Feldlerche

Feldlerchen sind gut getarnte Singvöge
lFeldlerchen sind Singvögel und gehören zur Familie der Lerchen. Oberseits sind sie erdbraun gefärbt mit schwarzen Längsstreifen. Die Unterseite ist rahmweiß mit schwarzer Brustzeichnung. Der längliche Schwanz zeigt auffallend weiße Außenkanten.
Am relativ schlanken Kopf fällt ein kurzer, gerundeter Schopf auf, der bei Erregung zu einer Haube aufgestellt werden kann.
Sie sind über weite Teile Eurasiens verbreitet
Das Verbreitungsgebiet der Feldlerche sind fast ganz Europa mit Ausnahme Islands und Nordskandinaviens, die Mittelbreiten Asiens einschließlich Japans und Nordafrika. Ihr Lebensraum sind vor allem offene Landschaften: Äcker, Brachen, Wiesen und Weiden, Moore und alpine Matten.
Die Vögel sind Teil- und Kurzstreckenzieher; nur der nördliche Teil der Population zieht nach West- und Südeuropa, dazu zählen auch die Salzburger Lerchen. Die Bewohner in Gebieten mit mildem Klima überwintern im Brutgebiet. Im Winter schließen sie sich oft zu großen Trupps zusammen.
Die Bruthabitate sind weite, offene, extensiv genutzte Gebiete
Wie die meisten Bodenbrüter ist der Bestand der Feldlerchen von der landwirtschaftlichen Struktur abhängig. Besiedelt werden extensive Grünlandflächen sowie Ackerland, wobei kleine Bewirtschaftungseinheiten die besten Bedingungen bieten.
Feldlerchen sind Bodenbrüter und besiedeln weiträumige, offene Landschaften mit wenig Baum- und Buschbestand, wahrscheinlich, um vor Ansitzjägern geschützt zu sein. Enge Täler werden ebenfalls gemieden.
| Ab Mitte April legen sie in einer Bodenmulde ein kaum verstecktes Bodennest aus Gras und Halmen an. Feldlerchen legen 3-6 rahmfarbene Eier, die zur besseren Tarnung des Geleges braun gesprenkelt sind. Diese werden alleine vom Weibchen 11-15 Tage bebrütet. Die Nestlinge werden am 18. Tag nach dem Schlupf flügge, verlassen aber schon oft vorher das Nest. Sie werden von beiden Altvögeln gefüttert. Feldlerchen brüten zweimal pro Jahr. |
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Intensive Nutzung der Bruthabitate hat zur Folge, dass die Gelege zerstört werden und der Lebensraum eingeengt wird. Durch zu geringes Insektenangebot in intensiv genutztem und gedüngtem Grünland kommt es zu Problemen bei der Jungenaufzucht.
Feldlerchen ernähren sich im Frühjahr und Sommer von Kleintieren des Bodens sowie von Insekten und Spinnen; im Herbst fressen sie Sämereien, im Winter bevorzugen sie grüne Blätter.
Feldlerchen singen hauptsächlich im Singflug
Die Gesänge der Feldlerche sind von Spätwinter bis in den nachfolgenden Sommer, von Morgendämmerung bis abends zu hören. Sie singt gelegentlich von Singwarten aus, meist aber im Singflug: dabei steigt sie steil in die Luft auf (50-100m) und verharrt singend an einer Stelle. Auch Futter tragende Männchen können in voller Lautstärke singen. Nach dem Steigflug gleitet der Vogel mit ausgestreckten Flügeln und immer noch singend (mit Flötentönen) herab und fängt den Flug erst knapp vor dem Boden ab. Im Frühjahr steigen Lerchenmännchen 2-4-mal pro 30 Minuten zum Singflug auf, der 2-6 Minuten dauern kann. Wie diese Leistung energetisch und atemtechnisch bewältigt wird, ist derzeit unbekannt. Daneben gibt es aber auch leisen Bodengesang. Die Einzelrufe klingen rau und hart „trrr-lit“und „trrrip“.
Die Hilfsmaßnahmen können auf vielfältige Weise gesetzt werden
Hilfsmaßnahmen für die Feldlerche können gesetzt werden, indem Wiesen erst nach der Brutzeit der Vögel gemäht, Ackerrandstreifen ungedüngt und unbearbeitet belassen sowie Ruderalflächen und Brachen als Brut- und Nahrungshabitat erhalten und gepflegt werden. Spätere Mahd und weniger Düngung bieten einer großen Insektenvielfalt Entwicklungsmöglichkeiten und verbessert so das Nahrungsangebot für die Feldlerche.
Nach Meinung von FRÜHAUF (2005) ist neben dem Offenhalten der Kulturlandschaft eine Reduktion des Pestizid- und Düngereinsatzes, eine Verringerung der Bearbeitungsvorgänge im Bereich der Landwirtschaft, die Anlage und Pflege von Brachen sowie eine Extensivierung von Mähwiesen erforderlich. Ein Monitoring der Bestände wird befürwortet.
Die Feldlerche ist derzeit ungefährdet
Österreichweit ist die Feldlerche eine ungefährdete Vogelart, wenn auch lokal Bestandseinbußen zu beobachten sind. In Salzburg kommt diese Vogelart schwerpunktmäßig im Flachgau und Lungau vor. Alpine Vorkommen gibt es z.B. in den Lungauer Nockbergen.
Feldlerchen gehören im Bundesland Salzburg zu den durch Landesgesetz geschützten Vogelarten. Sie zählen außerdem zu den Zugvogelarten nach Art.4 Abs.2 der EU-Vogelschutzrichtlinie und sind somit wertbestimmende Arten in Natura 2000-Gebieten
Weiterführende Links:
Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung
Rote Liste gefährdeter Tierarten
Ursachen für die Gefährdung der Tiere
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