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Rotkehlchen

Rotkehlchen  Bildquelle: wikipedia

Rotkehlchen                                      Bildquelle: www.pixelio.de


Rotkehlchen sind auffällig gefärbte Drosselverwandte

Rotkehlchen gehören zur Familie der Sänger und sind im Vergleich etwas kleiner als Sperlinge. Ihr Körper ist etwa rundlich, die Oberseite und Oberkopf sind  einfärbig olivbraun, der Bauch ist weißlich - rahmfarben, das Gesicht und die Kehle des Vogels sind orangerot gefärbt; ihre Augen  sind groß, knopfförmig und schwarzbraun gefärbt., der Schnabel ist schlank.  Die Beine des Vogels sind relativ lang.

Im Jugendkleid sind Ober- und Unterseite dunkelbraun und rahmfarben gefleckt, die Kehle ist noch nicht rot, sondern braun gefleckt. Außerdem besitzen Jngvögel eine schmale, gelbliche Flügelbinde.  Mitunter plustern sich Rotkehlchen stark auf (Wärmeverlust).


Rotkehlchen sind weit verbreitet

Rotkehlchen kommen in Nordafrika, Europa und Kleinasien vor, sie fehlen jedoch in Island, Nordskandinavien, Teilen Russlands und Südspaniens.  Bei uns sind sie verbreitet, Brutvogel in allen Teilen Mitteleuropas. Sie kommen bevorzugt in dichtem Gebüsch, unterholzreichen Wäldern, Parks, aber auch Gärten mit dichten Hecken und Büschen vor, sind aber auch in Gewässernähe anzutreffen.


Diese Drosselart brütet in Wäldern bis zur Baumgrenze

Rotkehlchen brüten bis in höhere Höhen bis zur Baumgrenze, in Heckenlandschaften, Gärten Parks, aber auch in buschreichem offenen Gelände. Sie legen Napfnester in Bodenvertiefungen an Böschungen zwischen Wurzeln an. Legebeginn ist April/Mai. Sie legen 5-7 heller, dunkel gefleckte Eier. Rotkehlchen haben 2 Jahresbruten; das Weibchen brütet etwa 14 Tage. Die Jungen werden bis zum Ausfliegen weitere 12-15 Tage von beiden Eltern im Nest gefüttert.


Der Speisezettel der Rotkehlchen ist reichhaltig

Die Nahrungssuche erfolgt bei ihnen zumeist am Boden hüpfend. Sie fressen Insekten, Würmer und Spinnen. Im Herbst und Winter nehmen sie gerne Beeren als Zusatznahrung an. Im Winter sind sie als Gäste am Futterhaus anzutreffen, wo Sämereien, Weich- und Fettfutter gefressen werden.

Der Gesang ist sehr typisch

Rotkehlchen sind wenig scheu, können oft aus nächster Nähe beobachtet werden. Sie halten sich zur Nahrungssuche oft am Boden auf, zucken häufig mit Flügel und Schwanz. Ihr Ruf  bei Störung ist als ein scharfes „zick“ „zick“, zur Morgen- und Abenddämmerung als ein Schnickern „tick-ick-ick-ick…“ wahrnehmbar,  der Gesang ist eine klare, abfallende Tonfolge.

Rotkehlchen sind Teil- und Kurzstreckenzieher: ein Teil der Vögel im Winter zieht in wärmere Gebiete (Spanien, Nordafrika und Mittelmeerinseln) weg; der andere Teil bleibt im Brutgebiet bleibt. Darüber hinaus sind sie Nachtzieher; während des Zuges orientieren sie sich am Sternenhimmel und sind daher von der Lichtverschmutzung besonders betroffen.

Gesang des Rotkehlchens


Rotkehlchen sind bei uns ungefährdet

Durch seine ökologische Plastizität kann das Rotkehlchen derzeit bei uns als ungefährdeter Brutvogel angesehen werden. Die Bestandessituation ist nach ZULKA et al.(2005) sehr häufig, seine Bestandes- und Arealentwicklung sind fluktuierend. Die Habitatverfügbarkeit wird als sehr hoch beschrieben, die Habitatentwicklung dagegen als schwach positiv. Direkte anthropogene Beeinflussung ist derzeit nicht gegeben. Trotz dieser erfreulichen Situation ist das Rotkehlchen landesweit volkommen geschützt.




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Listen

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

Vogelschutz-Richtlinie

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Birdlife

Umweltbundesamt

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Rückfragen: Mag. Michael Hubka