Amsel
Amseln sind trotz ihrer Häufigkeit geschützt

Amselmännchen - ein typischer Heckenbewohner Bildquelle: www.pixelquelle.de
Diese Vögel fallen durch ihre charakteristische Gefiederfärbung auf
Amseln sind bekannte Vertreter der Drosselvögel, etwa 25-30 cm groß. Amselmännchen besitzen ein schwarzes Gefieder, bräunliche Fleckung fehlt beim Männchen weitgehend; auffallend sind der gelbe Schnabel und ein gelber Augenring. Die Färbung der Weibchen ist dunkelbraun mit hellerer Kehle und diffuser Brustfleckung. Der Schnabel ist dunkler als der des Männchens
Amseljunge sind rötlich braun und deutlich gefleckt. Das Gefieder junger Männchen ist eher schwarzbraun gefärbt. Amseln mit genetischen Defekten zeigen weiße Gefiederpartien.
Sie verwenden die langen Schwänze werden zur Steuerung im Flug. Beide Geschlechter besitzen dunkel gefärbt. Beine.
Amseln sind weit verbreitet
Sie kommen in 15 Unterarten in Europa, Kleinasien bis in den Iran und Nordafrika vor. In Australien und Neuseeland sind sie als neue Arten eingeführt. Sie fehlen hingegen in Norden Skandinaviens und in Russland. Die Vögel kommen in Wäldern, Parks und Gärten mit guter Lebensraumstrukturierung vor. Als Kulturfolger sind sie in Siedlungen anzutreffen.
Amseln sind Teilzieher; ein Teil überwintert im Brutgebiet, der andere Teil zieht nach Nord- und Osteuropa. Überwinternde Amseln legen im Herbst zu raschen Verfügbarkeit größere Fettreserven an, die sie im Frühjahr durch Fett- und Wasserverlust wieder abbauen. Überwinternde Vögel verzeichnen oft große Kälteverluste.

Amselnest mit Jungen Bildquelle: www.pixelio.de
Amseln brüten früh im Jahr
Amseln brüten in Gebüschen und Bäumen; Spalierbäume, in Parks und Wälder.In der Großstadt brüten sie in Grünanlagen
In Siedungsnähe brütende Vögel bauen die Nester auf Balkonen, in Holzstapeln, auf Mauersimsen, in Mauerspalten und auf Kletterpflanzen. Amselnester sind mittelgroß und halbkugelförmig. An der Innenseite sind die Nestbaue mit Erde ausgeschmiert und mit einer Schicht Halme ausgelegt sind.
Amseln brüten 2-3 x pro Jahr. Legebeginn ist Ende Februar bis Anfang März., das Weibchen bebrütet 4-7 bläulichgrüne Eier etwa 14 Tage lang. Die Nestlingszeit dauert 2 bis 3 Wochen Die Jungen werden nach Verlassen des Nestes von beiden Eltern 3 Wochen gefüttert.
Bei der Futtersuche hüpfen die Vögel beidbeinig. Ihre Nahrung besteht aus Regenwürmern, am Boden lebenden Insekten, Beeren und weichen Gartenfrüchten (Johannisbeeren, Erdbeere, Eberesche, Holunder usw.). Amseln gehören am Futterhaus zu den Weichfutterfressern, besonders Haferflocken werden sehr geschätzt.
Die Tiere besitzen einen leicht erkennbaren Gesang
Amseln besitzen ein großes Stimmrepertoire. Bereits früh im Jahr ist ihr melodischer Gesang zu hören.Er besteht aus weichen, melodischen Tonfolgen, die langsam vorgetragen werden und manchmal imitierte Pfiffe enthalten kann. Warnlaute sind je nach Situation oder je nach Art des Feindes (Bodenräuber oder Luftfeind) ein rasches Zetern bzw. ein hohes, gedehntes "sieh" (bei Luftfeinden wie z.B. dem Sperber oder Raben), während beim Erspähen einer Katze ein weiches ""djuck" oder "djück" zu hören ist. Jungvögel stoßen schrille Laute aus, die auch soziale Funktion haben. Sie singen auf erhöhten Sitzwarten wie Antennen, Dächern, aber auch im Wald auf Bäumen sitzend.
Die Tiere sind oft beim Sonnenbaden zu beobachten; sie spreizen beim Bad die Flügel vom Körper ab und bieten der Sonnenstrahlung eine größere Angriffsfläche. Die schwarze Gefiederfärbung unterstützt die Wärmeaufnahme. Amseln baden auch in Wasserlachen.
Amseln sind bei uns ungefährdet
Amseln sind Waldvögel; durch anthropogene Veränderung ihres Lebensraumes bedingtbesiedeln sie auch andere Lebensräume. Durch die gute Anpassung an den Menschen gehören Amseln zu den bei uns ungefährdeten Vogelarten. Gefährdung durch den Menschen droht ihnen derzeit nur durch den Verkehr. Viele Jungvögel sind Verkehrsopfer.. In Siedlungen und Siedlungsnähe sind sie durch Haustiere (Hunde und Katzen) gefährdet; brütende Amseln und Nestlinge sind durch Luftfeinde wie Sperber bedrohen brütende Altvögel und Nestlinge. Trockenheit und andere Klimafaktoren haben negative Auswiorkungen auf den Bruterfolg; Verluste werden mit der nächsten Brut wieder ausgeglichen.
Das aus Afrika importierte Usutu-Virus seit 2001 verursacht in manchen Gegenden Österreichs das Amselsterben . Neben den Amseln wurde es auch bei anderen Vögeln wie Drosseln, Bartkäuzen, Spatzen und Kleibern nachgewiesen. Dieses Virus wird von Stechmücken übertragen und tritt in einigen Bezirken Niederösterreichs, Wiens, des Burgenlands und der Gegend von Graz auf.
Die Bestandessituation der Amsel ist sehr gut, ihre Bestandesentwicklung und Arealentwicklung stabil. Die Habitatverfügbarkeit nach FRÜHAUF et al. in ZULKA et al. (2005) sehr hoch. Die Habitatentwicklung der Art ist schwach positiv.
Trotz dieses positiven Trends sind Amseln im Bundesland Salzburg landesweit vollkommen geschützt.
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
| Kostenloser Suchmaschineneintrag | ||
|
|

