere Stilllegungs- und Extensivierungsprogramme und Bereitstellung von Nistmöglichkeiten. BIRDLIFE belegte mittels Monitoring eine Zunahme des Turmfalkenbestandes ab 1998 bis 2003.  Andererseits wirken sich Verringerung der Nistmöglichkeiten durch Tauben- und Krähenverfolgung negativ auf den Falkenbestand aus. Einen positiven Effekt haben dagegen Naturschutzprojekte wie die in den letzten Jahren durchgeführten Heckenprogramme.

Turmfalken gelten zwar als jagdbares Wild, sind aber ganzjährig geschont.

Ruf des Turmfalken

Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Listen

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

Vogelschutz-Richtlinie

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Birdlife

Umweltbundesamt

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Rückfragen: Mag. Michael Hubka