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Bekassine

Bekassinen sind drosselgroße, kurzbeinige, langschnäbelige Schnepfenvögel . Die Vögel besitzen eine bräunliche Tarnfärbung mit markanten Längsstreifen auf Kopf und Rumpf. Die weißen Schwanzaußenseiten fallen besonders beim Abflug auf. Auffällig ist der lange gerade Schnabel, der an die Nahrungssuche im Substrat angepasst ist.


Bekassinen kommen bevorzugt in feuchten bis nassen Lebensräumen vor

Bekassinen sind als Brutvögel in Eurasien und Nordamerika verbreitet. Nahe verwandte und ähnliche Formen kommen auch in Südamerika und Afrika vor. Sie brüten bevorzugt in extensiv bewirtschafteten Feuchtwiesen, in Hoch- und Flachmooren, seltener in Großseggenrieden und Röhrichtflächen mit nicht zu dichter Vegetation. Zur Zugzeit sind sie auch an Schlammflächen, Küsten und Gräben beobachtbar.
Die Vögel stochern mit ihrem langen Schnabel im weichen Boden und sondieren die Nahrung; sie ernähren sich von Samen und kleinen Bodentieren wie kleinen Schnecken, schlammbewohnenden Insekten, Würmern, und auch Insektenlarven. Dabei wird der Stocherschnabel aus dem Substrat nicht heraus gezogen.

Bekassinen sind drosselgroße, kurzbeinige, langschnäbelige Schnepfenvögel . Die Vögel besitzen eine bräunliche Tarnfärbung mit markanten Längsstreifen auf Kopf und Rumpf.Die weißen Schwanzaußenseiten fallen besonders beim Abflug auf. Auffällig ist der lange gerade Schnabel, der an die Nahrungssuche im Substrat angepasst ist.


Sie erzeugen eigenartige Fluggeräusche

Bekassinen können sich sehr gut am Boden tarnen, und knapp vor der Gefahr fliegen sie in reißendem Flug auf. dabei ist ihr Ruf gedämpft und nasal „ätsch“. Weiters äußern sieim Flug oder auch im Sitzen ein stakkatoartiges „tük-ke“.

Für das merkwürdige „Meckern“ in der Balzzeit ist ein besonderes Flugmanöver erforderlich. Die Männchen lassen sich im Ausdrucksflug über dem Revier in einem schrägen Flug mit aufgefächerten Flügeln und breit gefächertem Schwanz heruntergleiten. Dabei werden die äußersten Schwanzfedern nach außen abgespreizt, und ergeben aufgrund der Schwingungen durch den Luftstrom beim Herabfallen einen Instrumentallaut, das erwähnte „Meckern“.

Stimme und Geräusch der Bekassine


Bekassinen brüten in einer Bodenmulde

Bekassinen verstecken ihre Nester in der Bodenvegetation. Sie haben eine Jahresbrut und legen etwa 4 große grau-grünlich-braune, dunkel gesprenkelte und gut getarnte Eier. Das Weibchen brütet ca 20 Tage. Beide Eltern führen die Jungen ebenfalls etwa 20 Tage; nach 4 Wochen sind die Jungen flugreif.

Bekassinen sind Zugvögel: Von Ende Juli bis Ende Oktober fliegen sie in ihre Winterquartiere in Portugal, Nordafrika, Griechenland, Türkei und Südasien. Ankunft im Frühjahr bei uns ist  Ende März bis Anfang Mai.


Die Vögel sind vom Aussterben bedroht

Gesamtösterreichisch gesehen ist die Bekassine ein vom Aussterben bedrohter Brutvogel; sie war früher weit verbreitet, heute ist ihr Lebensraum aber durch Entwässerung und Biotopverlust eng geworden. Durch die Entwässerung fallen die Wasserstände im Jahr früh ab; trockenererBoden bietet aber nicht mehr genügend Nahrung für die Art. Weitere Gefährdungen sind Bodennivellierungsmaßnahmen im Rahmen intensiver Landwirtschaft, zunehmende Zersiedelung der Brutareale, Verbuschung und Verdichtung der Böden durch schwere Landmaschinen. Dadurch wird eine Futtersuche mit dem „Stocherschnabel“ unmöglich.
Nach ZULKA et.al. ist Bestandessituation als selten eingestuft, die Bestandsentwicklung der Bekassine stark abnehmend; die Arealentwicklung ist abnehmend. Ihre Habitatverfügbarkeit ist gering, die Habitatentwicklung stark negativ. Die direkte anthropogene Beeinflussung auf die Bekassine ist gering negativ.  

Bekassinen kommen im Land Salzburg als Brutvögel in den Feuchtgebieten und Mooren des Flachgaus, z.B. in den Natura 2000 Gebieten Weidmoos, Oichtenriede, Bürmooser Moor und Wenger Moor vor.
Im Land Salzburg  gelten sie als jagdbares Wild, sind aber ganzjährig geschont. Nach EU-Recht dürften sie in der gesamten EU bejagt werden. Die Bejagung hat allerdings nach den Prinzipien einer nachhaltigen Nutzung zu erfolgen. Die Jagd ist EU-rechtlich zur Brutzeit und Aufzucht der Jungen sowie während des Heimzuges verboten.

Zur Erhaltung der Bestände ist in Österreich akuter Schutzbedarf gegeben: Nach ZULKA et al. (2005) ist einerseits die Renaturierung von Überflutungsräumen und Mooren sowie Extensivierung von Feuchtwiesen dringend erforderlich. Bestehende Bestimmungen bezüglich Verfüllungen und Entwässerungen müssen eingehalten und kontrolliert werden. Zur Erhaltung der Vogelart wird ein Monitoring der Bestände empfohlen.

  Literatur




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Listen

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

Vogelschutz-Richtlinie

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Birdlife

Umweltbundesamt

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