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Grünfink

Grünfik  (c) Peashooter/pixelio

Grünfink (c):Peashooter/ pixelio.de

Grünfinken sind unscheinbare Vögel

Grünfinken (Grünlinge) gehören zur Familie der Finkenvögel und erreicht etwa Sperlingsgröße; sie sind robuste Vogel mit dem typischen Schnabel eines Körnerfressers.

Die Männchen sind oberseitig olivgrün mit gelbgrünem Brust und Bauch, während die Weibchen grau gefärbt sind. Beide Geschlechter fallen durch einen gelben Flügelspiegel auf, der beim Weibchen allerdings etwas weniger ausgeprägt ist als beim Männchen und besonders im Flug auffällt. Der Schwanz ist relativ lang, gespalten  und randlich gelb eingefasst, in der Mitte und an der Spitze erscheint er dunkel. Das Jugendkleid grünlich mit dunklen Strichmustern an der Ober- und der Bauchseite. Im Alter von 6 Wochen bekommen sie das Alterskleid.


Sie benötigen naturbelassene, strukturreiche Lebensräume

Grünlinge sind Brutvögel in Europa und Nordafrika; ostwärts sind bis nach Kleinasien, in den Nordiran is zum  Ural verbreitet Diese Vogelart ist als Tieflandart anzusprechen, besiedelt gerne Hecken, Mischwälder, Waldrändern, Obstgärten, Alleen, Parks und Gärten, kommt aber auch in Städten vor.


Grünfinken bauen kunstvolle Nester

Grünfinken bauen ihr Nest in Bäumen, Büschen oder Kletterpflanzen. Das Nest ist locker gebaut und besteht aus Halmen, kleinen Zweigen und Moos. Es wird zumeist halbhoch in Bäumen und Büschen aufgehängt, bisweilen auch in Kletterpflanzen an der Hauswand. Legebeginn ist April, 2-3 Jahresbruten, die Vögel legen 4-6  blauweiße Eier, die das Weibchen bebrütet; die Brutdauer beträgt etwa 12-15 Tage, nach dem Schlupf bleiben die Nestlinge noch etwa 14 Tage im Nest, verlassen schon vor dem ersten Ausfliegen das Nest. Einige Tage später können sie dann das erste Mal ausfliegen. Kurze Zeit, nachdem die Jungen flügge geworden sind, bauen die Altvögel wieder ein Nest und brüten abermals. So kommt in Summe eine Nachkommenschaft von 12-18 Jungen zusammen. Man nimmt an, dass diese Strategie notwendig ist, um die hohen Winterverluste auszugleichen.


Grünfinken sind Teilzieher

Grünfinken sind überwiegend Jahresvögel, ein Teil sind jedoch Kurzstreckenzieher. Der wegziehende Teil zieht mit Oktober in die Wintergebiete und  überwintert in Süd- und Westeuropa. Sie kommen etwa Anfang April wieder in die Brutgebiete zurück.  Die bei uns überwinternden Vögel kommen gerne an die Futterstellen. Bei Zusatzfütterung fressen sie gerne verschiedene Samen und Nüsse, sowie Meisenringe und Meisenknödel.
Normalerweise ernähren sich die Vögel von Sämereien aller Art, Knospen und Blüten, in der Brutzeit auch von Insekten.


Die Vögel haben einen charakteristischen Ruf

Die Stimme der Grünlinge ist  ein kurzer, kräftiger Ruf „jüp“ der meist in schnellen Serien vorgetragen wird, und zu Trillern gesteigert werden kann: „djüp-rüp-rüp“; er hat 2  verschiedene Gesangstypen: einerseits ein unmusikalisches, krächzendes, vibrierendes „dschrüüüüjü“ , andererseits ein melodischer, sich wiederholender, kanarienvogelartiger Gesang: mit Trillern und Zwitschern: „djüpp-djüpp-djüpp-djürrr-tuj-tuj-tuj“.

Gesang des Grünfinken:

Grünfinken sind Artgenossen gegenüber gesellig; anderen Vogelarten gegenüber sind sie streitbar und nehmen ihnen gegenüber eine Drohhaltung ein. In Drohhaltung wird das Gelb des Flügels und des Schwanzes präsentiert und dient dem Gegner sozusagen als Farbsignal.


Sie sind derzeit ungefährdete Brutvögel

Grünfinken gelten  derzeit als  ungefährdete Brutvögel in Österreich. Seine Bestandsentwicklung ist österreichweit gleich bleibend, die Habitatverfügbarkeit positiv, die Habitatentwicklung gleich bleibend. Direkte anthropogene Beeinflussung findet nicht statt. Trotz dieser erfreulichen Situation zählt der Grünfink in Salzburg laut Tier- und Pflanzenarten- Schutzverordnung  zu den vollkommen geschützten Vogelarten.   

Literatur

  




Weiterführende Links:

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Listen

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

Vogelschutz-Richtlinie

Bonner Konvention

Biodiversität in Österreich

Birdlife

Umweltbundesamt

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