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Teichfrosch

Diese Art ist in Salzburg vollkommen geschützt

Teichfrosch (Rana esculenta) Quelle: http://naturnahe-teiche.bei.t-online.de

Teichfrösche sind durch Kreuzung entstanden

Teichfrösche sind mittelgroße, tagaktive Frösche, die am Ende der letzten Eiszeit als diploide und triploide Bastarde aus den Elternarten Seefrosch und Kleiner Wasserfrosch entstanden. Sie sind genetisch gesehen eine Bastardform aus ihren Elternarten. Sie sind oberseitig grün gefärbt mit eingelagerten bräunlichen und schwarzen Flecken. Die Schallblasen der Männchen sind weiß bis grau gefärbt..

Sie besiedeln zahlreiche, stark strukturierte Lebensräume

Im Hinblick auf seinen Lebensraum ist der Teichfrosch weniger spezialisiert als seine Elternarten. Als terrestrischen Lebensraum besiedelt der Teichfrosch Auwälder, Grünland und Feuchtwiesen. Bevorzugte Lebensraumstrukturen sind Waldränder bzw. Lichtungen, Ufergehölze, Hecken, Gebüsche und Böschungen bzw. Dämme.  Bevorzugte Vegetationsstrukturen sind eine üppig entwickelte Krautschicht, aufgelockerte Strauchschicht sowie mäßiger Baumbestand. Seine Wasserlebensräume sind stehende Permanentgewässer, mit überwiegend Flachwasser- oder Verlandungszonen. Er bevorzugt Gewässer mit üppiger Vegetation.
Sein Vorkommen auf die Flach- und Beckenlagen beschränkt, vertikal sind sie bis in Höhenlagen von 200 - 1300 m verbreitet.

Paarung und Metamorphose sind im August vollkommen abgeschlossen

Die Paarung der Teichfrösche findet wahrscheinlich zwischen Anfang April und Anfang Juni statt, was mit der Zunahme der Rufhäufigkeit übereinstimmen würde. Sein Paarungsruf ist ein knurrendes "rä-rä-rä". Sielegen kleine bis mittelgroße, gallertige Laichballen in Flachwasserbereichen an Wasserpflanzen ab. Ein Weibchen setzt pro Saison 800 - 10000 Eier ab, die je 1 - 2 mm Durchmesser besitzen und denen des Seefrosches ähneln. Die Gesamtlänge der Larven beträgt beim Schlupf etwa 5-10 mm, die Metamorphose ist nach 2-4 Monaten beendet.  Teichfrösche überwintern an Land, selten im Wasser.  Ihr maximales Alter kann bis 10 Jahre betragen.

Ruf des Teichfrosches

Teichfrösche sind gefährdet

Ihre Feinde sind vor allem Forellen, andere Raubfische, andere Wasserfroscharten, verschiedene Vogelarten (Kormoran, Reiher, Störche u.a.) und einige Säugetierarten wie Fuchs, Marder und Iltis.  Bei Gefahr flüchten Teichfrösche meist ins Wasser.

Die Bestandesentwicklung der Art ist rückgängig, die Arealentwicklung leicht negativ. Die Verfügbarkeit der besehenden Habitate ist sehr hoch, die Entwicklung der Habitatsituation extrem negativ. Teichfrösche zeigen nach GOLLMANN (2007) eine hohe Anpassungsfähigkeit gegenüber Sekundärlebensräumen.

Teichfrösche sind gefährdet durch Lebensraumverlust, Gewässerverschmutzung, Fischbesatz, Nutzungsdruck, Zerstörung der Ruf- und Fortpflanzungsgewässer sowie der Landlebensräume durch vielfältige Aktivitäten des Menschen.

Der Teichfrosch ist nach der Roten Liste als gefährdet eingestuft (Tiedemann & Häupl 1994) und gehört im Bundesland Salzburg zu den vollkommen geschützten Tierarten. (Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung)

Literatur




Weiterführende Links

Pflanzen- und Tierarten-Schutzverordnung

Rote Liste gefährdeter Tierarten

Abfrage - Rote Liste

Ursachen für die Gefährdung der Tiere

FFH-Richtlinie

Berner Konvention

Stickstoffeintrag durch übermäßige Düngung

Reptilienlebensraum Magerwiese

Amphibiensterben und Klimawandel

Biodiversität in Österreich

Biogeographische Regionen

Umweltbundesamt

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Rückfragen: Mag. Michael Hubka