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Kleiber

Kleiber sind eine in natürlichen Wäldern lebende Vogelart

Kleiber                       Foto: W. Forstmeier

Kleiber                                                                                Bild: W. Forstmeyer


Kleiber sind an ihrem Federkleid leicht erkenntlich

Kleiber gehören als einzige einheimische Art zur gleichnamigen Familie Kleiber. Sie sind auffällige, leicht erkenntliche, etwa sperlingsgroße Vögel, die einen etwas untersetzten Körperbau, einen kurzen Schwanz und einen großen, spitzen Schnabel besitzen. Die Vögel fallen durch ihre blaugraue Oberseite und ihren dunklen Überaugenstreif auf; die Kehle ist hell, während der restliche Bauch gebrochen weiß erscheint. Beim Männchen sind die Flanken kastanienbraun, beim Weibchen heller braun. Die Beine sind kräftig, die Zehen lang, was sie als hervorragenden Kletterer auszeichnet. Auffallend ist ihre Fähigkeit, an dickeren Ästen kopfunter bzw. an den Stämmen kopfabwärts zu klettern (alle Kleiberarten), den Schwanz setzt er dabei nicht ein.


Kleiber haben ein weites Verbreitungsgebiet

Diese Vogelart kommt in weiten Teilen Europas (sie fehlen in Island, Irland und Schottland), bis über weite Teile Asiens vor. Sie sind in Salzburg im gesamten Bundesland zu finden. Sie kommen in Laub- und Laubmischwäldern vor.


Die Vögel brüten in naturbelassenen Wäldern

Sie brüten in Laub- und Laubmischwäldern, Parks mit älteren Bäumen und größeren Gärten, wobei  Bäume mit grobborkiger Rinde wichtige Habitatelemente darstellen.  Kleiber sind Höhlenbrüter, nehmen aufgelassene Spechthöhlen gerne an und ab und zu auch Nistkästen. Kleiber verkleben die Einfluglöcher zu ihren Nestern und tarnen diese somit  bzw. machen sie für potenzielle Feinde unangreifbar. Der einzige Nesträuber, gegen den dieses „Verkleben“ der Nester nichts nützt, ist der Buntspecht.  Das eigentliche Nest besteht aus Rindenstücken und dürrem Laub. Die Brutzeit der Vögel ist von April bis Juni, meist gibt es eine Jahresbrut. Sie legen 4-9 weiße Eier, die rot oder braun gesprenkelt sein können, werden vom Weibchen 14-18 Tage bebrütet. Die Nestlinge werden etwa 23-25 Tage von den Eltern gefüttert, bevor sie das Nest verlassen.


Sie sind im Winter auf Fettfutter angewiesen

Kleiber fressen Insekten und deren Larven, Spinnen und andere Kleintiere, die sie aus Spalten und Ritzen im Holz hervorholen (spechtähnliches Klopfen). Im Herbst erweitern gröbere Sämereien, Beeren und Nüsse den Speiseplan.  Kleiber sind im Winter aber auch Gäste an Futterstellen, wo Nüsse und Fettfutter wie Meisenringe und -knödel gerne gefressen werden. Sie streifen im Winter gerne mit Meisenschwärmen umher.

Kleiber besitzen  ein reiches Stimmrepertoire von „titi tirr“,  „twit“ oder „zit“; auch schnelle Triller kommen vor: “wiwiwiwiwi“, aber auch relativ langsame, pfeifende, abwärts gezogene Laute „tiu tiu“ kommen vor. Der Lockruf ist „sit“ oder „tuit“. Sein Gesang ist relativ laut und weit zu hören.

Gesang des Kleibers


Kleiber sind ungefährdet

Der Kleiber kann derzeit als ungefährdet angesehen werden. Lokale Gefahren drohen ihm durch Lebensraumveränderungen im Zuge der modernen Forstwirtschaft. Schlägerung alter Laubbaumbestände und Aufforstung mit schnellwüchsigen Nadelhölzern  sind eine Gefahr für das Vorkommen des Kleibers. Naturschutz und Naturschutzförderung im Wald sind geeignete Instrumente für die Erhaltung der Lebensräume des Kleibers und damit seiner Bestände. Nach Angaben von ZULKA et al (2005) ist die Habitatverfügbarkeit dieser Art sehr hoch, die Arealentwicklung stabil und  die Habitatentwicklung extrem positiv.  Der Kleiber ist im gesamten Bundesland, obwohl nicht direkt gefährdet, per Verordnung vollkommen geschützt.

Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Listen

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

Vogelschutz-Richtlinie

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Birdlife

Umweltbundesamt

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Rückfragen: Mag. Michael Hubka